Deutsche Nationalmannschaft

Sexistischer Spruch von Steffen Freund: RTL-Fußballexperte erntet Kritik

12.10.2021 von SWYRL

Das WM-Ticket für das Turnier 2022 in Katar ist gelöst. Am Montagabend brachte die deutsche Nationalmannschaft die Qualifikation unter Dach und Fach. Nach dem Spiel beherrschte allerdings RTL-Experte Steffen Freund die Schlagzeilen - wegen eines sexistischen Spruches.

Der neue Trainer Hansi Flick macht der deutschen Nationalmannschaft Beine: Seit der neue Coach und Nachfolger von Jogi Löw im September sein Debüt als DFB-Coach gab, feierte das Team um Kapitän Manuel Neuer fünf Siege in fünf Spielen. Am Montagabend folgte der vorläufige Höhepunkt: Dank eines ungefährdeten 4:0-Sieges gegen Nordmazedonien sicherte sich die deutsche Mannschaft ein Ticket für das WM-Turnier im kommenden Jahr in Katar. Nach dem Spiel war es in den sozialen Medien aber nicht unbedingt der Sieg, über den Fans debattierten, sondern eine umstrittene Aussage des RTL-Fußballexperten Steffen Freund.

Der Europameister von 1996 kommentierte eine Verletzungsunterbrechung eines nordmazedonischen Spielers mit dem Spruch: "Das tut schon beim Hingucken weh!" Außerdem fügte Freund abschätzig hinzu: "Die Frauen zu Hause bitte wegschauen bei dieser Zeitlupe." Dieser sexistische Zusatz sorgte in den sozialen Medien für Entsetzen. Via Twitter schrieb ein Nutzer sarkastisch: "Auch Frauen können harte Zweikämpfe angucken, ohne anfangen zu weinen. Steffen Freund ist schockiert." Eine andere Nutzerin warf die Frage auf: "Aus welchem Vokuhila-Jahrhundert kommt Steffen Freund? Gruß an alle Krankenschwestern und Ärztinnen."

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Verbalpatzer auch im "Doppelpass"

Steffen Freund reagierte bis dato noch nicht auf die Diskussionen rund um seine Person - allerdings ist es nicht die erste verbale Entgleisung des Ex-Kickers im Live-TV. Im November 2020 behauptete Freund im Fußball-Talk "Doppelpass", die disziplinarischen Probleme der damaligen Schalke-04-Spieler Amine Harit und Nabil Bentaleb rührten von ihrer marokkanisch-französischen beziehungsweise algerisch-französischen Herkunft.

Anschließend entschuldigte sich Freund via Twitter für seine Äußerung: "Niemand ärgert sich darüber mehr als ich, dass ich mich in der live Sendung #dopa leider so missverständlich ausgedrückt habe. Dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen." Er verabscheue "jede Form von Rassismus".

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