Far Cry 6

Rassismus und Speziesismus: PETA kritisiert "Far Cry 6"

11.10.2021 von SWYRL

Die Organisation PETA setzt sich weltweit für Tierrechte ein. Dabei kritisiert sie nicht nur reale Gewalt, sondern prangert auch immer wieder fiktive Inhalte an, beispielsweise in Videospielen. Aktuell nennt PETA "Far Cry 6" rassistisch und speziesistisch.

Die Abkürzung PETA steht für "People for the Ethical Treatment of Animals". Weltweit prangert die Organisation Tierleid an. Kritiker wiederum beklagen, dass PETA manchmal zu weit gehen würde. Insbesondere, wenn die Verbrechen an Tieren gar nicht real stattfinden, sondern in fiktionalen Inhalten.

Insbesondere Videospiele nimmt PETA gern ins Visier. Der jüngste Fall: "Far Cry 6". Während es für PETA unerheblich ist, dass es menschliche Figuren in dem Actionspiel nicht leicht haben, auf der malerischen Insel Yara zu überleben, protestieren die Tierrechtler gegen ein Minispiel in dem Ubisoft-Blockbuster. Darin ist es möglich, geheime Hahnenkampf-Events zu finden und in einem Minispiel auszutragen.

Die Machart der Duelle ist als humoristische Persiflage von Beat'em-ups wie "Street Fighter" und "Mortal Kombat" leicht zu identifizieren. Den Tierrechtlern aber vergeht bei diesen Szenen das Lachen aus gleich mehreren Gründen: Neben der offensichtlichen Gewalt gegen Tiere wirft PETA "Far Cry 6" auch noch Speziesismus vor. Gemeint ist damit die Diskriminierung von Lebewesen allein aufgrund ihrer Artzugehörigkeit.

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Kann ein Videospiel Tieren schaden?

PETA Latino, die lateinamerikanische Niederlassung der Tierrechtsorganisation, richtet noch einen weiteren Vorwurf an Ubisoft: Sie empfindet die Hahnenkampf-Momente in "Far Cry 6" auch als rassistisch. Die Argumentation: Der erfundene Inselstaat Yara erinnert nicht zufällig an Kuba. Hahnenkämpfe seien allerdings laut PETA Latino nicht Teil der lateinamerikanischen Kultur wären.

Die Kritik an Videospielen hat bei PETA mittlerweile Tradition. Bei "Far Cry 5" beispielsweise bemängelten die Tierrechtler, dass Spieler Fische jagen können und dafür belohnt werden. Auch das Switch-Spiel "Animal Crossing", das aus Nintendos Sicht äußerst tierlieb ist, war für PETA kritikwürdig. Unter anderem, weil man Fische für ein Museums-Aquarium sammeln und Schmetterlinge fangen kann. Auch Nintendos Maskottchen Mario stellte PETA einst an den Pranger, weil er in "Super Mario 3D Land" in ein Waschbärenfell als Kostüm schlüpfen konnte.

Aber welches Problem hat PETA mit Gewalt, die nicht real ist? Die Antwort ist ganz einfach: Die Spiele würden auf diese Weise Werte vermitteln, die dem Tierwohl entgegenstehen. Die Organisation begrüßt dagegen Inhalte, die Menschen darauf sensibilisieren, dass die Rechte von Tieren noch oft unbeachtet bleiben.

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