Die Cosquer-Höhle - Sa. 25.06. - ARTE: 21.40 Uhr

Ein Meisterwerk in Gefahr

23.06.2022 von SWYRL/Elisa Eberle

Seit rund 30.000 Jahren werden die Wände der Cosquer-Höhle von einmaligen Höhlenmalereien und Ritzzeichnungen geziert. Doch der Klimawandel lässt die Unterwasserhöhle mehr und mehr versinken. Eine ARTE-Doku begleitet Menschen, die versuchen so viel zu retten, wie nur möglich.

Sie ist einer der spektakulärsten Funde der vergangenen Jahrzehnte: Die Cosquer-Grotte bei Marseille ist die einzige verzierte Unterwasserhöhle der Welt. Benannt wurde sie nach ihrem Entdecker, dem französischen Berufstaucher Henri Cosquer, der im Frühjahr 1985 erstmals durch den 37 Meter unter dem Meeresspiegel liegenden Eingang tauchte. Sechs Jahre lang erkundete er die Höhle heimlich in Begleitung weniger Freunde, ehe ein tragischer Unfall ihn dazu brachte, den Fund an die französischen Behörden zu melden. Seitdem wird die Höhle von Geomorphologen, Archäologen, Ethnologen und Spezialisten für Höhlenkunst erforscht. Die Dokumentation "Die Cosquer-Höhle" von Marie Thiry auf ARTE begleitet sie dabei.

Unter schwierigsten Bedingungen tauchen die Forscherinnen und Forscher wieder und wieder in die Höhle hinab. Die rund siebenstündigen Missionen sind so anstrengend, dass sie die Taucher bis zu drei Kilogramm ihres Körpergewichts kosten. Doch der Einsatz lohnt sich: Die Forscherinnen und Forscher erhoffen sich mehr über das Leben der alten Völker herauszufinden, die vor rund 30.000 Jahren an der Mittelmeerküste lebten. Gleichzeitig hoffen sie auf eine Antwort auf die Frage, wie die Calanque in der Eiszeit aussah.

Doch der Erfolg der großangelegten Aktion ist bedroht: Der Klimawandel lässt den Meeresspiegel immer weiter steigen. In der Folge könnten die kostbaren Malereien von verschiedenen Tieren sowie die Handabdrücke eines Tages vollständig verblassen. Um dem entgegenzuwirken, entschied sich das französische Kulturministerium zu einem ungewöhnlichen Weg: Mithilfe einer präzisen Digitalisierung der Höhle sollen die Felswände und ihre Zeichnungen an Land rekonstruiert werden. Wie die beauftragten Künstlerinnen und Künstler dabei vorgehen, wird in der Doku ebenfalls gezeigt.

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