18.02.2026 von SWYRL
Die Medaille vor Augen fädelte DSV-Hoffnung Lena Dürr am ersten Tor des zweiten Slalom-Laufs ein. ZDF-Kommentator Julius Hilfenhaus und Experte Marco Büchel fielen mit der Enttäuschten aus allen Wolken: "Wie bitter ist das ausgerechnet heute?"
Es war nicht der Tag der Emma Aicher. Im olympischen Slalom der Damen verlor die Abfahrts-Silbermedaillengewinnerin in beiden Durchgängen wertvolle Zeit und landete am Ende auf Platz 9. Und doch hätte es der Tag der DSV-Frauen werden können. Denn Lena Dürr startete nach furiosem ersten Lauf auf Platz 2 liegend in ihr persönliches olympisches Finale.
Für die 34-Jährige war es wohl die letzte Chance, nach olympischem Edelmetall zu greifen. Umso mehr drückten ZDF-Live-Kommentator Julius Hilfenhaus und Experte Marco Büchel ihr die Daumen. Was sich aber nur Sekundenbruchteile nach Dürrs Start vor ihren Augen abspielte, machte das erfahrene Duo kurz sprachlos.
"Das darf nicht wahr sein!", schrie Ex-Skirennläufer Büchel auf: "Solche Sachen passieren immer wieder. Aber nicht heute!" Hilfenhaus kommentierte völlig konsterniert: "Oh mein Gott, wie bitter ist das!" Lena Dürr hatte mit dem Ski am allerersten Tor eingefädelt und war ausgeschieden - die mögliche Medaille vor Augen. Büchel gelang es nur mit Mühe, die Contenance zu wahren: "Mein Gott, wie gerne würde ich jetzt fluchen!"
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"Wie bitter ist das ausgerechnet heute?"
"Der Skisport kann so schön sein und so grausam", versuchte nach dem Rennen Moderatorin Amelie Stiefvatter Worte für das Drama zu finden. Sie könne sich gar nicht vorstellen, wie es Lena Dürr jetzt gehen müsse. "Was geht ihr durch den Kopf?", fragte sie sich und ihren Gesprächspartner. Marco Büchel suchte nach Erklärungen: "Sie und Olympia, das ist offensichtlich keine Happy-End-Geschichte. Wir alle hätten ihr das so von Herzen gegönnt."
"So Sachen passieren, dass man am ersten Tor einfädelt", wusste der Experte zu berichten. "Das ist nur ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit, ein Flüchtigkeitsfehler. Die Augen gehen schon zum zweiten Tor." Aber: "Wie bitter ist das ausgerechnet heute? Das ist wirklich schwierig abzuhaken." Büchel sprach aus eigener Profi-Erfahrung einen viel zitierten Satz, der Lena Dürr heute noch nicht trösten dürfte: "Nur die Zeit heilt die Wunden."
Keine Blöße gab sich der weibliche Superstar des alpinen Rennsports. "Wir verbeugen uns vor dieser Fahrerin", sagte Kommentator Hilfenhaus nach dem neuerlichen Gold-Lauf der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin. "Sie hat genau das gemacht, was sie die ganze Saison gemacht hat, sie deklassiert die Konkurrenz."



