"Die Höhle der Löwen"

Nils musste in Russland sein Lebenswerk begraben - VOX-Löwen sind bei seinem Pitch tief bewegt

13.04.2026 von SWYRL/Rupert Sommer

Ein würdiger, stimmungsvoller, ernster Abschluss für die aktuelle "Höhle der Löwen"-Staffel: Die Star-Investoren der VOX-Show erleben "einen der bewegendsten Pitches ever".

Es geht nicht nur die Liebe, sondern oft auch die Löwen-Leidenschaft für neue Produkte und originelle Firmenideen durch den Magen. In der vorerst letzten neuen "Die Höhle der Löwen"-Folge bat der sympathische Familienunternehmer Nils aus Heide Carsten Maschmeyer, Janna Ensthaler, Frank Thelen, Judith Williams und Ralf Dümmel zu Tisch. Und der war großzügig gedeckt - mit Steaks und Grill-Gemüse. Feinschmecker Dümmel jubelte: "Ich liebe diese Sendung!"

Und doch wurde es dann ganz still und fast andächtig in der Runde, als Unternehmer Nils seine Firmengeschichte erzählte, die zugleich seine Lebensgeschichte ist. "Das ist mein fünftes Kind", sagte er über die Gründung "Festávolo", die hinter dem festlich gedeckten Tisch mit den integrierten Gas-Grillflächen in der Mitte steckt.

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Ralf Dümmel jubelt: "Ich finde das sensationell"

"Irgendwann wollte ich nicht mehr allein grillen", erzählte Nils. Seine Lösung: Durch die Grillflächen, die vor jedem Sitzplatz in den Tisch eingelassen sind, kann man selbst tätig werden, sich und sein Gegenüber versorgen sowie beim gemeinsamen Grillerlebnis ungezwungen ins Gespräch kommen. "Mit diesem Tisch grillt niemand mehr allein." Der Funke sprang im VOX-Studio rasend schnell über. "Ich finde das nicht gut, ich finde das nicht sehr gut", meinte Ralf Dümmel. "Ich finde das sensationell." Doch der Investor fügte an: "Ich habe Angst vor den Preisen."

Nils war lange Manager eines Holzverarbeitungsbetriebs und hat eine erstklassige Grill-Komplettlösung entwickelt, die neben den eigentlichen (Gas-)Feuerstellen und edlem Zubehör gleich eine ganze Outdoor-Möbelkollektion mit Stühlen, Tischen, Regalen und Anrichten in Holzausfertigung umfasst.

"Damit war mein Lebenswerk praktisch zerstört - von heute auf morgen"

Damit war Nils bei seiner Historie angekommen, die alle Anwesenden tief bewegte: Man erfuhr, dass er über 20 Jahre hinweg sehr erfolgreich einen Großbetrieb für Holzverarbeitung in Russland aufgebaut und geführt hatte. Dann kamen Russlands Überfall auf die Ukraine und die internationalen Sanktionen. Nils verließ das Land, in dem er einst so gern gelebt und gearbeitet hatte. Importe aus Russland waren unmöglich geworden. "Damit war mein Lebenswerk praktisch zerstört - von heute auf morgen."

Doch Nils gab nicht auf: Er will mit "Festávolo" noch mal ganz von vorne anfangen. Aktuell lässt er in Ungarn produzieren. Doch er steht wieder ganz am Anfang. "Ich ziehe meinen Hut vor dir", sagte Homeshopping-Unternehmerin Judith Williams tief bewegt. "Menschlich wie unternehmerisch." Und auch Janna Ensthaler war voll des Mitgefühls für die bewegende Vita von Nils. "Gründertum ist so viel Schmerz." Die Geschichte hinter Festávolo ging ihr augenscheinlich nahe - wie allen anderen Löwinnen und Löwen rund um den Tisch. "Einer der bewegendsten Pitches ever", meinte Ensthaler.

Dann aber ging es zum Zahlen und einen möglichen Investoren-Deal. 500.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile wollte der Unternehmer haben. Leider stieg keiner der Investoren bei ihm ein. Ein kleiner Trost: Carsten Maschmeyer und Janna Ensthaler versprachen, ein Grill-Tisch-Komplettset, das über 10.000 Euro kostet, privat bei ihm zu kaufen.

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