Take That zu viert?
Vor 30 Jahren spielten Take That ihr (vorläufig) letztes Konzert. Die Fans? Völlig am Ende! Doch nicht nur das Ende der Boyband ließ für ihre Anhängern eine ganze Welt zusammenbrechen ...
© Mirrorpix/Andy Stenning/Getty ImagesTake That Fan
Wer sich heute nicht mehr vorstellen kann, wie das damals war mit dem Hype um Take That: Das Bild zeigt das Jugendzimmer eines Fans im Jahr 1993. Oben, unten, links, rechts, alles zugepflastert mit Postern. Poster, die wahrscheinlich irgendwann in rasender Verzweiflung von der Wand gerissen wurden ...
© Erica Echenberg/Redferns/Getty ImagesTake That
Robbie Williams, Mark Owen, Jason Orange, Gary Barlow und Howard Donald (von links) - einer schnuckeliger als der andere. Jeder Fan hatte seinen persönlichen Liebling, wie das damals eben so war in Boyband-Zeiten, aber man war sich einig: Take That ist die beste Band der Welt! Zumindest war sie das, bis Robbie alles kaputtgemacht hat.
© Getty Images/Tim RoneyRobbie lieber solo
Robbie Williams verließ die Band im Juli 1995. Es war für ihn auch rückblickend eine gute Entscheidung, schließlich startete er danach eine äußerst erfolgreiche Solokarriere. Aber für Take That war sein Ausstieg der Anfang vom Ende.
© Mirrorpix/Chris Grieve/Getty ImagesTake That zu viert?
Jason, Gary, Mark und Howard beendeten nach Robbies Ausstieg noch eine laufende Welttournee, aber es war einfach nicht mehr dasselbe. Im Februar 1996 kündigten Take That ihre Auflösung an, worauf die "Bravo"-Redaktion sogar eine "Dr.Sommer"-Notfall-Hotline für verzweifelte Fans einrichtete. Am 30. März waren sie noch zu Gast bei "Wetten, dass ..?" (Bild), am 4. April gaben Take That in Amsterdam schließlich ihr (vorläufig) letztes Konzert.
© IMAGO / teutopressTake That zu dritt
Auch, wenn man einige Zeit brauchte, um sich damit anzufreunden: Irgendwie funktionierten Take That dann doch ohne Robbie Williams. 2005 kam es zur Reunion, seit dem Ausstieg von Jason Orange 2014 sind Howard (Mitte), Gary (links) und Mark nun als Trio unterwegs.
© Tristan Fewings/Getty Images for ABAThe Beatles
Es ist so etwas wie die Mutter aller Bandtrennungen: Als Paul McCartney (links) am 10. April 1970, das Ende der Beatles verkündete, stand die Popwelt für mehr als einen Moment still.
© John Pratt/Keystone/Getty ImagesThe Beatles
Diese Bandtrennung war, subjektives Fan-Empfinden und "Beatlemania" hin oder her, wahrscheinlich die schmerzhafteste der Pop-Geschichte. Die Beatles waren die wichtigste Band des 20. Jahrhunderts, obwohl zwischen Bandgründung und Auflösung nur zehn Jahre lagen. Wenn man etwa die Doku "Get Back" (Bild, bei Disney+) sieht und sich vorstellt, was sie als Gruppe noch alles hätten erreichen können, könnte man heute noch heulen.
© 2020 Apple Corps Ltd. / Disney / Linda McCartneyDie Schuldfrage
Die erste Reaktion, als Paul McCartney (rechts) 1970 das Ende der Beatles bekanntgab: Schock! Dann wurde aber auch direkt nach einem Schuldigen gesucht. Viele frustrierte Anhänger machten John Lennon und Yoko Ono für den Niedergang der Band verantwortlich. Die Wahrheit ist aber auch: Für eine gemeinsame Band waren die Egos von Lennon und McCartney auf Dauer wohl einfach zu groß.
© Getty Images/Stroud/ExpressBittersüßer Abschied
Ein bittersüßer Abschied, auch wenn es damals noch nicht so geplant war: Am 30. Januar 1969 absolvierten die Beatles über den Dächern Londons ihren letzten gemeinsamen Live-Auftritt. Das legendäre "Rooftop Concert" fand im Rahmen der Aufnahmen für das Album "Let It Be" und einen gleichnamigen Dokumentarfilm statt. Ein historischer Pop-Moment, festgehalten in Bild und Ton.
© Evening Standard/Hulton Archive/Getty ImagesNew Kids on the Block
Das hier ist wohl so etwas wie die Mutter aller schlimmen Boyband-Trennungen: New Kids on the Block feierten riesige Erfolge in einer Zeit, als Take That und die Backsteet Boys noch feuchte Manager-Träume waren. Und dann wurde das Quintett auch zur ersten Boygroup, die unter riesigem Wirbel von der Bühne abtrat.
© Michel Linssen/Redferns/Getty ImagesTragisches Pop-Phänomen
New Kids on the Block wurden ab den späten 80-ern als internationales Pop-Phänomen gefeiert, irgendwann traten dann aber auch die Schattenseiten des Erfolgs zutage. Bei einem Konzert 1992 in Seoul (Südkorea) kam es zu einer Massenpanik, im Zuge derer ein 17-jähriger Fan starb. Die Band zog sich daraufhin weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück.
© Getty Images/Michel Linssen/RedfernsDemos und eine "Rettungsaktion"
Die Fans veranstalteten Demos, Teenager-Magazine initiierten eine "Rettungsaktion", doch offenbar war da nicht mehr viel zu retten. Jordan Knight, Joey McIntyre, Jonathan Knight, Danny Wood und Donnie Wahlberg (von links) veröffentlichten noch ein Album, zu dem sie vertraglich verpflichtet waren, ehe New Kids on the Block 1994 das Ende der Band bekanntgaben.
