Seltene Variante

Wie gefährlich ist Ebola?

21.05.2026 von SWYRL

Vergangene Woche sind Ebola-Fälle in Zentralafrika bekannt geworden, die WHO hat den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Was macht Ebola so gefährlich?

Anfang Mai sind in der Demokratischen Republik Kongo mehrere Ebola-Fälle aufgetreten. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll es mehrere Todesopfer gegeben haben. Am Sonntag hat die WHO dann den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Der erste Ebola-Fall in Deutschland, ein US-amerikanischer Arzt, der sich in dem zentralafrikanischem Land infiziert hat, wird auf der Sonderisolierstation der Berliner Charité behandelt. Für Deutschland ist das Risiko derzeit äußerst gering, wie Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in der "ARD"-Sendung "Bericht aus Berlin" erklärte. Doch wie gefährlich ist das Ebola-Virus?

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Was ist Ebola?

Bei Ebola handelt es sich laut Robert-Koch Institut (RKI) um eine seltene und lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die durch das Ebola-Virus (EV) verursacht wird. Die Gattung wird in fünf Spezies unterteilt, dem Zaire-Ebolavirus (EBOV), dem Sudan-Ebolavirus (SUDV), Taï Forest, Bundibugyo und Reston. Am gefährlichsten gilt der Zaire-Stamm, bei dem die Sterblichkeitsrate bei bis zu 90 Prozent liegt.

Bei dem großen Ausbruch in Westafrika 2014/2015 hatte diese Variante 11.000 Todesopfer gefordert. Bei dem aktuellen Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo sind laut "Wirtschaftswoche" 13 Infektionen mit dem Bundibugyo-Stamm nachgewiesen worden. Die Sterblichkeitsrate dieser Spezies liegt bei 37 Prozent und es gibt noch keinen zugelassenen Impfstoff.

So wird Ebola übertragen

Anders als bei Grippeviren oder Corona wird Ebola nicht durch Aerosole in der Luft übertragen, sondern laut RKI durch Körperkontakt mit erkrankten Personen. Das gilt besonders für Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Blut. Ansteckend werden infizierte Menschen erst, wenn sie Symptome zeigen. Je stärker die Symptome ausfallen, desto höher ist die Ansteckungsgefahr.

Gerade weil Ebola nur durch Kontakt übertragen werden kann, werden in Deutschland aufgrund des aktuellen Ebola-Ausbruchs in Afrika keine besonderen Vorkehrungen getroffen. Laut RKI gäbe es hierzulande alle Voraussetzungen zur schnellen Unterbrechung von Infektionsketten. Zudem ist eine sichere Versorgung von Erkrankten gegeben.

Diese Symptome treten bei Ebola auf

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt bei Ebola zwei bis 21 Tage, im Schnitt sind es sechs bis zehn Tage. Die ersten Symptome sind grippeähnlich, darunter Fieber, Unwohlsein und Gliederschmerzen. Nach drei bis zehn Tagen können nach Angaben des RKI Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen und Durchfall auftreten. Im weiteren Verlauf kann es zu Hautausschlägen, inneren und äußeren Blutungen sowie zu Atemnot kommen.

Nur die Symptome können behandelt werden

Unbehandelt verläuft eine Ebola-Erkrankung nach Angaben des RKI in 30 bis 90 Prozent der Fälle tödlich. Eine wirksame Therapie gegen Ebola gibt es nicht. Lediglich die Symptome können behandelt und gelindert werden. In den USA sind Antikörper gegen das Zaire-Ebolavirus zugelassen. Doch diese Antikörper sind nur für die Zaire-Variante spezifisch und nicht in Deutschland zugelassen. Bislang gibt es nur gegen den Zaire-Virus einen zugelassenen Impfstoff.

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