Tech-Unternehmer

"Würde wahnsinnig werden": Deswegen hat Frank Thelen keine Lust auf ein politisches Amt

06.09.2021 von SWYRL

Mit seiner politischen Gesinnung hat Frank Thelen in der Vergangenheit nicht hinterm Berg gehalten. Welche Folgen diese offene Haltung auf seinen beruflichen Alltag hatte und mit was er via Social Media zu kämpfen hatte, verriet der Investor nun in einem Podcast.

Von seiner jahrelangen Tätigkeit als Investor in der VOX-Show "Die Höhle der Löwen" kennt man Frank Thelen als Mann der klaren Worte. Ob er begeistert von einem Firmenkonzept war oder die Unternehmensphilosophie als Schnapsidee wahrnahm, ließ Thelen die Gründer stets merken. Auch was seine politische Haltung angeht, spielt der Unternehmer mit offenen Karten - und musste deswegen mit ungewöhnlichen Konsequenzen leben, wie Thelen im Podcast "OMR" verriet.

"Wenn du dich politisch äußerst, verlierst du Follower", zog der 45-Jährige ein hartes Fazit zu seinem Bekenntnis zu CDU/CSU und FDP und seiner Wahlkampfspende an die FDP. Doch nicht nur über die sozialen Medien habe Thelen die Auswirkungen gespürt, sie strahlten bis in seinen Berufsalltag aus.

Konkret hätten ihm Kooperationspartners ein Ende der Zusammenarbeit angekündigt, sollte er sich wiederholt politisch äußern - völlig unverständlich für den Tech-Unternehmer: "Es ist ja nicht so, als wäre ich für die AfD oder eine linksradikale Partei oder würde sagen: Covid, das ist Blödsinn von der Regierung." Stattdessen sei er lediglich offen mit seiner Zustimmung für demokratische Parteien umgegangen.

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Frank Thelen mit klarem Nein zu einem politischen Amt

Entmutigen lassen will sich Thelen von den teils krassen Reaktionen aber nicht. Im Gegenteil: Im Podcast forderte er die Hörerinnen und Hörer gar auf: "Folgt den anderen Parteien, folgt Leuten, die eine andere Meinung haben." So könne man auch der Entstehung persönlicher Filterblasen entgegenwirken.

Trotz seines politischen Interesses und seiner starken Stimme schob Frank Thelen Spekulationen, er würde in die Politik gehen wollen, entschieden einen Riegel vor. "Ich werde das nicht tun, weil ich einfach wahnsinnig werden würde", machte er deutlich - obwohl er immer wieder Angebote auf politische Ämter bekommen würde. Er wolle sich nicht mit Freigabeschleifen, Budgetplanungen und angeblichen Beschränkungen der freien, öffentlichen Äußerung herumschlagen. "Ich erschieße mich oder die anderen, das ist einfach nicht kompatibel", bilanzierte er unter Verweis auf seine fehlende Geduld und Zeit.

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