24.05.2026 von SWYRL/Jürgen Winzer
Es was das große Zocker-Special von "Wer wird Millionär" (RTL). Aber ein Kandidat wäre durchaus auch für das Besserwisser-Special geeignet gewesen. Da fühlte Spielleiter Günther Jauch sogar mit den leidenden Brüdern des Schlaumeiers mit.
Das große Zocker-Special von "Wer wird Millionär" wurde zur Krönung eines florierenden Familienunternehmens. Johannes Groß aus Gevelsberg zockte sich zu 125.000 Euro, dem Rekordgewinn des Pfingstsomnntagabends. Aber auch seine Brüder Andreas und Felix saßen schon bei Günther Jauch auf dem heißen Stuhl und quizzten sich letztes und vorletztes Jahr zu 32.000 und 64.000 Euro. Bis sie ihr älterer Bruder letztlich übertrumpfte, kostete es aber nicht nur sie, sondern auch den Quizmaster selbst einige Nerven.
Johannes Groß, 42-jähriger Gymnasiallehrer in Bochum, saß schon vor Wochen bei Jauch im Publikum und war auch schon (erfolgreicher) Telefon-Joker für einen seiner Brüder. Die hatte er vor ihren WWM-Auftritten auch "trainiert". Jetzt solle er selbst - in Anwesenheit der Brüder - mal zeigen, was er wirklich drauf habe. Außerdem, so Groß weiter: "Von ihrem Geld ist, soweit ich weiß, nicht mehr so viel übrig, deshalb muss ich jetzt mal nachlegen."
So wurde der Wissenskampf auch zum Fernduell mit den Brüdern: Wer ist der größte der Gebrüder Groß? Andreas und Felix fieberten im Publikum mit. Und grinsten, wenn sich der älteste Bruder schwertat. Wie bei der 1.000-Euro-Hürde, jenseits derer die vier Joker warteten. Da musste Groß einräumen: "Ich weiß es nicht." Aber es zockte und zwar richtig. "Ihre Brüder feixen", sagte Jauch. Denn die hatten die Antwort beide gewusst. Groß "senior": "Das kann ich mir denken, das hör ich jetzt noch wochenlang."
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Brüder leiden mit Kandidaten: "Wir sind 1.000 Tode gestorben"
Groß machte dem Namen "Zocker-Special" alle Ehre. Insgesamt ging er viermal volles Risiko und folgte Bauchgefühl oder Ahnung. Aber er wusste auch viel. Zu viel für Jauchs Geschmack. Als es bei der 32.000-Euro-Frage um den Pechvogel ging, stellte Jauch die Assoziation zum "Vogelhändler" her und trällerte ansatzweise die Arie an. Aber Groß fiel ihm zügig ins Wort: "Das ist Mozart, nicht Brahms. Und es heißt ja auch 'Vogelfänger', nicht 'Vogelhändler'."
Da verschlug es Jauch fast die Sprache, dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Er stöhnte und suchte Blickkontakt mit den Brüdern im Publikum. "Jetzt vesteh ich: Die möchten Sie vernichten, die möchten Sie vorführen. Er soll von seinem hohen Ross aber mal so richtig runter." Widerspruch ist Jauch nicht gewöhnt.
Johannes Groß wäre durchaus ein Kandidat fürs "Besserwisser-Special". Denn er weiß halt einfach viel. Ob er der schrägste der Brüder, der mit der größten Meise sei, wollte Jauch wissen. Da antwortete Bruder Andreas schon voller Respekt: "Er ist der schlauste. Eine Meise hat jeder von uns auf seine Art." Mindestens bei einer Frage hätten auch die Brüder die Segel gestrichen. Als sich Johannes zu 64.000 Euro zockte, schlugen die Brüder die Hände über den Kopf zusammen. "Wir dachten, es ist falsch. Wir sind 1.000 Tode gestorben."
Zwei Kandidaten verzocken sich bei Günther Jauch
Nur Bruder Johannes blieb cool. Auch bei der 125.000-Euro-Frage stellte er sich gegen die - allerdings knappe - Mehrheit des Publikums. Er vertraute darauf, dass Neil Armstrong 2026 100 Jahre alt geworden wäre und nicht Klaus Kinski. Wieder lag er richtig - und hatte endlich den Gewinn seiner Brüder getoppt.
"Ich bin plötzlich völlig entspannt", grinste Johannes Groß. Und lächelte auch, als er bei der 250.000-Euro-Frage passen musste. Nicht einmal sein Telefonjoker - der vierte Bruder im Bunde, Ludwig - konnte helfen. "Das macht es mir leicht", lächelte Johannes. "Ich hätte mich auch über 1.000 Euro gefreut. Jetzt freue ich mich umso mehr, nicht nur, weil ich ja doch ein bisschen mehr gewonnen habe, als die beiden anderen. Sondern auch, weil das wahnsinnig viel Geld ist."
Die 125.000 Euro Gewinnsumme von Johannes Groß konnte am Zocker-Abend niemand toppen. Maximilian frisch erspielte sich 64.000 Euro, Franca Spirgatis schaffte 32.000 Euro. Conway Plewka und Alexander Schachtner verzockten sich dagegen und nahmen "nur" jeweils 1.000 Euro mit nach Hause.