© Mick Hutson/Redferns/Getty ImagesKleines Happy End
Wie es so ist im Boyband-Geschäft: Irgendwann kamen New Kids on the Block dann doch wieder. Allerdings reichlich spät. Nach der Reunion 2008 als "The Block" traten New Kids on the Block zwischen 2010 und 2012 gemeinsam mit den Backstreet Boys als "NKOTBSB" auf (Bild).
© David Surowiecki/Getty ImagesOasis
"And after aaaall you're my wonderwaaaall": Was auch immer Rockfans in den 90-ern jenseits von Grunge und Metal gesucht haben mögen, bei Oasis fanden sie es. Die Bandköpfe Liam (links) und Noel Gallagher etablierten mit Britpop ein neues Genre und hinterließen auch in der zeitgenössischen Mode ihre Spuren. Parka-Träger? Oasis-Fan!
© Des Willie/Redferns/Getty ImagesCooler als alle anderen
Oasis - das war nicht nur irgendeine Band, sondern ein Lebensgefühl! Noel (links) und Liam posaunten immer wieder heraus, die geilste Band auf dem Planeten zu sein, und das färbte auch auf die Fans ab. Oasis-Jünger fanden sich selbst immer viel cooler als die versifften Grunger oder die Schwachmaten von der Headbanger-Fraktion. Aber irgendwann war es dann vorbei mit der Coolness.
© Getty Images/Vittorio Zunino CelottoOasis
Eigentlich musste man sich ja wundern, dass es so lange gedauert hat: Nach Prügeleien und unzähligen gegenseitigen Anfeindungen beendeten Noel (links) und Liam Gallagher 2009 das Kapitel Oasis. Dass das mit den beiden nicht auf Dauer gutgehen konnte, war jedem Fan klar. Wehgetan hat es trotzdem.
© ARTE / Elite Film... oder doch Schrecken ohne Ende?
Eine Band löst sich auf, jeder geht seines Weges und der Schmerz lässt irgendwann nach: So funktionierte es bei Oasis leider nicht. Liam Gallagher (Bild) träumte öffentlich von einer Reunion und machte den Fans Hoffnung, Noel sagte immer wieder "niemals". Bis letztes Jahr ein Umdenken einsetzte: 2025 gingen Oasis tatsächlich gemeinsam auf Welttournee.
© Roberto Finizio/NurPhoto/Getty ImagesSpice Girls
Nur wenige Bands mischten die Pop-Welt in den 90-ern so auf wie die Spice Girls. Natürlich auch, weil für wirklich jeden Geschmack etwas dabei war: "Posh Spice" Victoria Beckham, "Baby Spice" Emma Bunton, "Scary Spice" Mel B, "Ginger Spice" Geri Halliwell und "Sporty Spice" Mel C (von links) - das war schon ein sehr bunt zusammengewürfelter Haufen, und das war sicher auch kein Versehen.
© Time & Life Pictures/Getty ImagesTschüss, Geri!
Die Spice Girls waren in Sachen Identifikationspotenzial maximal breit aufgestellt, entsprechend groß war dann aber auch der Kummer bei den Fans, als die Truppe auseinanderfiel. Es gab Ärger mit dem Management, interne Streitereien und hier und da auch den Wunsch, sich solo zu verwirklichen. Geri Halliwell (Mitte) stieg 1998 als erstes Spice Girl aus.
© Brian Rasic/Getty ImagesEin elendes Auf und Ab
Seit Halliwells Ausstieg 1998 ist es mit den Spice Girls ein ständiges, elendes Auf und Ab. Die Fans durften sich seit der ersten Auflösung 2001 bereits über vier (!) Reunions freuen, so wie damals wird es aber wohl nie mehr: Victoria Beckham (Bild, zweite von links) macht inzwischen lieber Mode und möchte mit dem Musik-Business definitiv nichts mehr zu tun haben.
© Brian Rasic/Getty ImagesTic Tac Toe
"Tic Tac Toe Forever"? Leider nein. Diese Geschichte ist eher irgendwo zwischen "Leck mich am A, B, Zeh", "Verpiss' dich" und "Ich find' dich sch..." angesiedelt. Klar, Tic Tac Toe waren nicht Take That oder die Beatles, aber ihr krachendes Ende wird es auch in vielen Jahren noch in jedes Best-of der schmerzhaftesten Bandtrennungen schaffen.
© Franziska Krug/Getty ImagesDauergast in der "Bravo"
Viele Seiten im deutschen Pop-Geschichtsbuch gibt es dafür nicht, aber die sind dafür voll mit gesalzenen Songtiteln und pikanten Anekdoten: Lee (links), Jazzy (Mitte) und Ricky waren zwischen 1995 und 1997 gemeinsam als Tic Tac Toe aktiv. Sie landeten in kürzester Zeit einen saufrechen Hit nach dem anderen und waren in jeder "Bravo"-Ausgabe zu finden.
© Ullstein Bild/RDB/Bruno Torricelli/Getty ImagesPressekonferenz des Grauens
Zwischen die Erfolge mischten sich aber auch bald Negativschlagzeilen und immer mehr öffentlich ausgetragene Zankereien. Als bei einer Pressekonferenz 1997 Einigkeit demonstriert werden sollte, kam es vor laufenden Kameras zum Streit. Sogar die "Tagesthemen" berichteten damals über den Tic-Tac-Toe-Eklat, von dem sich die Band trotz einiger Comeback-Versuche nie erholte. Schnief!
© Getty Images/Clemens Bilan