"Frontal 21"

"Massive Tötungsmaschinerie": ZDF-Magazin zeigte schockierende Details über rechtsextreme Terrorzelle

07.04.2021 von SWYRL

Vor über einem Jahr, im Februar 2020, zerschlugen deutsche Sicherheitsbehörden ein rechtsextremes Terrornetzwerk. Das ZDF-Magazin "Frontal 21" berichtete nun über die Terrorzelle "Gruppe S.", die unter anderem einen Angriff auf den Bundestag geplant haben soll.

Wenige Tage noch, dann beginnt am 13. April in Stuttgart der Prozess gegen zwölf Verdächtige. Sie alle waren Mitglieder der "Gruppe S.", einer mutmaßlich rechtsextremen Terrorzelle. Ziel der nach Anführer Werner S. benannten Gruppierung sei es gewesen, durch Anschläge auf Politiker, Geflüchtete und Moscheen "bürgerkriegsähnliche Zustände" in Deutschland herbeizuführen. Darüber berichtete das investigative ZDF-Magazin "Frontal 21" am Dienstagabend.

Wie die Recherche zeigte, sollen unter anderem Anschläge auf die Grünen-Politiker Robert Habeck und Anton Hofreiter geplant gewesen sein. Mehr als 27 erlaubnispflichtige Waffen seien bereits im Besitz der Zelle gewesen, der Kauf weiterer Kriegswaffen sei durch die Festnahme von Werner S. im Februar 2020 verhindert worden.

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"Die 'Gruppe S.' wollte Mitglieder des Deutschen Bundestags liquidieren"

Ralf Michelfelder, Präsident des LKA Baden-Württemberg, bestätigte die Waffenfunde gegenüber "Frontal 21": "Wir sind bei unseren Durchsuchungen auf ein nach meiner Bewertung riesiges Waffenlager gestoßen." Wäre die Gruppe nicht zerschlagen worden, wäre eine "ganz brutale, ganz massive Tötungsmaschinerie" in Gang gesetzt worden, so Michelfelder.

Werner S. plante offenbar, wie es in der Sendung hieß, eine "etwa über 1.000 Mann" starke Miliz aufzubauen, um schließlich den Bundestag zu stürmen. Das geht aus einem Chat der Mitglieder der "Gruppe S." hervor. Im Gespräch mit "Frontal 21" zeigte sich Grünen-Politiker Cem Özdemir äußerst besorgt über die Vorhaben der Verdächtigen: "Die 'Gruppe S.' wollte Mitglieder des Deutschen Bundestages liquidieren, prominente Politiker umbringen und dadurch eine Art Chaos in der Republik erzeugen, Angst und Schrecken erzeugen." Das müsse man ernst nehmen, so der 55-Jährige.

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