12.03.2026 von SWYRL/Michael Eichhammer
Im Rahmen der Games Developers Conference in San Francisco gab Microsoft neue Details zu "Project Helix" bekannt. Hinter dem Codenamen steckt die kommende Generation der Xbox.
Vor einigen Tagen bestätigte die neue Xbox-Chefin Asha Sharma die nächste Konsole von Microsoft, aktuell noch unter dem Codenamen "Project Helix". Die nächsten Details wurden nun mit Fachleuten ausgetauscht: Bei der Games Developers Conference in San Francisco kamen im Rahmen des "Festival of Gaming" weitere konkrete Hardware-Details ans Licht, ebenso wie ein ungefährer Release-Zeitpunkt.
Die Auswahl des Schauplatzes ist kein Zufall: Der Prototyp der ersten Microsoft-Xbox-Konsole wurde vor 26 Jahren ebenfalls bei der Games Developers Conference vorgestellt.
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Kommt die neue Xbox schon Ende 2027 oder erst 2028?
Den Hinweis auf den geplanten Release-Zeitraum gab es nur indirekt: Der Journalist Chris Kerr berichtete auf BlueSky vom Event in San Francisco. Dort hätte Microsoft erwähnt, dass erste Versionen des kommenden Xbox-Dev-Kits ab Anfang 2027 an Entwickler verschickt werden. Davon leiten Brancheninsider ab. dass die kommende Xbox-Generation eventuell schon Ende 2027 an den Start geht, spätestens aber 2028.
Bereits bekannt war, dass "Project Helix" bei Marktreife sowohl Konsolen- als auch PC-Spiele wiedergeben kann. Das bestätigte Jason Ronald, Vizepräsident für die nächste Xbox-Generation, auf dem Event erneut. Interessant für Entwickler: In der Software-Entwicklungsumgebung "GDK" soll es Programmierern möglich sein, mit nur einem Klick Inhalte vom PC auf die Xbox-Konsole zu portieren. Die Inhalte laufen dann auf einem AMD-Chip, der die nächste DirectX-Generation als Grafikschnittstelle nutzt. Zudem sollen Grafik-Aufgaben schneller durchgeführt werden, ohne den Weg über den Hauptprozessor gehen zu müssen.
Technische Fachbegriffe mit kühnen Versprechen
Alles in allem sei die Programmierschnittstelle ein großer Schritt, um mehr Intelligenz in eine Grafik-Pipeline zu bekommen. Die Darstellung großer Spielwelten und komplexe Simulationen sollen durch die neuen technischen Möglichkeiten begünstigt werden - und damit deren Dynamik und die Immersion für Spieler. so Jason Ronald. Ein Aspekt, der auch der technischen Umsetzung von kommenden Blockbustern wie "GTA VI" zugute kommen würde.
Die jüngste Version von AMDs FSR (das Kürzel steht für "FidelityFX Super Resolution") soll ebenfalls an Bord der kommenden Xbox sein. Dahinter steckt mehr als nur ein KI-basierter Skalierer. Drei Funktionen sind hier erwähnenswert: Next Generation Neural Rendering verspricht mehr Details bei Texturen und Ray-Tracing dank KI. Multi-Frame Generation kann die Framerate per KI-generierter Frames, die zwischen "echte Frames" geschoben werden, verbessern. Mit Ray-Regeneration sollen Ray-Tracing-Effekte aufgepeppt werden.
Auch ein neues Verfahren zur Komprimierung von Texturen wird angesprochen, das - wenig überraschend - ebenfalls auf KI-Unterstützung setzt.
Ja, ja, aber was ist mit den Spielen?
Spieler wissen: Beeindruckende Hardware-Leistungen sind nichts wert ohne gute Spiele. Neben technisch aufwendigen neuen IPs soll es auch ein Wiedersehen mit einigen der bekanntesten First-Party-Franchises geben, sowie "neue Wege", diese zu erleben. Leider blieb offen, was sich hinter dieser Ankündigung konkret verbirgt.
Weitere Konsolen-Einblicke per Xbox Wire
Nicht nur auf der Games Developers Conference verriet der Vice President of Next Generation Xbox Neuigkeiten: Jason Ronald verfasste auch einen Blog-Post auf Xbox Wire. Der Spiele-optimierte Modus für Windows 11 würde bereits im April diesen Jahres für User in ausgewählten Regionen nutzbar sein.
Der Name ist Programm: "Xbox Modus" nennt sich diese Einstellung, mit der es leichter sein soll, die Windows-Oberfläche per Controller zu steuern. Dazu kommen Performance-Verbesserungen - unter anderem bei Hintergrundaufgaben, die kostbaren RAM fressen und während eines Games ausgeschlossen werden.
Zudem soll der Xbox Modus für mehr Übersicht in der eigenen Spiele-Bibliothek sorgen, indem auch Games von Steam und aus dem Epic Games Store im gleichen Umfeld angezeigt werden.


