13.01.2026 von SWYRL
"McDreamy" wird 60: Lange bevor er dank "Grey's Anatomy" zum TV-Liebling wurde, hatte Patrick Dempsey bereits sein Talent bewiesen - unter anderem als Star von Teenie-Komödien, Mafiadramen und Horrorfilmen.
Über zehn Jahre liegt sein dramatischer Serientod bereits zurück. Und dennoch verbindet man den Namen Patrick Dempsey bis heute mit seiner Rolle als Dr. Derek Shepherd aus "Grey's Anatomy". Dabei kann der Schauspieler, der am 13. Januar seinen 60. Geburtstag feiert, inzwischen auf eine über 40-jährige Film- und Fernsehkarriere zurückblicken.
Geboren 1966 in Lewiston im US-Bundesstaat Maine, wuchs Patrick Galen Dempsey fernab von Filmsets und Castingagenturen auf. Seine Kindheit war unspektakulär, geprägt von bodenständigen Verhältnissen. Mit zwölf Jahren wurde bei ihm Legasthenie diagnostiziert. Später erklärte Dempsey, der Umgang mit dieser Einschränkung habe sein Selbstverständnis nachhaltig geprägt und ihn gelehrt, Umwege nicht als Niederlagen zu begreifen.
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Patrick Dempsey: Jongleur und Jungtheater-Star
Früh zog es ihn auf die Bühne - allerdings nicht als Schauspieler. Der junge Dempsey wollte Clown werden, übte sich im Jonglieren und nahm mit 15 Jahren erfolgreich an Wettbewerben teil. Der Übergang zur Schauspielerei erfolgte über das Theater. Engagements in New York öffneten ihm Mitte der 1980er-Jahre den Weg vor die Kamera.
Filme wie "Die Himmelsstürmer" (1985) und vor allem die Teenagerkomödie "Can't Buy Me Love" (1987) machten ihn bekannt. Für Letztere erhielt Dempsey einen Young Artist Award - ein früher Karriereschub, der ihn in Hollywood etabliert. In dieser Phase heiratete er auch die 27 Jahre ältere Rochelle Parker, die er am Set von "In The Mood" kennengelernt hatte und die auch als seine Managerin arbeitete. 1994 ließ sich das Paar scheiden.
Zu "Grey's Anatomy" hatte Dempsey ein zwiespältiges Verhältnis
Mit dem Mafiadrama "Die wahren Bosse - Ein teuflisches Imperium" (1991), in dem er gemeinsam mit den ebenfalls aufstrebenden Jungstars Christian Slater, Costas Mandylor und Richard Grieco in die Rolle des Mafiapaten Meyer Lansky schlüpfte, gelang ihm ein weiterer Erfolg. Trotz zahlreicher Engagements - etwa in "Outbreak" (1995) und "Scream 3" (2000) - dauerte es noch zehn Jahre bis zu seinem endgültigen Durchbruch. Mit "Sweet Home Alabama" (2002) schaffte er es an der Seite von Reese Witherspoon zu größerer Aufmerksamkeit.
2005 begann mit "Grey's Anatomy" das Kapitel, das Patrick Dempsey weltweit bekannt macht. Als Dr. Derek Shepherd, Neurochirurg und Liebespartner der titelgebenden Hauptfigur Meredith Grey (Ellen Pompeo), wird er zum Publikumsliebling des Seriendauerbrenners. Eine Anekdote aus dieser Zeit bringt die Verschmelzung von Rolle und Person auf den Punkt: Wie "People" 2012 berichtete, landete ein junger Mann mit seinem Auto in Dempseys Vorgarten in Malibu und musste per Brecheisen aus dem zerstörten Fahrzeug gerettet werden. "Sind Sie berühmt?", fragte der Unfallfahrer. "Ja, ich bin Arzt", soll Patrick Dempsey gescherzt haben.
Hinter den Kulissen war sein Verhältnis zur Erfolgsserie aber wohl ambivalent. Das Enthüllungsbuch "How to Save a Life: The Inside Story of Grey's Anatomy" von Lynette Rice behauptete 2021, dass Dempsey am Set kein einfacher Kollege gewesen sein soll. Gleichzeitig beklagte er selbst die extremen Arbeitszeiten. Am Ende von Staffel elf starb seine Figur, Jahre später kehrte er für Staffel 17 allerdings noch einmal zurück.
Inzwischen stellt Dempsey die Familie vor den Beruf
Seinen "Grey's Anatomy"-Abschied kommentierte Dempsey mit den Worten: "Es war an der Zeit, zu gehen - das spürte ich tief in mir drin. Das Leben darf nicht nur aus Arbeit und Verpflichtung bestehen. Du musst in der Lage sein, dein Leben zu leben. Leben bedeutet nicht: im Hamsterrad rennen und möglichst viel Geld verdienen. Ich genieße die Zeit mit meinen Kindern und meiner Frau so sehr. Ich arbeite nur noch an einem Projekt pro Jahr, wenn möglich."
Und Dempsey, der gemeinsam mit seiner zweiten Frau, der Visagistin Jillian Fink drei Kinder hat, meinte seinen Rückzug ernst: Der passionierte Automobilsport-Fan, der zwischen 2009 und 2015 mehrfach am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teilgenommen hatte, fuhr in den letzten Jahren keine Rennen mehr. Auch auf der Leinwand und im Fernsehen war Dempsey nur noch in ausgewählten Rollen zu sehen - etwa als mysteriöser Schriftsteller in der Miniserie "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" (2018), als rücksichtsloser Finanzmoguls in der Thrillerserie "Devils" und zuletzt als Polizeichef im Serienprequel "Dexter: Original Sin". Ende Januar startet in den USA die Krimiserie "Memory of A Killer", in der Dempsey die Hauptrolle spielt.



