ZDF-Fahndungssendung

"Aktenzeichen XY ... ungelöst" soll Rätsel um zwei Babyleichen nach über 20 Jahren klären

02.06.2026 von SWYRL

Vor mehr als 25 Jahren wurde in Dortmund die Leiche eines neugeborenen Babys gefunden. Sechs Jahre später wird auch die Babyleiche eines Jungen entdeckt. Wie sich herausstellen sollte, handelt es sich um Geschwister. Nun wird der Fall bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst" erneut aufgerollt.

Dieser tragische Fall beschäftigt die Ermittler auch noch nach mehr als 20 Jahren: Im Abstand von sechs Jahren werden in Dortmund und Krefeld zwei Babyleichen entdeckt. Anschließende DNA-Untersuchungen zeigten: Bei den Neugeborenen handelt es sich um Geschwister. Doch von der Mutter fehlt bis heute jede Spur. In der kommenden Ausgabe von "Aktenzeichen XY ... ungelöst" (Mittwoch, 3. Juni, um 20.15 Uhr) hofft die Polizei nun auf entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung.

Der erste Fund ereignete sich Ende 1999 in Dortmund. Am 25. Dezember wurde im Schulte-Witten-Park die Leiche eines neugeborenen Mädchens entdeckt. Das Kind lag in einem Rucksack und war nach Angaben der Ermittler höchstens zwei Wochen alt. Die Polizei geht davon aus, dass das Baby durch Gewalteinwirkung ums Leben kam. Hinweise auf die Mutter gab es damals nicht.

Sechs Jahre später wurde am 11. Mai 2005 in der Nähe des Krefelder Hauptbahnhofs die Leiche eines neugeborenen Jungen entdeckt - ebenfalls in einem Rucksack. Erst DNA-Analysen machten deutlich, dass die beiden Kinder Geschwister waren.

Wenig später gingen bei den Polizeibehörden in Krefeld und Viersen drei anonyme, handschriftliche Briefe ein. Die Verfasserin gab darin an, die Mutter des Jungen zu sein. Besonderes Augenmerk richteten die Ermittler dabei auf das verwendete Papier: Es handelte sich um eine herausgetrennte Seite aus einem Geschäftsbuch mit schwarzen Linien und einer blauen Seitenzahl.

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Polizei bittet bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst" um neue Hinweise

Nachforschungen beim Hersteller ergaben, dass solche Geschäftsbücher vermutlich in der ehemaligen DDR oder in Osteuropa produziert wurden. Der Druck dieser Ausgaben sei in Europa etwa ab 1990 eingestellt worden. Zum Zeitpunkt des Briefversands im Jahr 2005 seien derartige Bücher nur noch selten genutzt worden - meist von älteren Geschäftsinhabern aus Gewohnheit oder Tradition.

Der Inhalt der Schreiben brachte die Ermittler allerdings kaum weiter. Eine sprachwissenschaftliche Analyse deutete lediglich darauf hin, dass die Verfasserin möglicherweise aus der ehemaligen DDR stammen könnte.

Nun wird der Fall erneut öffentlich gemacht: In der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" am Mittwoch um 20.15 Uhr bittet die Polizei Dortmund um Mithilfe. Gesucht werden Personen, die die Handschrift erkennen oder andere Hinweise zu den beiden Funden geben können. Hinweise nimmt die Kriminalwache Dortmund unter der Telefonnummer 0231/132-7441 entgegen.

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