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Was will Ashton Kutcher von der SPD? Hollywoodstar wendet sich an Parteispitze

23.10.2020 von SWYRL

Ungewöhnliche Markierung: Die Europaabgeordnete Birgit Sippel sowie die beiden SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans wurden auf Twitter von Schauspieler Ashton Kutcher markiert. Dem geht es um ein ernstes Anliegen.

Als Birgit Sippel, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans am Mittwochabend Twitter öffneten, trauten sie vermutlich ihren Augen nicht. Dass die SPD-Politiker auf der Social-Media-Plattform um ein Statement zu einem politischen Thema gebeten werden, kommt sicher häufiger vor, diesmal wurden sie aber von einem waschechten Hollywoodstar markiert: Kein geringerer als Ashton Kutcher ("Two and a Half Men") wollte mit EU-Parlamentarierin Sippel sowie den beiden SPD-Vorsitzenden Esken und Walter-Borjans über ein ernstes Thema diskutieren. Der 42-Jährige würde sich demnach "über die Gelegenheit freuen, mit Ihnen über die Auswirkungen Ihrer Position zum EU-Kommunikationskodex über die Privatsphäre von missbrauchten Kindern zu sprechen".

Ashton Kutcher schreibt E-Mails an Esken und Sippel

"Bitte schicken Sie mir eine Direktnachricht" schrieb der Schauspieler an die Adresse der drei deutschen Sozialdemokraten, deren Namen der Großteil von Kutchers 17,5 Millionen Follower starken Twitter-Gefolgschaft sicher zum ersten Mal las. Saskia Eskens Antwort ließ nicht lange auf sich warten: "Ich bin Ihnen zurückgefolgt." Außerdem bedankte sie sich bei Kutcher für die Kontaktaufnahme und bat ihn ebenfalls um eine Direktnachricht. Am Donnerstagabend ließ Ashton Kutcher seine Follower dann wissen, er habe sowohl Esken als auch Sippel eine E-Mail geschickt und es werde wohl dazu kommen, dass man die Bemühungen öffentlich machen werde.

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Aber um welche Regelung ging es Kutcher genau? Das bleibt vorerst offen. Allerdings hat die EU-Kommission im Sommer eine neue "Strategie zur wirksameren Bekämpfung des Missbrauchs von Kindern" vorgelegt. "Sowohl offline als auch online" heißt es laut "Spiegel.de" darin, solle die Prävention und Strafverfolgung im Hinblick auf sexuellen Missbrauch von Kindern gestärkt werden. Grund ist die zunehmende Verschlüsselung von Messengerdiensten, die nach Ansicht Brüssels die Zahl der Meldungen von sexuellem Missbrauch verringern könnte. Auf die möglichen technischen Lösungen dieses Problems bezog sich Ashton Kutcher in einem weiteren Tweet an Saskia Esken.

Während Europaabgeordnete Sippel auf Kutchers Tweet mit einem Link zu Kontaktdaten reagierte, hielt Walter-Borjans die Finger still. Parteifreund und SPD-Vize Kevin Kühnert hatte hingegen eine weitere Idee zum Thema Hollywood: Er schrieb Leonardo DiCaprio auf Twitter an und fragte, ob er nicht Interesse hätte, mehr über das Sozialstaatskonzept der SPD zu erfahren.

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