Terra X: Kielings wilde Welt - Zurück zur Natur - So. 11.04. - ZDF: 19.30 Uhr

Tierfilmerei in der Pandemie

05.04.2021 von SWYRL/Eric Leimann

Drei neue Reportagen mit Andreas Kieling zeigt das ZDF an den kommenden Sonntagabenden. Auch der ungewöhnliche Tierfilmer ist von der Corona-Pandemie betroffen. Passend dazu zeigt er verblüffende Beispiele des fragilen Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur.

Wer Tiefilme dreht, braucht einen langen Atem. Eine Eigenschaft, die Andreas Kieling besitzt. Seit 30 Jahren ist der 61-jährige Thüringer in der Welt unterwegs. Mit Ruhe, Geduld und einer tiefen Zuneigung für die Wunder der Schöpfung, welche er unaufgeregt, aber eben auch eindringlich in deutsche Wohnzimmer zu transportieren versteht. Im Pandemie-Jahr 2020 konnte Kieling allerdings "nur" in Deutschland reisen, was er jedoch keineswegs limitierend empfand, so Kieling. Immerhin: Bereits vor Corona filmte er unter anderem im amerikanischen Yellowstone National Park, in Australien und Slowenien.

Drei neue 45-Minuten-Filme sind dabei herausgesprungen, die das ZDF an den kommenden Sonntagen jeweils um 19.30 Uhr zeigt. Sie stehen unter der Überschrift sich verändernder Öko-Systeme: Wie hat sich die Natur durch den Eingriff des Menschen verändert? Und wie versucht man heute, mit diesen Verschiebungen umzugehen oder sie zu reparieren?

Rund 70 Jahre lang gab es im Yellowstone National Park, Wyoming, keine Wölfe mehr. Der Mensch hatte sie ausgerottet, doch dem Öko-System tat das nicht gut. Vor 25 Jahren wurden 41 kanadische Timberwölfe als Notfall-Maßnahme wieder angesiedelt - und die Population entwickelt sich gut.

In Australien ist der putzige Koala-Bär in Not. Der Grund: Er ernährt sich fast ausschließlich von Eukalyptus, dem durch den Klimawandel wichtige Nährstoffe verloren gingen. In Slowenien haben sich wieder Bären angesiedelt, doch viele "Anwohner" sind nicht glücklich damit.

In Deutschland gibt es neuerdings wild lebende, exotische Vögel. An Rhein, Main und Neckar hat sich der aus Indien stammende Halsbandsittich angesiedelt. Doch wie sieht sein Einfluss auf alteingesessene Höhlenbrüter wie Stare und Dohlen aus? Auf mehreren Stationen pro Film zeigt Wolfgang Kieling, wie faszinierend, brüchig, aber auch hoffnungsvoll das Zusammenleben von Mensch und Natur sein kann.

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