"Bares für Rares"
Ein seltenes Objekt eines alten Karussells hatte es Horst Lichter (rechts) in der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" ganz schön angetan: "Ich wäre so gerne Händler", schwärmte er und nahm schon mal Platz auf dem nostalgischen Motorrad.
© ZDF"Bares für Rares"
"Das ist wieder mal ein Objekt, wo ich gerne Händler wäre", sagte Lichter begeistert, als er das kleine Motorrad neben dem Expertentisch entdeckte. Das übrige Kinderkarussell fehlte allerdings - das Zweirad stand allein im ehemaligen Optikergeschäft der Verkäuferin und diente dazu, Kindern spielerisch Brillen anzupassen.
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Lichter war sichtlich angetan: "Mir gefällt's richtig gut", erklärte er, zumal einige Details an echte Originalteile erinnerten: "Die Alu-Blinker kenne ich, die sind von BMW und teuer gesucht." Tatsächlich stammte das Motorrad vom Brüsseler Hersteller Lenaerts, der laut Detlev Kümmel erst Fahrräder und später auch Modelle für Fahrgeschäfte entwickelt hatte.
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Auch die Sitzbezüge aus Kunstleder waren laut Lichter hervorragend erhalten. Kümmel stimmte zu und erklärte, dass das Modell an das berühmte Motorrad "Indian Chief" angelehnt war, wenn auch in stilisierter Form. Insgesamt ordnete der Experte das Kirmes-Objekt mit Gummireifen und Chromdetails in die 1950er- bis 1960er-Jahre ein.
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"Ein Tausi wär schön", erklärte Christiane auf die Frage nach dem Wunschpreis. Kümmel bestätigte, dass vergleichbare Modelle meist zwischen 700 und 1.000 Euro bringen würden und bewertete auch dieses Stück so. "Super", freute sich die Verkäuferin auf die Händlerkarte. Nur Lichter wollte ungern loslassen.
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Kaum war die Verkäuferin in Richtung Händlerraum unterwegs, rief Kümmel: "Die Sitzprobe fehlt noch!" Lichter ließ sich das nicht zweimal sagen und saß im nächsten Moment schon auf dem Motorrad. "Warte", rief Kümmel, sprang gleich hinterher und geriet bei so viel Spaß und Freude fast ins Straucheln.
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Julian Schmitz-Avila (rechts) wusste von Lichters Motorrad-Leidenschaft: "Da kenne ich jemanden, der wieder sauer ist, dass er kein Händler ist." Händlerin Liza Kielon freute sich derweil über das Überbleibsel vom Karusell: "Endlich ein Motorrad in meiner Größe", lachte sie und probierte es direkt selbst aus.
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Kaum war die Verkäuferin im Händlerraum, wollte Elke Velten wissen: "Wo ist der Rest vom Karussell?" Doch Christiane erklärte, dass in ihrem Optiker-Laden nur dieses eine Stück stand - und zwar mitten in der Kinderecke. Die Runde fand die Idee "super", und schon ging es los mit 150 Euro als Startgebot von Schmitz-Avila.
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"Ich finde es gut", erklärte Christian Vechtel (rechts) und ging direkt auf 300 Euro. Doch das Interesse war groß. Markus Wildhagen bot 500 Euro. "Das ist deine Beute, Markus", wusste Vechtel, legte aber noch mit 580 Euro nach. Für die Verkäuferin noch zu wenig. Sie nannte die Schätzung aus der Expertise.
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"1.000 ist ein krasser Preis", schnaufte Vechtel. Er bot noch 620 Euro. "Das machen wir", stimmte die Verkäuferin aus Mangel an Alternativen am Ende zu. Denn auch Händler Wildhagen hatte "600 als Grenze gesetzt". Nach dem Zuschlag gab Christiane an, sie sei "zufrieden", habe sich insgeheim aber doch "einen Ticken mehr erhofft".
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Als weiteres Objekt wurde ein Gedenkring aus England mitgebracht, den Wendela Horz auf 1842 datierte. Der Ring aus 750er Gold wurde wohl zur Beerdigung eines Familienmitglieds gefertigt und hatte einen hohen ideellen Wert. Geschätzt wurde er auf 400 bis 500 Euro, gewünscht waren aber 4.500 bis 5.000 Euro. So gab es keine Händlerkarte.
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Ein Gemälde aus Familienbesitz, das laut Inschrift und Expertenschätzung um 1850 entstanden war, zeigte Assisi mit der Doppelkirche des heiligen Franziskus. Während 150 Euro gewünscht wurden, schätzte Colmar Schulte-Goltz den Wert auf 400 bis 580 Euro. Julian Schmitz-Avila kaufte Bild schließlich für 450 Euro.
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Eine Brosche aus 585er Weißgold mit 2,2 Karat Diamanten war laut Wendela Horz auch als Anhänger tragbar. Während sich der Verkäufer 3.000 Euro erhoffte, schätzte die Expertin den Wert nur auf 1.500 bis 1.800 Euro, da zwei Brillanten auch Imitate waren. Schließlich wurde der Erbschmuck an Elke Velten für 1.300 Euro verkauft.
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Bohrloch-Erde von Walter De Marias "The Vertical Earth Kilometer" (documenta 1977) war nach dem Projekt als Erinnerung an die Land Art in Acryl gegossen worden. Colmar Schulte-Goltz schätzte den Wert auf 400 bis 480 Euro, während nur 50 Euro gewünscht wurden. Doch als Christian Vechtel nur die gewünschten 50 Euro bot, nahmen die Verkäufer das Objekt lieber wieder mit.
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Zwei Deckenleuchten im dänischen Design stammten laut Detlev Kümmel aus den 1960er-Jahren. Eine der Lampen stammte von Fog und Morup (Dänemark), während die andere keinen Hersteller aufwies. "Alles über 20 Euro finde ich gut", erklärte die Verkäuferin. Der Experte schätzte den Wert auf 450 bis 500 Euro und Markus Wildhagen zahlte schließlich 300 Euro.
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