Neuer Kurznachrichtendienst

Eigene Twitter-Alternative: Donald Trump ist wieder online

05.05.2021 von SWYRL

Donald Trump "twittert" wieder. Nicht beim Original, von dem er im Januar verbannt wurde, sondern auf einem hauseigenen Kurznachrichtendienst. Milder sind seine Botschaften nicht geworden.

Do It Yourself: Seine dauerhafte Verbannung vom Kurznachrichtendienst Twitter am 8. Januar traf den Ex-US-Präsidenten Donald Trump hart. 88 Millionen Follower folgten ihm zuletzt, es war sein Lieblingsmedium. Nun hat er wie angekündigt seine eigene Social-Media-Alternative: Sie ging am Dienstag online, hier möchte der 74-Jährige Nachrichten, Fotos und Videos für seine Anhänger verbreiten. Allerdings handelt es sich beim hauseigenen Twitter-Ersatz nicht um eine eigenständige Plattform, sondern um eine Unterseite seiner Wahlkampf-Homepage.

Los ging es mit einem halb minütigen Ankündigungsvideo, welches um 12.24 Uhr Ortszeit gepostet wurde - und ordentlich Pathos versprüht: "In einer Zeit des Schweigens und der Lügen, erscheint ein Fanal der Freiheit", steht dort in großen Buchstaben, nachdem von einer Weltkugel auf die USA "gezoomt" wurde. Auch die Nachricht von Trumps Twittersperre wird erwähnt. Bei dem "Fanal der Freiheit" handelt es sich natürlich um Trumps Kurznachrichtendienst. "Ein Platz, um frei und sicher zu sprechen" verkündet der Clip. Kommuniziert würde "direkt vom Schreibtisch von Donald Trump".

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Republikaner kriegen ihr Fett weg

In den bisherigen Nachrichten des ehemaligen US-Präsidenten teilte Trump gegen Mitglieder seiner eigenen Partei aus. Über Liz Cheney, welche Trumps wiederholt getätigte Behauptung vom Wahlbetrug missbilligte, schrieb er: "Sie ist so unbeliebt, dass es ihre einzige Chance wäre, wenn eine gewaltige Menge an Menschen gegen sie antreten würde, aber das passiert nicht." In ihrem Bundesstaat Wyoming hätten die Leute sie nie gemocht.

Des Weiteren freute sich Donald Trump darüber, dass Mitt Romney in einer Republikaner-Versammlung in Utah von der Bühne gebuht worden sei. "Sie gehören zu den ersten, die diesen Typen verstanden haben, ein eiskalter Versager." Für den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten hatte Trump kein gutes Wort übrig.

Keine Reaktion der Anhänger möglich

Bei der Twitter-Alternative funktioniert die Kommunikation allerdings nur einseitig. Dies bestätigte ein Trump-Vertrauter dem US-Sender "Fox News". Fans des Ex-Präsidenten könnten nicht auf die Nachrichten reagieren. Allerdings ist es möglich, die Botschaften über Twitter und Facebook zu teilen oder mit einem Herz zu liken.

Ob dies wiederum so einfach funktioniert, ist noch offen. Schließlich müssen die großen Plattformen da mitspielen. Nachdem Trump-Anhänger das Kapitol in Washington gestürmt hatten, folgte die Sperrung der Trump-Accounts auf Twitter, Facebook sowie YouTube. Am Mittwoch entscheidet ein Facebook-Gremium, ob sein Aus beim Social-Media-Riesen endgültig besiegelt wird, oder doch gekippt werden muss.

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