Bares für Rares
Heide Rezepa-Zabel schwärmte beim Anblick des Verkaufsobjekts: "Die ist richtig gut, oder?" Lichter stimmte zu: "Die macht Pamm", kommentierte er die Brosche und veranschaulichte seine These mit einer Handbewegung. "Die ist wie ein Stern im Weltraum, der explodiert!"
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"Ganz genau! Pow!", ließ sich auch die Expertin zu viel Gestik hinreißen. "Das Temperament geht mit dir durch", lachte der Moderator. "Die würde ich tragen", sinnierte Heide Rezepa-Zabel indessen. "Die würde dir auch stehen", fand Lichter.
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"Mensch, der Herr kommt mir bekannt vor", sagte der Moderator. Hans-Otto aus Köln bestätigte, dass er bereits zum zweiten Mal vor dem Expertentisch stand. "Freut mich, dass Sie wieder dabei sind", wandte der Gast sich an Heide Rezepa-Zabel.
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"Es ist ja wie ein Familientreffen", kommentierte der Moderator. "Meine Frau hat mich wieder zu euch geschickt", so Hans-Otto. Sie habe "dieses Feuerwerk zu Hause im Dunklen schmoren lassen". Nun sollte der Erlös den Enkeln zugutekommen.
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Die Feuerwerksmetapher amüsierte die Expertin. Heide Rezepa-Zabel kannte aber den wahren Hintergrund für die Inspiration des Designs. Die Brosche stamme aus den 60er-Jahren, als die NASA bis dato ungekannte Bilder dem Weltraum veröffentlichte.
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"Sternexplosionen, Supernova, Sonnenstürme - fantastische Bilder, die die Juweliere gleich genutzt haben", dozierte die Expertin. "Das schaffte der eine besser und der andere schlechter", erklärte sie. Wo ordnete sie wohl das Mitbringsel ein?
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"Ein hervorragendes Stück, eine feine Handarbeit, wie ich sie so noch nicht gesehen habe", lobte Heide Rezepa-Zabel. Dutzende von feinen handgezogenen Drähten wurden handverlotet und "so gebogen, als würden sie explodieren", erklärte sie.
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Rund 37 Diamant-Trapeze und dazu im Kern 25 Brillanten - alles in allem schätzte die Expertin den Schmuck auf 3,3 Karat. Horst Lichter fragte nach dem Preiswunsch. Hans-Otto nannte 2.500 Euro. Rezepa-Zabel wusste: Bereits der Goldwert lag bei rund 1.800 Euro.
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Dazu kämen die Diamanten und die "tolle Umsetzung", referierte die Expertin. Heide Rezepa-Zabel hielt bis zu 4.000 Euro für realistisch. Der Besuch "hat sich gelohnt", fand der Verkäufer schon jetzt.
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Hans-Otto dachte laut darüber nach, vor welchem Händler er seinen Schmuck am besten platzieren soll. "Wer lacht mich hier an?", fragte er sich. "Alle", war Wolfgang Pauritsch (links) wenig hilfreich. Mit Blick auf Pauritsch fragte Hans-Otto: "Ist er der Chef hier?"
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Die Kollegen amüsierten sich, während Wolfgang Pauritsch verneinte. "Die Brosche lacht uns an", so Pauritsch. "Wow!", sagten Benjamin Leo Leo und David Suppes. "Ein Eiskristall", dachte David Suppes laut. "Ein Komet", fand dagegen Lisa Nüdling.
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"Eine Schneeflocke", warf Benjamin Leo Leo (links) eine weitere Idee in den Raum. "Ein Eiskomet", sagte Suppes. "Das Besondere ist: Da sind Brillanten und Diamant-Trapeze verarbeitet - das ist wie ein Strahlenkranz gemacht", beobachtete Pauritsch.
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Mit Hilfe seiner Lupe entzifferte Pauritsch ein "W". Hans-Otto erklärte, das verweise auf den Juwelier Weyersberg aus Düsseldorf. "Das ist ein großer Name", war Lisa Nüdling beeindruckt. "Wahnsinn, das könnten drei Karat sein", glaubte Pauritsch.
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"3,3", präzisierte Hans-Otto. Die einzelnen Steine seien in der Höhe so unterschiedlich angesetzt, "dass sie die optimale Reflexion erreichen", schwärmte Lisa Nüdling. "Das ist so schlau gemacht, das ist hohes Juwelierskönnen, toll!"
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"Ein Feuerwerk", beschrieb Pauritsch, wie es Hans-Otto zuvor gegenüber Lichter und der Expertin bereits getan hatte. Pauritsch startete mit stolzen 1.500 Euro. Lisa Nüdling folgte mit 2.000. Auch Daniel Meyer stieg ein. Hans-Otto rieb sich bereits die Hände.
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"Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich genug Zeit habe, das zu schaffen, wenn ihr so schnell so weiterbietet", beschwerte sich David Suppes (links). Daniel Meyer (rechts) kannte kein Mitleid: "Manchmal verpasst man eine Ausfahrt." Nüdling nahm die Ausfahrt: Sie kaufte für 3.500 Euro.
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"Ist das deine erste Explosionsbrosche?", erkundigte sich Meyer. "Ich explodiere gerne mal hier am Tresen hier", erwiderte Nüdling schelmisch. "Es ist prima gelaufen", fasste Hans-Otto zusammen. Er war sicher, dass sich die Enkel und die Oma freuen würden.
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"Der berühmte Tigerhahn", fantasierte Horst Lichter über das Motiv des Holzschnitt-Drucks von Ewald Mataré. Verkäuferin Juana erhoffte sich 1.000 Euro dafür. Kunstexpertin Friederike Werner hielt bis zu 1.500 für realistisch. Daniel Meyer bezahlte sogar noch deutlich mehr: 2.600 Euro!
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Hilde wollte einen Füllfederhalter von Cartier aus 750er Gold und versilbertem Metall für 500 Euro veräußern. Detlev Kümmel schätzte auf maximal 450 Euro. Lisa Nüdling begeisterte sich am meisten für das "ikonische Element von Cartier" und kaufte den Füller für 420 Euro.
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Eine Leuchte von Harveiluce aus den 1970er-Jahren nach einem Entwurf von Luigi Massoni hatten Zoe und ihr Papa Raymond für 15 Euro auf dem Trödelmarkt entdeckt. Detlev Kümmel taxierte auf bis zu 400. David Suppes bezahlte 320 Euro.
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Einen silbernen Trinkbecher von 1735 hatte das Ehepaar Sigrid und Andreas bei einer Auktion für 310 Euro erstanden. Heide Rezepa-Zabel hielt bis zu 1.000 Euro für realistisch. Wolfgang Pauritsch bezahlte 700 Euro.
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Zehn Wand-Schützenteller aus Meissener Porzellan wollten Hildegard und Nico veräußern. Den Wunschpreis von 200 bis 300 Euro erhöhte Friederike Werner auf bis zu 800. Daniel Meyer bezahlte 350 Euro.
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