Plötzlich Blackout
Der Stromausfall in Berlin hat gezeigt, wie schnell im Alltag nichts mehr gehen kann. In Berlin dauerte es mehrere Tage, bis alle Haushalte wieder Strom hatten. Daher empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), für rund drei Tage eine Notreserve anzulegen.
© iStock/Larisa StefanuykVorrat
Nicht nur Stromausfälle, sondern auch Naturkatastrophen können die Infrastruktur zum Erliegen bringen. Mit Vorräten an den nötigsten Lebensmitteln sind Sie auf solche Situationen besser vorbereitet, denn bei einem Ausnahmezustand können sich die Behörden nicht um alle Bürgerinnen und Bürger kümmern. Deshalb sollten Sie neben Lebensmitteln noch weitere Dinge im Haus haben, um eine Notsituation gut meistern zu können.
© iStock/photkaLebendiger Vorrat
Statt Vorräte zu hamstern, rät das BKK dazu, einen "lebendigen Vorrat" anzulegen. Das bedeutet, Sie legen sich eine Reserve an Lebensmitteln an, die Sie je nach Haltbarkeit nach und nach aufbrauchen und währenddessen wieder nachkaufen. Dazu gehören etwa Nudeln oder Reis, aber auch Konserven wie eingelegtes Gemüse. Nüsse und Hülsenfrüchte im Glas können Sie ohne Strom verzehren.
© iStock/Goran13Maximale Haltbarkeit
Ihr Notfallvorrat sollte ungekühlt für einen längeren Zeitraum haltbar sein. Lagern Sie diesen am besten trocken, kühl und dunkel in einer Abstellkammer oder im Keller. Stellen Sie die Lebensmittel mit den kürzesten Haltbarkeitsdaten nach vorne, die mit den längsten nach hinten.
© iStock/Valeriy_GLebendiger Vorrat
Zu lange haltbaren Lebensmitteln zählen etwa H-Milch, Pumpernickel, Zwieback, Müsliriegel, Reiswaffeln, Schokolade, Dosenfleisch, Nudeln, Reis, luftgetrocknete Salami, Butter, Käse und Olivenöl. Auch Fischkonserven wie etwa eingelegte Sardinen zeichnen sich durch eine lange Haltbarkeit aus.
© iStock/vejaaVorrat berechnen
Laut dem Vorratskalkulator des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft benötigt eine Person für drei Tage folgende Mengen an Lebensmitteln: Sechs Liter Wasser, ein Kilogramm Brot, Getreide und Kartoffeln, 1,2 Kilogramm Gemüse und Pilze, 0,75 Kilogramm an Obst, 0,75 Kilogramm Milch(-Produkte), 0,4 Kilogramm an Eier, Fleisch, Wurst und Fisch sowie 100 Gramm Fette oder Öl.
© iStock/Minerva StudioGaskocher
Verfügen Sie über eine Strom-unabhängige Kochmöglichkeit wie etwa einen Gaskocher oder Grill, sollten Sie entsprechend Gaskartuschen oder Holzkohle vorrätig haben. Können Sie auf eine solche Kochmöglichkeit zurückgreifen, bieten sich diese Lebensmittel an: Nudeln mit Pesto oder Tomatensoße, Eier, Mehl für Pfannkuchen, Haferflocken, Tütensuppen, Fertiggerichte, Tee oder Kaffee.
© iStock/Evgen_ProzhyrkoWasser
Bei einem Stromausfall bleibt der Wasserhahn trocken. Deshalb sollten Sie ausreichend Frischwasser im Haus haben. Nicht nur, um davon zu trinken, sondern auch für hygienische Zwecke. Allein für das Trinken benötigt ein Erwachsener zwei Liter Wasser täglich. Für drei Tage sollten Sie daher insgesamt mehr als sechs Liter Wasser pro Person vorrätig haben.
© iStock/kzenonHeizung
Wer einen Kamin oder einen Ofen im Haus hat, braucht im Winter nicht vor Kälte zu zittern, insofern ausreichend Brennmaterial vorhanden ist. Sie sollten auch an ausreichend warme Kleidung und Decken denken.
© iStock/Bastian WeltjenLicht
Der Name Blackout rührt daher, dass bei einem Stromausfall tatsächlich alles schwarz ist. Nicht nur die Straßenbeleuchtung funktioniert dann nicht, auch die Lampen im Haus bleiben dunkel. Fügen Sie Ihrem Notfallvorrat daher ausreichend Kerzen und Ersatzbatterien für eine Taschenlampe hinzu. Eine kurbelbetriebene Taschenlampe funktioniert bei jeder Art von Notfall.
© iStock/MarianVejcikKurbelradio
Bei einem Blackout sind Internet und Telefon tot. Auch der Fernseher hat seinen Betrieb eingestellt. Große Rundfunkanstalten sind aber dazu in der Lage, ein Notfallprogramm mit Dieselgeneratoren laufen zu lassen. Mit einem batteriebetriebenen Radio oder einem Kurbelradio bleiben Sie über die aktuelle Lage informiert. Tipp: Wenn Sie ein Auto haben, haben Sie auch ein batteriebetriebenes Radio.
© iStock/shironagasukujiraPowerbanks
Solarbetriebene Batterieladegeräte oder Powerbanks können bei einem Stromausfall bestimmte Geräte mit Energie versorgen. Ihr Smartphone kann so immer noch als Taschenlampe genutzt werden. Auch über ein Auto können Sie bestimmte Geräte aufladen, solange der Anschluss kompatibel ist.
© iStock/Pikusisi-StudioBargeld
Nicht nur Supermarktkassen und Zapfsäulen funktionieren bei einem Blackout nicht mehr, auch Geldautomaten sind nicht mehr in Betrieb. Deshalb sollten Sie eine ausreichende Menge Bargeld im Haus haben. Am besten in kleinen Scheinen. Auch bei einem Ausnahmezustand funktioniert Geld immer noch als Tauschmittel.
© iStock/yul38885Wichtige Dokumente
Lagern Sie wichtige Dokumente wie Ausweise, Pässe oder Geburtsurkunden an einem Ort. So sind sie im Notfall schnell greifbar, wenn Sie dingend das Haus oder die Wohnung verlassen müssen. Außerdem behalten Sie so auch im Alltag den Überblick über Ihre Dokumente.
© iStock/Ivan-balvanHausapotheke und Medikamente
Neben Lebensmitteln, Wasser und Lichtquellen brauchen Sie auch eine Reserve an Medikamenten. Vor allem, wenn Sie regelmäßig welche einnehmen müssen. Medikamente wie Ibuprofen können im Notfall gegen Entzündungen wirken, mit Verbandszeug und Pflastern können Verletzungen behandelt werden. Dazu empfiehlt sich eine Wundsalbe. Tipp: Auch hier finden Sie wieder in Ihrem Auto das Nötigste an Verbandszeug, nämlich im Verbandskasten im Kofferraum.
© iStock/Siarhei KhaletskiHygiene-Artikel
Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig ein Toilettenpapier-Vorrat im Notfall sein kann. Daher sollten Sie auch einen kleinen Vorrat an Hygiene-Artikeln anlegen. Dazu sollten Sie etwas Desinfektionsmittel lagern. Denn bei einem Blackout ist die Hygiene eingeschränkt. Bei vielen Personen in einem Haushalt und Wassermangel kann es schnell zu Infektionen kommen.
© iStock/sergeyryzhov