Drei neue Folgen

Eines wirkt wie eine Bushaltestelle: Hier sehen Sie die "außergewöhnlichsten Hotels der Welt"

18.01.2026 von SWYRL/Friederike Hilz

Wie wäre es mit einer Nacht im Doppeldeckerbus oder in einer historischen Windmühle? Wer keine Lust auf Pauschalreisen hat, kann an erstaunlichen Orten übernachten. Das ZDF zeigt, wo diese außergewöhnlichen Hotels liegen und was sie so besonders macht.

Im Hamburger Hafen laden Hunderte Krane Container auf Schiffe, die in allen Weltmeeren unterwegs sind. Doch mitten in der HafenCity schwimmt ein etwas anderer Kran auf dem Wasser: In diesem können zwei Personen gemütlich übernachten. Solche und andere besondere Bleiben hat die Filmemacherin Philippa Murphy in drei neuen Folgen der Doku-Serie "Die außergewöhnlichsten Hotels der Welt" besucht. Das ZDF zeigt die zweite Staffel.

Im HafenCity Hideaway, wie Tim Wittenbecher sein Micro-Hotel in der Hansestadt genannt hat, sei man "ein bisschen so etwas wie der König des Hafens", sagt der Besitzer stolz. Kein Wunder, denn die ehemalige Kabine, die zum Schlafzimmer umgebaut wurde, bietet beinahe einen Rundumblick auf den beliebten Hamburger Stadtteil, die Elbphilharmonie, den Kanal und den Hafen.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter
Mit Anklicken des Anmeldebuttons willige ich ein, dass mir die teleschau GmbH den von mir ausgewählten Newsletter per E-Mail zusenden darf. Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und kann den Newsletter jederzeit kostenlos abbestellen.

Übernachten in über hundert Jahre alten Zügen

In Schottland können Gäste in umgebauten Bussen nächtigen. Darin ist, anders als vielleicht zu erwarten, sogar Platz für eine kleine Familie. In der Grafschaft East Lothian, östlich von Edinburgh, stehen zwischen Feldern und Wald auf dem Gelände eines Bauernhofs insgesamt neun solcher umgebauten Fahrzeuge.

Manche würden "The Bus Stop" tatsächlich für eine Bushaltestelle halten, erzählt einer der Besitzer, Alexander Stewart, schmunzelnd. Doch Fahrpläne gibt es hier keine. Stattdessen finden Gäste, etwa in einem alten Doppeldeckerbus aus Edinburgh, Küche, Bad und mehrere Schlafmöglichkeiten.

Ebenfalls in Großbritannien wartet, etwas versteckt in der Stadt Petworth, ein weiteres umfunktioniertes Transportmittel. Alte Eisenbahnwagons, in denen einst Passagiere der ersten Klasse reisten, dienen bei The Old Railway Station als Zimmer. Gegessen wird in einem 120 Jahre alten Wagon, in dem sich das hoteleigene Restaurant befindet. Statt auf ihren Zug warten Gäste im ehemaligen Bahnhofsgebäude nun auf Tee und Scones.

Wo man sich "wie ein echter Leuchtturmwärter" fühlt

In anderen Unterkünften geht es hoch hinaus: So etwa auf La Palma, wo sich im ältesten Leuchtturm der Insel Luxusunterkünfte verstecken. Das ehemalige Wärter-Quartier wurde in drei Suiten verwandelt. "Während seines Aufenthalts kann sich der Gast wie ein echter Leuchtturmwärter fühlen", erklärt Inhaber Tim Wittenbecher. Dazu trägt auch eine private Aussichtsplattform bei, die nur ein Stockwerk unterhalb des großen elektrischen Lichts liegt, welches Schiffen noch heute den Weg zeigt.

Auch für einen Besuch des "The Windmill" in der englischen Grafschaft Suffolk muss man schwindelfrei sein. Die Ferienwohnung befindet sich in einer fünfstöckigen historischen Windmühle. Ursprünglich stammt das Gebäude aus dem Jahr 1891. Statt der bekannten Flügel, die bereits Jahre vor dem Umbau verrottet waren, ziert nun eine Kuppel aus Zink die Spitze. Die Form ist von einem Boot inspiriert. Schließlich hätten Schiffsbauer früher häufig Windmühlen gebaut, erklären die Besitzer Natalie und Steve Roberts.

Geisterhaftes Gasthaus

Etwa drei Stunden Autofahrt weiter südlich, im mittelalterlichen Städtchen Rye, befindet sich das über 600 Jahre alte Gasthaus Mermaid Inn. Wer eine Nacht dort verbringen will, muss mutig sein, denn immer wieder berichten Gäste und Angestellte von "mysteriösen Schatten" und "plötzlicher Kälte". Der ein oder andere behauptet sogar, in den labyrinthartigen Fluren oder in einem der vielen Geheimgänge des Hauses schon einen Geist gesehen zu haben.

Ganz im Gegensatz zu dem historischen Gasthaus steht das Lilypod. Im britischen Nationalpark Dartmoor können Gäste nachhaltig "glampen". Zwei kleine Kuppeln schwimmen auf einem See und laden zum Entspannen ein - Handyempfang oder W-Lan gibt es nicht. Das digitale Fasten gehört zum Konzept. Den Besitzern ist es dabei besonders wichtig, dass sich Gäste "bewusst" für ihr Retreat entscheiden: "Weil sie sich Gedanken darüber machen, wo sie ökologisch und ethisch korrekt Urlaub machen wollen."

Die zweite Staffel von "Die außergewöhnlichsten Hotels der Welt" ist in der ZDF-Mediathek und am Freitag, 30. Januar, ab 10.30 Uhr auf ZDFinfo zu sehen. Zum Abruf steht in der Mediathek auch noch Staffel 1 bereit.

Das könnte dir auch gefallen


Trending auf SWYRL