Bares für Rares
Horst Lichter lobte, wie schön Heide Rezepa-Zabel drei Ringe arrangiert hatte. Dann die Überraschung: "Ich habe sie nebeneinander gestellt, aber eigentlich werden sie zusammen getragen", verriet die Expertin - beispielsweise zur Erneuerung des Eheversprechens.
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Lichter verstand die Welt nicht mehr: "Ach, mein Gott im Himmel! Das Geld kannst du dir sparen, da kriegst du ein neues Motorrad dafür, damit der Mann auch mal glücklich ist!" Heide Rezepa-Zabel amüsierte sich über die unromantische Denke des Pragmatikers.
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"Das ist die bezaubernde Heide Rezepa-Zabel", stellte Lichter den Gästen seine Kollegin vor. Torsten und seine Mutter Margret wollten den Schmuck loswerden.
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Auf Lichters Frage nach der Provenienz des Dreier-Rings erzählte Margret aus Pretzier, ihr Mann habe den Schmuck einem Pärchen abgekauft, welches Geld für eine Garage benötigte. "Dann hat er mir den mitgebracht und dann lag er im Schrank", so die Verkäuferin.
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"Es sieht so aus, als wären es drei Ringe, aber in Wahrheit werden die drei Ringe zusammen getragen und erscheinen dann wie ein Ring", sagte Heide Rezepa-Zabel erneut. Sie demonstrierte, wie: in der Mitte der größte Ring, flankierend die beiden anderen.
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Die Ringschiene war 14-karätig, der Kopf aus 18-karätigem Weißgold. "Das finde ich immer interessant", kommentierte Rezepa-Zabel die Zertifikate. Eines bescheinigte ein Drittel des durchschnittlichen Jahreseinkommens von 1987 in Kanada. Daher stammte auch der Ring.
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Später wurde der Ring in Sachsen-Anhalt vor dem Mauerfall bewertet - mit fast 12.000 Ostmark. Der Wunschpreis von Margret und ihrem Sohn: 400 bis 500 Euro. Rezepa-Zabel gab zu bedenken: Allein der Goldwert lag bei 560 Euro. Insgesamt taxierte sie auf 1.000 bis 1.200.
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"Das war eine ganz tolle Expertise", war Margret zufrieden. "Ja, das macht sie toll, ich nehme mir das auf, abends, wenn ich im Bett liege zum Einschlafen", verplapperte sich Lichter. Die Kollegin horchte auf: "Zum Einschlafen - ich habe das sehr wohl mitgekriegt."
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"Musst du dich da festhalten am Tisch?" fragte sie. "Es war rein positiv gemeint", behauptete Horst Lichter. "Mhm", schien Heide Rezepa-Zabel das nicht ganz glauben zu können.
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"Von weitem sah das aus, als ob du einen Muffin bringen würdest", kommentierte Walter Lehnertz die braune Schatulle, in der das Objekt lag. "Ein Mini-Muffin", scherzte Sarah Schreiber. Lisa Nüdling kommentierte die Fülle an Zertifikaten: "Das ganze Büro dabei."
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"Ein Ring", vermutete Wolfgang Pauritsch (Bild). Dann korrigierte er sich: "Drei Ringe." Endlich begriff er: "Ah! Die sind zum Zusammenstecken." Torsten bestätigte die These des Händlers: "Ein Bridal-Set, genau."
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"Das kennt man ja aus Amerika", dachte Sarah Schreiber (links) laut. In diesem Fall: "Kanada", wie Margret wusste. Die Händler wollten mehr über die Herkunft erfahren, doch Margret musste passen: "Ich weiß nicht, wie er von Kanada rübergekommen ist."
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Wolfgang Pauritsch startete das Bietergefecht mit 400 Euro. Walter Lehnertz erhöhte um 50 Euro. Der minimale Wunschpreis war also bereits übertroffen. Lisa Nüdling ging auf 480. Pauritsch bot 500. Nun war auch der maximale ursprüngliche Wunschpreis erfüllt.
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Doch seit der Expertise wollte Margret sich damit nicht zufrieden geben: "Der Goldpreis lag bei 560." Lisa Nüdling bot diese Summe. "560 ist schon der Goldpreis?", staunte Fabian Kahl. Pauritsch ging auf 600 Euro, Kahl parierte mit 650.
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"670", nannte Pauritsch und sinnierte: "Fakt ist: Für dieses Geld kann man diesen Ring nicht herstellen heutzutage." Lisa Nüdling ging auf 700. Margret war unbeeindruckt. Sie erklärte: "1.000 hätte ich schon gern. Die Expertise lag bei 1.000 bis 1.200."
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"Die Steine sind nicht groß, es ist nicht viel Material", feilschte Lisa Nüdling. Sie wolle dennoch mit 800 Euro "entgegenkommen", bot sie an. Niemand ging darüber. Fabian Kahl nannte die Summe "angemessen". Das fand offenbar auch die Verkäuferin.
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Verkauft. Und zwar für den doppelten minimalen Wunschpreis! Außerhalb des Händlerraums verriet Margret der Kamera: "Für den Ring wünsche ich mir, dass er in gute Hände kommt und vielleicht mal ein Brautpaar glücklich macht."
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"Ne, wat süß! Ein knuffiger Kerl!", schwärmte Lichter. Miros kuriose Sammelleidenschaft galt "roten und orangen Hunden" - wie diesem Goldscheider-Aschenbecher. Miros Wunschpreis 150 betrug Euro. Friederike Werners Expertise: bis zu 250. Walter Lehnertz bezahlte 180 Euro.
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Die Radierung "Manager Game" von Leslie G. Hunt wollten Rolf und seine Tochter Vero loswerden. Friederike Werner taxierte auf 150 Euro. Im Händlerraum überbot sich Pauritsch selbst. "Ich wollte immer mal denken wie ein Manager", scherzte er. Am Ende bezahlte er 150 Euro.
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Carmen und Karl erhofften sich für den Armreif aus den 1950er Jahren bis zu 10.000 Euro. Heide Rezepa-Zabel bremste auf 8.000. Lisa Nüdling war begeistert von der bunten Mischung aus Gelbgold, Diamanten und Jadeit. Sie bezahlte nach einem Duell mit Pauritsch 7.400.
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Bis in die 1950er-Jahre waren zahnärztliche Tretbohrmaschinen im Einsatz. In der Praxis, in der Jennifer und Julia als Arzthelferinnen arbeiten, war das Objekt natürlich nur noch Deko. Annika Raßbach taxierte auf bis zu 120 Euro. Fabian Kahl bezahlte 100.
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