RTL-Studienreihe

Neue Lockdown-Studie: So hilft das Fernsehen gegen Corona-Frust

23.02.2021 von SWYRL

Die "Corona-Müdigkeit" ist überall zu spüren, viele empfinden den Lockdown als eine große Belastung. Eine Studie der Mediengruppe RTL warf nun einen Blick ins Seelenleben der Deutschen - und zeigte, wieso ausgerechnet Reality-TV durch die Krise helfen kann.

Der Lockdown stellt viele Deutsche vor eine große emotionale Herausforderung. Das bestätigte nun auch eine Studie des Fachbereichs für Daten und Forschung der Mediengruppe RTL, DATA Alliance. Im Zuge der Ad Alliance-Studienreihe "Die Corona-Pandemie und ihr Einfluss auf den Alltag" gaben 20 Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren mithilfe von tiefenpsychologischen Interviews einen Einblick in das aktuelle Seelenleben der Deutschen. Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich, wie groß die Belastung durch den Lockdown wirklich ist: Die Befragten berichteten entweder von "Lähmung und Resignation" oder von anhaltender "Nervosität und Unruhe".

Insgesamt sechs Symptome sollen die beobachtete "Corona-Müdigkeit" kennzeichnen: ein stressbedingt "extremeres" Leben, Monotonie im Alltag, Vereinsamung, fehlende Gesprächsthemen, Kommunikationsverlust und die Angst davor, Freundschaften zu verlieren und die eigenen Kinder zu belasten. Laut der Studie hätten die Probanden verschiedene Strategien entwickelt, um mit den neuen Herausforderungen umzugehen. Einige der Befragten berichteten, sie hielten bewusst an gewohnten Routinen fest und nutzten die Zeit, um Zukunftspläne zu schmieden. Ein anderer Teil der Umfrage-Teilnehmer wiederum gab an, das Gefühl zu genießen, in den Tag hineinzuleben und sich "vermeintlich um nichts mehr kümmern zu müssen".

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Fernsehen als Bindeglied zur Außenwelt

"Fakt ist, dass sich Einstellungen und Werte verändert haben und dass es ein enormes Bedürfnis gibt, sich etwas Gutes zu gönnen - aktuell sowie zu einem späteren Zeitpunkt", erklärt Karin Immenroth, Chief Data und Analytics Officer der DATA Alliance. Sie sieht in dem Wunsch nach Ablenkung vor allem auch eine Chance für die Medienlandschaft. "Die Veränderungen in Deutschland werden nachhaltig sein, und daher wird in jeglicher Hinsicht Kreativität wichtiger denn je sein", so Immenroth. Streaming-Angebote sowie lineares Fernsehen seien ideale "Alltagsbegleiter" und nebenbei auch ein Bindeglied zur Außenwelt - schließlich nutzen viele Deutsche das TV-Gerät, um sich über aktuellen Geschehnisse zu informieren.

Laut der Studie seien vor allem Reality-Shows durch ihren "hohen Unterhaltungswert" ein beliebtes Mittel, um den Kopf freizubekommen und sich besser zu fühlen. Doch auch die "Vertrautheit und die ständige Verfügbarkeit" alltäglicher Programme mache lineares Fernsehen für viele der Befragten zu einer wertvollen Stütze während des Lockdowns. Das "klassische Fernsehen" bring "vertraute Farbigkeit in den Alltag", heißt es in der Studie. Es ermögliche "ein sich 'Gehenlassen": "Diese Vertrautheit und die ständige Verfügbarkeit sorgen in Corona-Zeiten für eine noch stärkere Nutzung über den Tag hinweg - TV wird sozusagen zur 'Gesellschaftsdame', denn dadurch sieht man andere Menschen, Gesichter und Emotionen, fühlt sich weniger allein, ist stärker ein Teil von Etwas und nimmt am 'normalen' Leben teil."

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