"Jagged"

"Anzügliche Absichten": Alanis Morissette distanziert sich von HBO-Doku über ihr Leben

15.09.2021 von SWYRL

In ihrer Dokumentation "Jagged" will die Regisseurin Alison Klayman einen Blick auf das Leben und die Karriere von Alanis Morissette werfen. Ausgerechnet die Porträtierte hat sich nun allerdings von dem Film distanziert.

Kurz bevor "Jagged" beim 46. Toronto International Film Festival Premiere feiern soll, hat sich ausgerechnet die Person, von der die Dokumentation handelt, von dem Film distanziert. Unmittelbar vor der Erstaufführung hat die Sängerin Alanis Morissette das Werk als "reduzierend" und "anzüglich" kritisiert. Die HBO-Doku von Regisseurin Alison Klayman sei "nicht die Geschichte, die ich zu erzählen bereit war", erklärte Morissette gegenüber der "Washington Post".

Der Film, der anlässlich des 25. Jubiläums ihres weltweit erfolgreichen Albums "Jagged Little Pill" (1996) gedreht wurde, soll die Karriere und das Leben der kanadischen Musikerin beleuchten. Morissette hatte selbst an dem Projekt mitgewirkt und ist im Film in mehreren exklusiven Interviews zu sehen.

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"Reduzierende Sichtweise von jemand anderem"

Nun hat die 47-Jährige ihre Unterstützung zurückgezogen. "Ich habe mich in falscher Sicherheit wiegen lassen, und ihre anzüglichen Absichten wurden sofort deutlich, als ich den ersten Schnitt des Films sah", greift Morissette die Filmemacherin an. "Von da an wusste ich, dass unsere Vorstellungen in Wirklichkeit schmerzlich voneinander abweichen."

Laut "Washington Post" soll die Künstlerin in "Jagged" unter anderem über sexuelle Begegnungen im Jugendalter sprechen, die sie aus heutiger Sicht als sexuellen Missbrauch bezeichnet. Der Film enthalte "Andeutungen und Fakten", die "einfach nicht wahr" seien, so Morissette: "Ich werde letztendlich nicht die reduzierende Sichtweise von jemand anderem auf eine Geschichte unterstützen, die viel zu nuanciert ist, als dass man sie jemals begreifen oder erzählen könnte."

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