"Germany's Next Topmodel"

Früherer Boyband-Star beim GNTM-Casting: Er spielt "gerne mit beiden Geschlechterrollen"

12.02.2026 von SWYRL/Bettina Friemel

Ex-Nationalspieler, Baumkletterer, Look-Alikes - in Köln hat sich eine illustre Gruppe an Männern versammelt, um "Germany's Next Topmodel" (ProSieben) zu werden. Doch nicht jeder trägt eine Absage von Heidi Klum in der ersten Folge mit Würde ...

Ab jetzt heißt es wieder auf ProSieben: Wer wird "Germany's Next Topmodel"? Den Anfang der inzwischen 21. Modelsuche machen die Männer, die beim offenen Casting in Köln nicht nur Heidi Klum, sondern auch Designer-Legende Jean Paul Gaultier überzeugen müssen. Kaum ist das Konfetti des letzten Finales vom Laufsteg gefegt, laufen die neuen Talente los. Groß, klein, alt, jung, in kreativen Outfits oder im Schlüppi - Klum und Gaultier, der schon Madonna und Beth Dito einkleidete, bekommen viel präsentiert. "So viele potenzielle Models waren es noch nie", beeindruckt Heidi Klum die lange Schlange vor der Halle.

"Was hab ich mich heute gefreut, zur Arbeit zu kommen", bestaunt sie die vielen gutaussehenden Männer, die in Zweiergruppen über den Laufsteg walken. Dann wird in Gruppen sortiert: Wer ist raus und wer kommt weiter? Einer der Auserwählten erzählt, er mache in seiner Freizeit gerne Selfcare. "Macht ihr alle Selfcare?", fragt Klum in die Runde. Alle nicken.

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"I have Unterhose"

Yanneck aus Berlin würde lieber modeln, statt weiter im Fuhrpark zu arbeiten: "Einfach machen, laufen, posen." Klum will wissen, ob ihm ihr Pony gefällt: "Ich habe mir extra eine neue Frise geschnitten." Er mag den Pony. Klum verrät: "Mein Mann auch. Deswegen habe ich das für meinen Mann gemacht." Minu zeigt im Outfit seine feminine und maskuline Seite und trägt einen Rock. "Unterhose ist da schon drunter?", hakt Klum nach. Minu scheint irritiert: "Ja, I have Unterhose." Für die nächste Runde reicht es trotzdem nicht.

Tony war Handballspieler bei der deutschen Gehörlosen-Nationalmannschaft und lief schon auf der Berliner Fashion Week. In ihm sieht Heidi Klum Potenzial. Norvi aus Venezuela will bei GNTM seine eigene Geschichte schreiben. Ob dafür ein türkiser Pailletten-Einteiler und ein selbstgedichtetes Lied ausreichen? "Wunderbarer Look", lässt sich Gaultier vom Glitzer blenden. Dann trällert Norvi los: "Hallo Heidi and Jean Paul Gaultier, ich bin Norvi und ich bin hier! Willst du mich haben bei GNTM?" Leider nein.

Doppelgänger vom letzten Jahr

Zwischendurch mischt sich Gaultier inkognito als Lockvogel Raoul backstage unter die Models, bleibt aber nicht lange unerkannt. "Jean Paul Gaultier!!!", ruft einer der Wartenden. Unter tosendem Applaus läuft der Designer über den Übungs-Catwalk und hat sichtlich Spaß dabei. Zurück im Studio erlebt Heidi Klum zwei Déjà-vus. Am langhaarigen Cenk fällt ihr auf: "Du erinnerst mich so ein ganz kleines bisschen an Nawin." Der fiel in der vergangenen Staffel durch seine besondere Bindung zu seinen Haaren auf. Klum denkt schon ans Umstyling und grinst: "Schnipp-Schnapp ..." BWL-Student Adrian sieht mit seinen dunklen Locken hingegen ein bisschen wie Kevin aus - sage man ihm zumindest häufiger.

Dann schreiten zwei spezielle Kandidaten über den Catwalk. "Ich bin heute hier, weil ich Germany's Next Topmodel 2026 bin!", kann es einer kaum abwarten, endlich vor Heidi Klum zu laufen. Doch die sortiert ihn aus. Das lässt er nicht auf sich sitzen und geht einfach nicht mit den anderen von der Bühne. Heidi winkt noch mal ab: "Danke, dass du gekommen bist." Dann rauscht der Aussortierte ab. "Ich bin sauer", lässt er seinem Ärger draußen Luft. "Die sagt einfach zu mir Nein!" Er motzt: "Schon eine Frechheit eigentlich. Sorry, aber ich finde einfach, ich sehe zu gut aus!" Für ihn steht fest: "Natürlich wird sie das bereuen."

Wie besamt man eine Kuh?

Ein anderer stellt sich als "ehemaliger Fußballspieler, ehemaliger Boxer, gelernter Landwirt" vor. Und zertifizierter Rinderbesamer, was Klums Neugier weckt: "Wie machst du die denn schwanger?" Er erklärt anschaulich den Vorgang. Klum verzieht das Gesicht: "Haben wir wieder was dazugelernt heute." Mehr will sie dann auch nicht wissen.

Mit Ibo scheint dafür ein Favorit gefunden. Für seine Mutter steht sowieso fest: "Du bist geboren, ein Star zu werden." Der Catwalk könnte der Weg dorthin sein. "Die Nummer 44, der ist ja der Knaller. Der ist ja bildhübsch", flüstert Klum Gaultier zu.

Transmann teilt offen seine Geschichte

Ex-"Prince Charming" Kim Tränka versucht zum wiederholten Male vergeblich sein Glück auf die große Modelkarriere. Mehr Erfolg hat der 44-jährige Jill Deimel, der ebenfalls schon vor der Kamera stand und seine bewegende Geschichte erzählte. "Ich bin Transmann", macht er auch bei GNTM kein Geheimnis daraus. "Ich bin mein halbes Leben mit den Geschlechtsmerkmalen einer Frau durch die Welt gegangen und wollte nicht gesehen werden." Klum hört gebannt zu: "Danke, dass du uns das so offen alles sagst." Gaultier gefällt sein farbenfroher Style. "Ich bin hier, weil ich endlich ich bin", strahlt Jill, der schon immer davon träumte, dass es GNTM auch für Jungs gibt.

Und noch ein bekanntes Gesicht taucht zum Casting auf. "Ich spiele gerne mit beiden Geschlechterrollen", beschreibt sich das "androgyne Petit Model" Marq. Der Schifffahrtskaufmann sang sich vor 22 Jahren bei "Popstars" in die Band Overground. Er schnappt sich ein Mikro und schmettert den Hit "Schick mir 'nen Engel".

Klum sieht "großen Wiedererkennungswert"

Mostafa ist mit seinen fast 70 Jahren der wohl älteste Anwärter. Mit Maultrommel "und ein kleines bisschen Fantasiegesang dazu" will er die Jury betören. "Mega", findet Klum. "Formidable", applaudiert Gaultier und will mehr von ihm sehen. Auch die blauen Augen von Baumkletterer Christian überzeugen. Im markanten Gesicht von Louis sieht Klum einen "großen Wiedererkennungswert". "Wow, Number 10, der war krass", schwärmt das Topmodel außerdem von Boureima aus dem Allgäu. Zu Denzel aus Wuppertal, der mit Albinismus lebt, meint sie ebenfalls: "Er ist ein Muss. Er ist ganz toll. I love him."

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