"Wer wird Millionär?"

"Wie aus dem Gesicht geschnitten": Promi-Doppelgängerin sorgt bei Jauch für unverwechselbaren Moment

Auf den ersten Blick erkannt? Oder mussten Sie zweimal hinsehen? Bei "Wer wird Millionär?" sorgte Simone Quilitz für akute Verwechslungsgefahr, während Günther Jauch ein OP-Trauma seiner Kinderheit aufarbeitete.

Dass Günther Jauchs Kandidaten ihre 15 bis 50 Minuten Fernsehruhm bei "Wer wird Millionär?" mitunter für ein Stellengesuch nutzen, kommt bisweilen vor. Der Auftritt von Simone Quilitz wird aber unverwechselbar bleiben - so viel steht fest.

"Mit ihr sind wir in drei Minuten durch", glaubte Jauch zu Beginn noch fassungslos. Nicht etwa, weil die Kandidatin Gefahr lief, an ihrer Unwissenheit zu scheitern, sondern weil sie die meisten Antworten bereits der Fragestellung lieferte. Kurzum: Simone Quilitz wusste zu viel - zumindest aus Sicht des Moderators, der die Million stets vehement verteidigen will. Jauchs Strategie: ein Ablenkungsmanöver. "Wir haben gehört, dass Sie ständig mit Annette Frier verwechselt werden", läutete er den Smalltalk ein.

Das könne er gut nachvollziehen, gestand er, denn Simone Quilitz sähe der Schauspielerin ("Danni Lowinski") "wie aus dem Gesicht geschnitten" ähnlich. "Haben Sie sie Mal getroffen?", bohrte Jauch nach. Tatsächlich hatte die Kandidatin ihrem prominenten Ebenbild vor fünf Jahren nach einer Theateraufführung Auge in Auge gegenüber gestanden. Das Original staunte demnach nicht schlecht über das sprechendes Spiegelbild.

Dass sie auf die Ähnlichkeit angesprochen wird, ist Simone Quilitz gewohnt. "Ist es noch lustig oder nervt es schon?", wollte Jauch wissen. Die Dame versicherte, dass sie noch immer amüsiert sei von den Verwechslungen. Dann kam der direkte Aufruf: "Ich biete mich auch an als Double, falls sie mal nicht möchte." Ob Annette Frier darauf zurückkommt? Oder zumindest eine Agentur, die Doppelgänger vermittelt? Jauch jedenfalls lobte das eigenmächtige Engagement der Kandidatin: "Und so kommt man ins Business", stellte er fest.

Jobgesuch per Fernsehen

Die Double-Tätigkeit war nicht der einzige Traum im Leben von Simone Quilitz. Jauch fragte, was sie mit 32.000 oder gar 64.000 Euro plane. Ein Selfie mit einem Quokka, so die überraschende Antwort. Diese würden schließlich als niedlichste Tiere der Welt gelten. "Sie wollen für 64.000 Euro ein Foto mit einer Beutelratte machen?", fasste Jauch ungläubig zusammen. Nein, das wäre ja absurd! Sondern für 32.000 Euro. Mehr war nämlich nicht drin für die Kandidatin. Die 64.000-Euro-Frage "ist mir doch zu heiß", so Qulitz. Sie lautete: "Wer hierzulande eine Fiktionsbescheinigung ausgestellt bekommt, ist ...?" A) Hochbegabt, B) Ausländer, C) Schwanger oder D) Selbständiger.

Simone Quilitz gab auf, erklärte aber, sie hätte hochbegabt gewählt. "Es sind die Ausländer", erklärte Jauch. Es ginge um vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen. Abgeleitet von lateinischen "fictio". Mit Fiktion war dies im Gegensatz zur Vermutung der Kandidatin nicht zu übersetzen, sondern mit der "Annahme". Nämlich der Annahme, dass die Betroffenen noch eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten würden. Ob Simone Quilitz noch ein Engagement als Annette Frier-Doppelgängerin erhalten wird? Die Chancen dafür stehen vermutlich gar nicht schlecht.

"Die haben mir den halben Wanst aufgeschnitten"

Den Anfang an diesem Montagabend machte Benjamin Witzel aus Münster. Der Überhangkandidat aus der letzten Folge startete bei 2.000 Euro. Seine Superkraft? Er kann in 13 Sprachen fluchen. "Das hat aber nicht nur mit meinen Reisen zu tun. Ich hatte in der Schule früher Leute in der Klasse, die aus anderen Ländern sind. Und die haben mir das dann beigebracht." Grund zum Fluchen hätte er bei der 64.000-Euro-Frage gehabt, denn die ließ ihn unsanft auf 16.000 Euro fallen. "Wessen Großvater stammt aus der flämischen Stadt Mechelen?" Witzel fand, Haydn würde flämisch klingen. Richtig war aber Beethoven. Das "van" im Namen des Komponisten hätte ihn stutzig machen müssen ...

Ärztin Fabienne Liese aus Köln musste sich von Günther Jauch eine ungefragte Eheberatung gefallen lassen. Dass sie ihren im Publikum sitzenden Gatten direkt nach einer Fernbeziehung geheiratet hatte, ohne das Zusammenleben vorher zu testen, fand der Moderator "brandgefährlich". Die Kandidatin dagegen war noch im Romantik-Modus und ließ sich diese Stimmung von Jauchs Pessimismus nicht verderben.

Und auch das Poltern gegen vermeintlichen Ärztepfusch nahm Fabienne Liese gelassen hin. Jauch wollte sich mit Blick auf seine eigene Krankengeschichte vergewissern: "Wie groß darf bei einem zehnjährigen Kind heute eine Blinddarmnarbe sein?" Sie deutete mit ihren Fingern wenige Zentimeter an, was Jauch auf die Palme brachte: "Bei mir haben die sich keine Mühe gegeben, die haben mir den halben Wanst aufgeschnitten", empörte sich der Moderator. "Unverschämt!", fand er das - ebenso wie seinen damals zweiwöchigen Aufenthalt, ehe Jauch den Bogen zur Gegenwart schlug: "Sie liegen im Krankenhaus immer genau so lang, dass das Krankenhaus gut verdient", führte er aus. "Das haben sie gut erklärt", beendete Kandidatin Liese trocken die Sprechstunde - und träumte weiter von einem Karussell zur Hochzeitsfeier. Jauch dürfe auch kommen. Der Moderator wollte die Einladung aber nur annehmen, wenn er auf einem Hubschrauber sitzen dürfe. Für die gewonnenen 16.000 Euro sollte ein Miet-Karussell finanzierbar sein. Sogar eines mit einem Hubschrauber für den kleinen Günther.


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