ALS-Patient

Trauer um den Mitbegründer der Ice Bucket Challenge

23.11.2020 von SWYRL

Für viele war die Ice Bucket Challenge im Jahr 2014 ein großer Spaß - allerdings einer mit ernstem Hintergrund. Die Social-Media-Kampagne machte auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam. Nun ist Mitbegründer Patrick Quinn an eben jener Krankheit verstorben.

Er war mitverantworlich dafür, dass sich Menschen rund um den Globus für den guten Zweck einen Eimer mit eiskaltem Wasser über den Kopf schütteten. Die sogenannte Ice Bucket Challenge ging im Jahr 2014 via Social Media um die Welt, um auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam zu machen. Wie die ALS Association nun mitteilte, ist Mitbegründer Patrick Quinn, der seine Diagnose vor sieben Jahren erhielt, mit 37 Jahren an der Krankheit verstorben. Die Mitteilung bezeichnet Quinn als "ALS-Helden", der nicht weniger als "eine der größten Social-Media-Kampagnen der Geschichte" groß gemacht habe.

Es ist erst ein knappes Jahr her, dass sein ehemaliger Mitstreiter Pete Frates an ALS starb. Der ehemalige US-College-Baseballer wurde 34 Jahre alt und gab der Ice Bucket Challenge ein Gesicht. Allein im Jahr 2014 soll laut des US-Portals ESPN durch die Ice Bucket Challenge eine Spendensumme von über 220 Millionen Dollar zusammengekommen sein.

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Eiskalte Wasserdusche für Aufmerksamkeit

Die Challenge funktionierte folgendermaßen: Die Teilnehmer filmten, wie sie sich einen Kübel kaltes Wasser über den Kopf gossen - oder gegossen bekamen -, und stellten das Video ins Netz. Jeder Clip endete mit der Aufforderung an Freunde, ebenfalls an der Challenge teilzunehmen sowie Geld für die Erforschung von ALS zu spenden.

Bei Amyotropher Lateralsklerose handelt es sich um eine schwere Nervenerkrankung, deren Ursache mit Ausnahme erblicher Formen unklar ist. Im Verlauf der Nervenkrankheit können sich Betroffene nicht mehr bewegen. Zwar bleiben sie meist geistig fit, bekommen jedoch Probleme mit dem Schlucken, Sprechen und Atmen. Die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke gibt an, dass weltweit ein bis zwei von 100.000 Personen pro Jahr an ALS erkranken. Der Großteil dieser Menschen ist älter als 50 Jahre.

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