Bares für Rares
Dass dieses Stück ausgerechnet bei "Bares für Rares" landete - und dort hoffentlich ordentlich Geld einbringen würde - war pures Glück. Denn beinahe hätten die heutigen Besitzer es vor vielen Jahren für ein paar Euro auf dem Flohmarkt verscherbelt.
© ZDFBares für Rares
Christel und Roland hatten einen Jahreszeiten-Putto mitgebracht, der den bunten Frühling verkörperte. Bleibt die spannende Frage: Welcher Händler ließ sich vom Frühling verführen und zu welchem Preis?
© ZDFBares für Rares
Und woher kam das hübsche Kerlchen überhaupt? Einst hatte es einem ehemaligen Kollegen von Roland gehört. Als dieser ins Altersheim zog, schenkte er die Figur Christel. "Wir dachten erst, wir geben das Ding für zehn Euro auf den Flohmarkt", gab Roland zu.
© ZDFBares für Rares
Erst ein Opernbesuch in Wien änderte alles. Dort entdeckte das Paar ein ähnliches Exemplar, ausgezeichnet mit stolzen 70.000 Schilling. Das entsprach damals rund 10.000 D-Mark. Spätestens da wurde klar: Dieses Objekt könnte deutlich mehr wert sein als gedacht.
© ZDFBares für Rares
Ob Experte Colmar Schulte-Goltz diesen Verdacht bestätigte? Zunächst erklärte er, worum es sich bei der Figur eigentlich handelte: Sie gehörte zu einer vierteiligen Serie mit den Motiven Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
© ZDFBares für Rares
Die Marke auf dem Sockel ließ keinen Zweifel zu: Das Logo stammte von der erlesenen Wiener Keramik.
© ZDFBares für Rares
Der Entwurf kam sogar vom Gründer der Wiener Keramik persönlich: dem österreichischen Bildhauer Michael Powolny. Für Schulte-Goltz war er ein "viel beachteter und höchstsammelwürdiger Künstler, der bis heute von sich reden macht".
© ZDFBares für Rares
Zwischen 1907 und 1912 gefertigt, galt der Frühlings-Putto heute als das begehrteste Stück der vier Figuren. Ein kleiner Schönheitsfehler blieb allerdings: An einigen Stellen war die Glasur abgeplatzt.
© ZDFBares für Rares
Vom einst angedachten Flohmarktpreis für zehn Euro war der Wunschpreis inzwischen weit entfernt. Roland stellte sich für das zerbrechliche Objekt 1.000 bis 2.000 Euro vor.
© ZDFBares für Rares
Der Experte sah das sogar noch optimistischer: Trotz oder vielleicht gerade wegen der kleinen Blessuren taxierte Colmar Schulte-Goltz die Figur auf 2.700 bis 3.700 Euro.
© ZDFBares für Rares
Im Händlerraum sorgte der kleine Keramik-Frühling sofort für gute Laune. Besonders Julian Schmitz-Avila war entzückt: "Das ist schön!"
© ZDFBares für Rares
Die Händler trieben sich mit ihren Geboten allesamt gegenseitig nach oben. Am Ende machte Schmitz-Avila bei 2.650 Euro den Sack zu. "Für solche Objekte brenne ich." Gut also, dass die Flohmarkt-Idee damals nie umgesetzt wurde ...
© ZDFBares für Rares
Einen ähnlich ambitionierten Preis hatte Ulrich (rechts) im Kopf. Er wollte sich von seiner Sammlung außergewöhnlicher Pfeifen trennen.
© ZDFBares für Rares
Für 3.000 Euro wäre er bereit gewesen, seine "Herr der Ringe"-Pfeifen von Gimli, Gandalf, Aragorn und Bilbo abzugeben. "So sahen sie im Film auch aus", stellte Kümmel beim Blick auf die Fanartikel fest. "Sie sind aber wirklich zum Rauchen gedacht." Alle Exemplare waren unbenutzt, originalverpackt und in makellosem Zustand.
© ZDFBares für Rares
Doch als die Expertise nur 1.200 bis 1.500 Euro auswies, winkte Ulrich ab. "Da habe ich ja schon wesentlich mehr für bezahlt, als ich die vor ein paar Jahren gekauft habe."
© ZDFBares für Rares
War der nächste Deal erfolgreicher? Das Blechstück zeigte eine Werbefigur der Motorenölmarke Veedol und konnte laut Detlev Kümmel etwa 100 bis 150 Euro einbringen. "Ich glaube, fast jeder LKW-Fahrer hatte diese Galionsfigur in den 1960er-Jahren am Kühlergrill."
© ZDFBares für Rares
Der Verkäufer hoffte auf 50 Euro, doch im Händlerraum ging es deutlich höher hinaus. Christian Vechtel (Dritter von rechts) griff schließlich zu und zahlte 220 Euro.
© ZDFBares für Rares
Als Nächstes kam feiner Schmuck aus Omas Nachlass auf den Tisch. Das Set bestand aus Ring, Brosche und Ohrhängern samt Schatulle und stammte aus der Zeit um 1900. Rund 500 Euro waren dafür drin.
© ZDFBares für Rares
Gefertigt aus 585er-Gold und besetzt mit kleinen Saphiren sowie Perlen, überzeugte das Jugendstil-Ensemble ebenfalls Christian Vechtel. Für 610 Euro wechselte der Schmuck schließlich den Besitzer.
© ZDFBares für Rares
Ein "fabelhaftes Stück Kultur" hatten die letzten Verkäufer laut Colmar Schulte-Goltz im Gepäck. Bei dem eleganten Gefäß handelte es sich vermutlich um eine Jardinière aus der Jugendstilzeit aus dem Hause WMF.
© ZDFBares für Rares
Für das dekorative Stück aus einer versilberten Zinn- und Messinglegierung standen eigentlich 250 bis 350 Euro im Raum. Am Ende wurden es immerhin 200 Euro - bezahlt von Markus Wildhagen.
© ZDF