Bares für Rares
Der Verkäufer einer Bronzefigur kam mit bodenständigen Erwartungen zu "Bares für Rares". Als er dann von der Expertin den wahren Wert seiner Rarität erfuhr, fehlten ihm die Worte ...
© ZDFBares für Rares
Dabei war das Motiv durchaus Geschmackssache. "Ich sag mal: Es ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen ...", beschrieb Horst Lichter die dargestellte Kampfszene. "Da ist die Idylle mal ganz schnell unterbrochen", meinte auch Dr. Friederike Werner.
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"Wer tut einem jetzt am meisten leid?", wusste Lichter nicht, ob er für den Mann, den Hund oder den Panther sein sollte. "Mir wäre am liebsten, die würden sich vertragen." Er wusste aber auch: "Kampfszenen haben Menschen geliebt früher."
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"Da hast du ja mal was richtig Heftiges mitgebracht", begrüßte der Moderator den Verkäufer. "Das ist ordentlich schwer auch", meinte Lothar aus Hilden. "Das gute Stück ist von meiner Ex-Frau."
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Die erbte die Bronzefigur vor 20 Jahren von ihrer Oma, "und dann stand das die ganze Zeit im Keller". Beim Umzug kam das Erbstück wieder zum Vorschein. "Sie mag das nicht, ich kann es nicht gebrauchen", zuckte Lothar mit den Schultern.
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"Es ist eine sehr, sehr dynamische Szene", begann die Expertin. "Eine Tierkampfszene, die seit der Antike immer wieder interessant war und Liebhaber fand." Der Hirte mit seinem Hund wurde von einem Panther angefallen: "Die Gruppe ist sehr schön ineinander verschlungen."
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Die Szene erinnerte die Expertin an Laokoon aus der griechischen Mythologie. Entworfen wurde sie 1851 von Julius Franz aus Berlin. "Das ist eine königliche Auftragsarbeit von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen", fuhr Friederike Werner fort.
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"Zunächst gab es natürlich das lebensgroße Gipsmodell, was man erstmalig in London sehen konnte", erzählte die Expertin. "Lebensgroß?", staunte Horst Lichter. "Dann gab es einen Bronzeguss, der an den russischen Zaren verschenkt wurde", zählte Werner weiter auf.
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Ein Zinkguss wurde 1875 im sizilianischen Garten in Sanssouci in Potsdam aufgestellt und erst kürzlich erneuert. Das brachte die Expertin zu dem Schluss: "Sie ist berühmt und immer noch aktuell." Außerdem war die Figur sehr selten: "Ich kenne auch nur zwei weitere Exemplare."
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Lothar äußerte seinen Wunschpreis: "Vielleicht 800 Euro?" Lichter meinte: "Finde ich ein wenig bescheiden." Das sah die Expertin genauso und schätzte den Wert auf 2.000 bis 2.500 Euro. "Wow!", atmete Lothar tief durch.
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"Die Expertise war Wahnsinn!", ging der Verkäufer beflügelt in den Händlerraum. Dort stieß die Kampfszene auf große Begeisterung. "Tolle Figur", fand Fabian Kahl (links). "Wow! Wow! Wow!", rief Sarah Schreiber. "Alt, aber wirklich megastark", schwärmte Walter Lehnertz.
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Die Gebote steigerten sich schnell von 500 Euro in den vierstelligen Bereich. "Sollen wir das machen mit 1.400 Euro?", hoffte Fabian Kahl auf den Zuschlag. "Nein!", bot Sarah Schreiber (links) schnell 50 Euro mehr.
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Niemand wollte nachgeben, die Verhandlung ging weiter. "Zähne zusammen und durch: 2.500 Euro!", machte Fabian Kahl einen großen Schritt nach oben und brachte die Konkurrenz zum Schweigen. Anschließend ärgerte sich Wolfgang Pauritsch: "Es tut mir jetzt schon leid, dass ich aufgehört habe."
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Ebenfalls begehrt war die Leuchtreklame von Jeans Edwin aus der Zeit um 1993 mit einem Schätzwert von 200 bis 250 Euro.
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Walter Lehnertz ließ sich auf 250 Euro hochhandeln und legte "noch ein Zehner für eine gute Tasse Kaffee" drauf.
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Das Goldarmband aus den 1960er- bis 70er-Jahren hatte einen Schätzwert von 6.300 Euro.
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Lisa Nüdling bezahlte immerhin 5.800 Euro: "Das ist super. Das würde ich mir genau so kaufen und anziehen."
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Der limitierte Teller von Jean Cocteau aus dem Jahr 1958 wurde auf 1.200 bis 1.500 Euro geschätzt.
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Walter Lehnertz gefiel die Keramik so gut, dass er bei der Verhandlung nicht lockerließ: "Dass ich mal hier einen Teller für 1.300 Euro kaufe, das hätte ich auch nicht geträumt."
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Die Siegelpresse aus der Zeit zwischen 1880 und 1934 war 80 bis 100 Euro wert.
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Auch diese Rarität kaufte Walter Lehnertz für 160 Euro und überlegte einen Umbau: "Auf jeden Fall tu ich diesen Kopf umändern."
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