21.05.2026 von SWYRL/Jürgen Winzer
Am Ende lagen sich Coach und Kandidat weinend in den Armen. Die erste Staffel von "Promi Taste" erlebte einen strahlenden, aber auch überraschenden Sieger. Aber in den letzten drei Final-Kochrunden setzte er sich mit Mut und ganz viel Herz auf seinen Löffeln durch und kassierte alle vier finalen Goldsterne.
Jochen Schropp heißt der Sieger von "Promi Taste" bei SAT.1! Der TV-Moderator und sein Coach Frank Rosin heulten gemeinsam wie die Schlosshunde. "Ich bin zwischen Herzinfarkt und Heulkrampf", gestand Schropp (47), als der letzte Löffel verkostet wurde. Kurz darauf brüllten er und sein Coach Rosin (59) ihre Freude hinaus. In der dritten Finalrunde gaben alle vier Coaches ihren goldenen Stern an Schropp - klarer kann ein Votum nicht sein. Den beiden anderen Finalisten Jeanette Biedermann (46) und Kathrin Menzinger (37) blieb nur, sich neidlos mit Schropp zu freuen.
Mit Schropps Durchmarsch zum Promi-Taste-Cup und der Siegprämie von 10.000 Euro Spendengeld für einen guten Zweck war nicht zu rechnen gewesen. Denn von den sieben Promis, die ins Finale gekommen waren, war Schropp der einzige, der in den Folgen zuvor keinen einzigen goldenen Stern hatte erkochen können. Die Favoriten waren andere. Jeanette Biedermann trug sechs Sterne auf der Schürze, Kathrin Menzinger und Jenny Elvers (54) je fünf, Ben Blümel (45) kam auf zwei und Paul Schütz und Elmar Paulke (56) auf je einen.
Mit ihren Schützlingen fieberten auch die Coaches. Alexander Herrmann (54) hatte mit Elvers als Einziger nur noch ein Eisen im Feuer. Frank Rosin vertraute neben Schropp auf Schütz, Tim Raue (52) betreute Biedermann und Paulke, Alexander Kumptner (42) drückte Menzinger und Blümel die Daumen. Gast-Jurorin war Elif Oskan (36), die in der 14. "The Taste"-Staffel als Coach fungierte und die auch in der 15. Staffel dabei sein wird.
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Verwirrung am Herd: "Was ist Kaymak Eine finnische Sportart?"
Oskan gestaltete die Aufgaben der ersten beiden Finalrunden. Zunächst forderte sie von den Finalisten, eine besondere Zutat zum "Star des Löffels" zu machen. Die Zutaten, von Tomate über Kirsche bis Zitrone, wurden zugelost. Für Verblüffung und Entsetzten sorgte die Zutat Kaymak. "Was ist das? Eine finnische Sportart?", war sogar Alexander Herrmann ratlos, denn auch sein Schützling Elvers hatte von Kaymak noch nie was gehört.
Es ist eine Schichtsahne, die vor allem in der türkischen Küche verwendet wird. Aber Elvers trotzte der neuen Erfahrung: Ihr Löffel wurde von Elif Oskan als fünftbester gewertet - das reichte für die zweite Runde. Biedermann gewann die Wertung vor Menzinger, Blümel und Schropp. Das Aus kam hingegen für Content Creator Schütz und Moderator Paulke.
In Finalrunde zwei wartete die Königs-Disziplin: Aromenkombination. Bei der Auswahl der beiden zu verquickenden Komponenten standen Orte Pate, die im Lebenslauf von Elif Oskan eine wichtige Rolle spielen: Istanbul (Sumach und Joghurt), London (Earl Grey und Milch), Guadalajara (Koriander und Chipotle), Zürich (Käse und Pfeffer) sowie München (Brezel und Bier). Biedermann als Sterne-Hamster durfte sich ihre Kombi selbst aussuchen und die anderen zuteilen. Sie wählte Istanbul, gab Zürich an Blümel, München an Elvers, Guadalajara an Menzinger und das diffizile London an Schropp.
Vier Goldsterne im Finale: Jochen Schropp gelingt der Durchmarsch
Schon beim Verkosten von Schropps Löffel gingen Oskans Mundwinkel verträumt nach oben. "Das schmeckt genauso, wie man mir dort den Tee servierte." Den Schropp-Löffel bewertete sie als besten. Der von Menzinger und der von Biedermann schaffte es ebenfalls in die finale Runde. Blümel, der ausgerechnet im Finale die Nerven verlor und "auf Talfahrt" ging, sowie Jenny Elvers schieden aus.
Im Finale war freies Kochen angesagt. "Kocht einen Löffel für euren Herzensmenschen", lautete die Aufgabe. Motiviert durch Grußbotschaften von ihren Lieben machten sich die drei Finalisten ans Werk. Schropp wurde durch den Videogruß seiner Freundin Birte sogar auf einen neuen Pfad gebracht. Eigentlich habe er was ganz besonders Anspruchsvolles machen wollen, aber: "Das Birte-Video hat mir gezeigt: Ich muss was kochen, was sie damals glücklich gemacht hat." Und das war: eine orientalische Bulette!
Schropps Kursänderung zahlte sich aus. "Sommer, Sonne, Sonnenschein, Urlaub" schmeckte Tim Raue, Alex Kumptner lobte die "Street Food Authentizität" und Rosin seufzte: "So essen Familien." Dagegen waren die handwerklich ebenso perfekten Gerichte von Biedermann (Rinderfilet, Blumenkohl, Tomate, Kartoffel) und Menzinger (Gyōza , Garnele, Kohlrabi, Sesam) am Ende chancenlos.
Als Herrmann als erster Juror den goldenen Stern an Schropp verteilte, reagierte er fast noch ungläubig auf den allerersten goldenen Stern dieser Staffel. Schon beim zweiten von Kumptner schossen ihm und seinem Coach Rosin die Tränen in die Augen. Raues Stern brachte die Entscheidung, Rosins Stern war das Sahnehäubchen und ging fast im grenzenlosen Jubel unter.
Über den Durchmarsch im Finale freute sich auch Frank Rosin ganz besonders: Es bedeutet seinen ersten Sieg in einem "The Taste"-Wettbewerb. Rosin ist ein Urgestein des Formats und war in 14 Staffeln nur zweimal nicht dabei - aber "Winning Coach" war er bisher noch nie.



