Sängerin

Elza Soares ist tot: Brasilien trauert um die "Königin des Samba"

21.01.2022 von SWYRL

Elza Soares ist tot. Die brasilianische Sängerin, die in ihrer Heimat als "Königin des Samba" verehrt wird, starb am Donnerstag im Alter von 91 Jahren.

In ihrer Heimat Brasilien wählte man sie einst zur Stimme des Jahrtausends: "Die Königin des Samba", Elza Soares, ist tot. Sie starb am Donnerstag in ihrem Haus in Rio de Janeiro im Alter von 91 Jahren, wie ihre Familie in einem Statement auf Instagram bestätigte: Sie hätte die Welt mit "ihrer Stimme, ihrer Stärke und ihrer Entschlossenheit bewegt" und "bis zum Ende gesungen".

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Soares kam 1930 in einem Armenviertel von Rio auf die Welt, heiratete bereits mit zwölf Jahren und verlor noch im jugendlichen Alter drei Kinder, die an Unterernährung starben. Mit 23 Jahren gewann sie einen Gesangswettbewerb und startete eine Karriere als Schlagersängerin und Musical-Darstellerin. 1960 unterschrieb sie einen Plattenvertrag, bereits ihr Debüt "Se acaso você chegasse" (1960) wurde ein großer Erfolg und machte Soares zu einer der führenden Samba-Künstlerinnen des Landes. Bis zu ihrem Tod veröffentlichte sie über 30 Alben, auf denen sie auch mit Jazz, Elektro, HipHop und Funk experimentierte.

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Soares beeindruckte sogar die Queen

Bei einem Besuch in Brasilien beeindruckte die Sängerin 1968 auch Queen Elisabeth II.: "Sie mochte den Samba, wissen Sie!", erzählte Soares "The Guardian", "Sie verstieß sogar gegen das Protokoll, in dem sie mit den Füßen zum Rhythmus mit klopfte. Ist das nicht verrückt?" Die britische Botschaft in Brasilien erinnerte an die Begegnung und kondolierte bei Twitter: "Ein Treffen von zwei Königinnen! Ruhe in Frieden, Elsa."

Noch im hohen Alter veröffentlichte Soares neue Musik, mit der sie bewegte und vor großem Publikum auftrat: Für das Album "A Mulher do Fim do Mundo" (2015), in dem sie gewaltsame Ausschreitungen gegen die LGBTQ-Community und Polizeibrutalität anklagte, wurde sie mit einem Latin Grammy ausgezeichnet. 2019 erschien ihr letztes Album "Planeta Fome", auf dem sie erneut Armut und Rassismus zum Thema machte.

Auch ihr Privatleben machte immer wieder Schlagzeilen: 1962 lernte sie den brasilianischen Fußballstar Garrincha kennen, der für sie seine Familie verließ und sie später heiratete. Ein Jahr später kam ihr Sohn Garrinchinha zur Welt, der 1986 bei einem Autounfall ums Leben kam.

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