Streaming-Plan

Macbeth und der Kampf gegen die Schuld: Das sind die Streaming-Tipps der Woche

08.01.2022 von SWYRL

Meisterfilmer Joel Coen bringt "Macbeth" zurück auf die Bildfläche und Sky rekapituliert ein schreckliches Schiffsunglück. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.

Joel Coen wagt sich an einen absoluten Klassiker heran: In Schwarz-Weiß-Bildern an der Grenze zwischen Kino und Theater inszeniert der Filmemacher den rücksichtslosen Machthunger von Macbeth (Denzel Washington) und Lady Macbeth (Frances McDormand) als Kampf gegen Schuldgefühle und eigene Schwächen. "The Tragedy of Macbeth" startet am 14. Januar bei Apple TV+. Was Netflix, Amazon und Co. in den nächsten Tagen sonst noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.

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"The Tragedy of Macbeth", Apple TV+

Wer Shakespeare neu verfilmt, muss eine eigene Vision entwickeln, um sein Publikum zu fesseln: "Macbeth" wurde bereits mehr als zwei Dutzend Mal fürs Kino adaptiert, zuletzt 2015 mit Michael Fassbender und Marion Cotillard in den Hauptrollen. Joel Coen, der zum ersten Mal ohne seinen Bruder Ethan drehte, hat aus seiner Version einen Film für die Ewigkeit gemacht: reduziert, entrückt, sinnlich.

In meisterlichen Schwarz-Weiß-Bildern an der Grenze zwischen Kino und Theater inszeniert Coen den rücksichtslosen Machthunger von Macbeth (Denzel Washington) und Lady Macbeth (Frances McDormand) als Kampf gegen Schuldgefühle und eigene Schwächen. Der Wettlauf gegen die unvermeidliche Selbstzerstörung ist so aussichtslos wie die Hoffnung, dass sich der Nebel in Schottland irgendwann lichtet. "The Tragedy of Macbeth" läuft bereits seit dem 26. Dezember in den Kinos und kommt am 14. Januar auch beim Streamingdienst Apple TV+ ins Programm.

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"Hotel Transsilvanien - Eine Monster Verwandlung", Amazon Prime Video

Graf Dracula und seine Monster-Freunde sind zurück: Wegen einer verhängnisvollen neuen Erfindung der Familie Van Helsing sind der vampirische Hotelbesitzer und seine Gefolgschaft in "Hotel Transsilvanien - Eine Monster Verwandlung" plötzlich in Menschengestalt unterwegs. Nur, wenn die Truppe es rechtzeitig an einen verborgenen Ort am Amazonas schafft, kann sie die ungewollte Verwandlung rückgängig machen.

Ob das gelingt, löst Amazon Prime Video am 14. Januar auf, wenn der vierte Teil der gruseligen Animationsspaß-Reihe beim Streamingdienst des Versandriesen debütiert. Für höllisch gute Unterhaltung sorgen in der deutschen Synchronisation unter anderem die Comedians Rick Kavanian und Anke Engelke, die den liebenswerten Animationshelden bereits zum wiederholten Male ihre Stimmen leihen.

"Euphoria": Staffel 2, Sky Ticket

Eine drogensüchtige Hauptfigur, Selbstverletzung und viel Sex - kein Wunder, dass die HBO-Serie "Euphoria" bei Elternverbänden in den USA nicht auf Gegenliebe stieß. Die TV-Kritiker zeigten sich jedoch sehr angetan von den inneren Kämpfen der Teenagerin Rue ("Spider-Man: No Way Home"-Star Zendaya) und zeichneten die Produktion bei den Emmys 2020 mit drei Preisen aus. Ab 10. Januar sind hierzulande die neuen Episoden der Dramaserie bei Sky Ticket zu sehen.

Zur Handlung der zweiten Staffel ist noch nicht viel bekannt. Im Mittelpunkt steht erneut Rue (Zendaya), die nun nicht nur mit ihrer Drogenabhängigkeit, sondern auch noch mit dem Abschied ihrer Freundin Jules (Hunter Schafer) klarkommen muss. Neben Zendaya und Hunter Schafer sind unter anderem auch Sydney Sweeney als Cassie und Maude Apatow als Lexi wieder mit von der Partie.

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"Costa Concordia - Chronik einer Katastrophe", Sky Ticket

Am 13. Januar 2012 sank das Kreuzfahrschiff Costa Concordia, nachdem es nahe der italienischen Küste einen Felsen gerammt hatte. 32 Menschen kamen im Zuge des Unglücks ums Leben. Zehn Jahre nach der Katastrophe zeigt Sky ab 13. Januar die Dokumentation "Costa Concordia - Chronik einer Katastrophe", eine mitreißende Aufarbeitung der Unglücksnacht.

Mehr als ein bisschen fühlt man sich dabei an jenen Teil von James Camerons Film "Titanic" erinnert, der im Hollywood-Drama etwa anderthalb Stunden dauert. Beinahe auf diese Zeit kommt auch die Koproduktion von Sky und der italienischen RAI. Nur dass man hier Amateuraufnahmen vom Untergang sowie Berichten Überlebender lauscht, also Menschen, die das Unglück tatsächlich erlebten. Im Mix aus Handyfilmen, Augenzeugenberichten und Reenactments gelingt so ein durchaus an die Nieren gehendes Minutenprotokoll des Geschehens.

"Archive 81", Netflix

Bei Netflix wird es übernatürlich: Archivar Dan (Mamaoudou Athie) fällt bei einem Auftrag eine geheimnisvolle Videokassette in die Hände. Der Versuch, das Stück zu reparieren, bringt ihn auf mysteriöse Weise in Kontakt mit der Filmerin Melody (Dina Shihabi). Dan will sie vor ihrem Schicksal bewahren, denn Melody befindet sich in den Fängen eines Teufelskults. Das Problem: Die Regisseurin ist bereits seit 25 Jahren verschwunden.

Die achtteilige Serie "Archive 81" beruht auf dem gleichnamigen Found-Footage-Horror-Podcast, der in den USA große Erfolge feiert und bereits seit drei Staffeln zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer fesselt. Nun hat Drehbuchautorin und Showrunnerin Rebecca Sonnenshine ("Vampire Diaries") den Stoff als Serie inszeniert. Zu sehen gibt es die paranormale Produktion ab 14. Januar bei Netflix.

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