"Die Herzblut-Aufgabe - Promis in der Pflege"

"In wenigen Tagen von Drama bis Happy-End": Wayne Carpendale machte ein TV-Praktikum als Pfleger

08.09.2021 von SWYRL/Christopher Schmitt

Viel wurde zuletzt über die Pflegeberufe geredet. Doch wie sieht der Alltag "auf Station" wirklich aus? Für SAT.1 war es eine "Herzblut-Aufgabe", ein paar Promis für ein Praktikum dorthin zu schicken, wo es nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie "brennt".

Seit Beginn der Corona-Pandemie steht der Pflegeberuf im Zentrum der Aufmerksamkeit, doch außer dankbares Klatschen wurde nicht besonders viel für die Pflegekräfte im Land getan. In einem neuen SAT.1-Format haben es sich sechs Prominente zur Aufgabe gemacht, selbst zu erfahren, was dieses im Zweifel lebensrettende Berufsbild alles mit sich bringt. Wayne Carpendale, Jenny Elvers, Patrick Lindner, Faisal Kawusi, Jorge Gonzalez und Lilly Becker machen in "Die Herzblut-Aufgabe - Promis in der Pflege" (Montag, 18. Oktober, 20.15 Uhr, SAT.1) ein vierwöchiges Praktikum auf Station - sie erleben dort den Krankenhausalltag ungeschminkt.

Sendersprecher Christoph Körfer war am Mittwochnachmittag vor Journalisten viel daran gelegen, die Seriösität und tiefergehende Bedeutung des neuen Formats zu unterstreichen. Laut Körfer geht es "um das vielleicht wichtigste Thema unserer Zeit". Und tatsächlich war mit Wayne Carpendale ein Star zu Gast, der sichtlich elektrisiert von seinen Erlebnissen in der Unfall-Chirurgie und Orthopädie eines großen Berliner Krankenhauses sprach. Direkt zu Beginn betonte er, die Prominenten hätten "auch mitanpacken dürfen", statt einfach nur zuzusehen - gerade im medizinischen Bereich keine Selbstverständlichkeit. Es sei ein "richtiges Praktikum" gewesen, so der Schauspieler, in das er recht blauäugig gegangen sei. Die richtige Veranlagung scheint Carpendale aber mitzubringen: "Ich bin grundsätzlich einfach medizinisch interessiert."

Nach einem zweitägigen Intensivkurs, in dem insbesondere die Hygiene im Vordergrund stand (Carpendale: "Gerade in Sachen Hygiene geht es um Leben und Tod"), trafen die Teilnehmenden schon auf den Krankenhaus-Alltag. Zwar habe sich Carpendale wie in einem Praktikum üblich, zu Beginn wie ein Alien gefühlt, insbesondere mit dem Kamerateam um sich herum, aber: "Ich durfte relativ schnell ran." Tatsächlich entfernt Wayne Carpendale, wie ein "First Look" im Rahmen der Programmvorstellungsrunde verriet, schon bei einem seiner ersten Patienten einen Drainage-Schlauch. Seine Mentorin, die am Mittwoch ebenfalls per Video zugeschaltet war, war voll des Lobes.

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Carpendale: "Es war eine Bombenzeit"

"Es war eine Bombenzeit", schwärmte Carpendale, der die Erfahrungen nicht missen will. "Wir haben da richtig viel gelernt." So habe er die Mittagspausen nicht etwa mit dem Kamerateam verbracht, sondern sich schnell bei der Krankenhausbelegschaft willkommen gefühlt. Warum er so Feuer und Flamme für die Zeit war, erklärte der Schauspieler und Moderator dann aber doch mit einer Film-Analogie: "Du erzählst in wenigen Tagen von Drama bis Happy End." Es sei toll, die Verletzten bei der Genesung zu beobachten. Diese Lebensgeschichte immer wieder zu sehen, sei " ja besser als jeder Film", befand Carpendale.

Mentorin Vanessa erhofft sich von der Reportagereihe "mehr Aufmerksamkeit für die Pflege, allgemein für den Job." Sie solle zeigen, dass mehr dahinter steckt, als nur Pflaster zu kleben. Die Patientinnen und Patienten würden auch viel Privates berichten und würden verlangen, dass man ihnen zuhört. Außerdem kenne sie Kolleginnen und Kollegen, die hingeschmissen haben, da es nicht mehr der gleiche Job wie früher sei. Carpendale gab zu, dass er im Anschluss an die vier Wochen einen kleinen Zusammenbruch hatte, die emotionale und seelische Belastung extrem hoch sei. "Danach gehst du als Schauspieler raus und fragst dich: Was mache ich hier eigentlich?"

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