Erlebnis Erde: Gestatten, Familie Erdmännchen - Mo. 16.05. - ARD: 20.15 Uhr

Wie ergeht es Rufus und Ray in Wirklichkeit?

13.05.2022 von SWYRL/Tom Ruder

Die Bestsellerserie um die Erdmännchen Ray und Rufus hat das Bild hierzulande von den niedlichen Erdmännchen mitgeprägt. Wie es wirklich in einem "Clan" zugeht, zeigt eine Dokumentation aus der "Erlebnis Erde"-Reihe.

Es ließen sich eine Menge interessanter Fakten über die Erdmännchen zusammentragen: Sie haben 36 Zähne. Sie werden sechs bis acht Jahre alt. Sie leben in Kolonien. Sie bewachen ihren Bau, indem sie vor den Eingängen auf den Hinterbeinen sitzen und nach Feinden Ausschau halten. Und: Sie geben das Wissen, wie sich gefahrlos Skorpione (Stachel ausreißen) und Tausendfüßer (vor Verzehr im Sand rollen) verspeisen lassen, von Generation zu Generation weiter. Vor allem aber sind sie eines: unglaublich niedlich. Und daher stehen sie weit oben in der Beliebtheitsskala. "Gestatten - Familie Erdmännchen" ist die aktuelle Dokumentation aus der "Erlebnis Erde"-Reihe im Ersten überschrieben, die mit einigen Mythen rund um die knuffigen Mangusten aufräumt, andere aber bestätigt.

Geprägt wurde das Erdmännchen-Image hierzulande dabei zuletzt vor allem durch die Unterhaltungsliteratur. Sechs Bände aus einer Krimireihe rund um die beiden Erdmännchen Rufus und Ray, die knifflige Fälle lösen, sind bisher erschienen. Verfasst wurden sie von Moritz Matthies. Lange wurde gerätselt, wer sich hinter dem Pseudonym verbergen könnte. Zum sechsten Buch "Der Wald ruft" gaben die beiden Berliner Autoren Berliner Autoren Hans Rath und Edgar Rai schließlich ihre Anonymität auf. Der riesige Erfolg der Reihe ist vor allem durch die herausragenden Hörbücher begründet, die von Christoph Maria Herbst eingelesen wurden.

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Das Weibchen gibt den Ton an

Zuletzt fand sich der Erdmännchen-Clan nach gemütlichen Jahren im Berliner Zoo plötzlich in freier Natur wieder und sah sich dort mit völlig neuen Herausforderungen konfrontiert. Genau das ist auch das Thema der ARD-Dokumentation, wobei die Tiere hier natürlich nicht im Brandenburgischen, sondern in der Kalahari ausgesetzt wurden. Einige Erdmännchenwaisen wurden vor illegalem Wildtierhandel gerettet und in der afrikanischen Dornstrauchsavanne freigelassen. Dort warten Gefahren. Und zwar viele. Es gilt, ein funktionierendes Team zu bilden.

An dessen Spitze steht stets, anders als in den Büchern übrigens, ein Weibchen. Es muss einen ihr ebenbürtigen Partner finden, was sich angesichts der unbedarften Jugendlichkeit ihrer Mitbewohner als kompliziert herausstellt. Der Film erzählt viele Geschichten wie diese. Rührende wie auch spannende. Vom Vater, der seine Familie im Stich lässt bis zum jungen Ausbrecher, der den Clan verlässt, um seinen eigenen Weg zu finden. Und wie wird bei einem neu zusammengewürfelten Team eigentlich geregelt, wann wer Wache zu schieben hat?

Übrigens: Am 15. Juni erscheint Band sieben der Matthies-Reihe ("Da ist was im Busch"). Die Entwicklung vom komischen Krimi hin zur politisch inspirierten Fabel wird darin vermutlich weiter vorangetrieben.

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