24.05.2026 von SWYRL/Hans Czerny
Sonst ist die ägyptische Sopranistin Fatma Said an großen Opernhäuser zu Gast. Diesmal hat sie sich die Wüste und die Pyramiden von Gizeh als Schauplatz eines Konzerts gewählt. Was für ein Spektakel!
Es war ihr Traum, einmal vor den altehrwürdigen Pyramiden von Gizeh Arien und klassische Lieder zu singen. Die Vision erfüllte sich für die ägyptische Sopranistin Fatma Said, die sonst an großen Opernhäusern zu Hause ist und ganz besonders romantische Lieder mag, Ende des vergangenen Jahres. So wurde inmitten der Wüste ein Konzertpodium aufgebaut, auf dem Said nun vom Orchester "Les Frivolités Parisiennes" unter dem Dirigenten Sammy Ghadab begleitet wird. Sie singt Arien von Händel, Mozart und Rossini, aber auch Chansons von Edith Piaf, Dalida und Hildegard Knef - bis hin zu Liedern des ägyptischen Sängers und Komponisten Mohamed Abdel Wahab.
Aus der Ferne grüßen die uralten Pyramiden in der Abendsonne, wenn die 1991 im nahen Kairo geborene Sängerin den Wohllaut ihrer Stimme erklingen lässt. Kein Wüstenwind meldet sich, der Ton bleibt sauber und rein - es muss ein Verdienst der Technik sein. Ganz ohne Publikum wurde in der Stille der Wüste musiziert, nur das TV-Publikum ist Gast beim weltweit ausgestrahlten Konzert. Ein fürwahr exklusiver Fernsehmoment.
Mitten im Nahen Osten schwingt dabei sicher auch der Wunsch nach Frieden mit. Zwischenzeitliche Interviewpassagen drehen sich um den künstlerischen Werdegang, die musikalischen Wurzeln und die emotionale Verbindung der Sängerin zu ihrer Heimat und zur Familie. In Benefiz-Konzerten setzte sich Fatma Said wiederholt für Menschenrechte und für die musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen ein.



