Schlagerstar

Roland Kaiser übers Gendern: "Man muss Sprache korrigieren"

16.09.2022 von SWYRL

Er wolle nicht "sturköpfig und starr" werden und sei für das Thema Gendern offen: In einem Interview mit "t-online" spricht sich Schlagerstar Roland Kaiser dafür aus, die deutsche Sprache zu "korrigieren".

Er ist einer von Deutschlands erfolgreichsten Schlagerstars: Roland Kaiser feierte im Mai seinen 70. Geburtstag, fühlt sich dank seiner Kinder aber immer noch "neugierig und jung", wie er nun in einem Interview mit "t-online" verriet: "Ich lerne von ihnen, ihre Perspektive einzunehmen und diese mit meiner abzugleichen. Ich will nicht starrköpfig und stur werden." Durch Kinder lerne man auch, "das Thema mit dem Gendern anders zu nehmen", sagte Kaiser.

Es sei "etwas Positives" sich damit auseinanderzusetzen und die Beweggründe verstehen zu wollen: "Das ist auch für ältere Menschen ein vernünftiger Lernprozess", ist sich der Schlagerstar sicher. In der Weiterentwicklung von Sprache stecke "eine Menge Toleranz und Reflexion", eine stetige Anpassung sei notwendig: "Man muss die Sprache korrigieren. Manche Begriffe und Redewendungen sind Hunderte von Jahren alt. Das ist nicht immer zeitgemäß. In der Sprache entwickelt sich ein neues Bewusstsein, und wir müssen uns dieser Entwicklung stellen", führte Kaiser seine Position aus.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter
Mit Anklicken des Anmeldebuttons willige ich ein, dass mir die teleschau GmbH den von mir ausgewählten Newsletter per E-Mail zusenden darf. Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und kann den Newsletter jederzeit kostenlos abbestellen.

Roland Kaiser: Ist ein drittes Auto in der Familie Lebensqualität

Er selbst habe schon immer gegendert, so der Schlagerstar: "Ich sage beispielsweise 'Schülerinnen und Schüler' oder 'Zuschauerinnen und Zuschauer'." Eine Pause beim Sprechen mache er nicht, sei aber offen sich anzupassen, bestimmte Dinge müsse man "noch dazulernen", erklärte Kaiser.

Auch über die Zukunft seiner Kinder macht Kaiser sich Gedanken, die Anstrengungen, die unternommen werden müssen, um Kindern eine lebenswerte Welt zu erhalten, seien "mannigfaltig". Man müsse auch nachdenken, was Lebensqualität sei: "Ist Lebensqualität das dritte Auto in der Familie oder der fünfte Fernsehapparat oder ist es nicht eher sauberes Wasser und saubere Luft? Das gilt es zu definieren." Für ihn bedeute Lebensqualität vor allem, "dass man gesund ist": "Gleichzeitig versuche ich mir immer ins Gedächtnis zu rufen, nachhaltig zu handeln, da noch Generationen nachfolgen."

Das könnte dir auch gefallen


Trending auf SWYRL