03.06.2026 von SWYRL/Jonas Decker
"Sommer auf Asphalt", "Scary Movie" und "Masters of the Universe", eine neue Adaption der epischen Fantasy-Abenteuer rund um He-Man, Skeletor und Co.: Das sind die Kino-Neustarts am 4. Juni.
Eternia, Grayskull, Evil-Lyn, Man-At-Arms, Skeletor und, natürlich, He-Man: Viele Kinder der 80er-Jahre (und unter ihnen vor allem die Jungs) kommen bei diesen Namen bis heute sofort ins Schwärmen. Das Spielzeug von Mattel, die legendäre Zeichentrickserie von Filmation, die Plastikschwerter, Brotzeitdosen und Schlafanzüge, das sind für viele Mittvierziger Erinnerungen von unschätzbarem Wert. "Ich habe die Kraft!", so ging das damals. Und so oder so ähnlich soll's jetzt auch wieder gehen: Vier Jahrzehnte nach dem großen He-Man-Hype kommt ein neuer "Masters of the Universe"-Film ins Kino.
Außerdem neu in dieser Woche: In "Sommer auf Asphalt" spielen Mala Emde und Christoph Maria Herbst ein Vater-Tochter-Gespann mit viel Ballast, und mit "Scary Movie" kommt nach 13-jähriger Pause der sechste Teil der berühmten Parodie-Reihe auf die Leinwand.
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Masters of the Universe
He-Man auf der großen Leinwand, da gibt es eine ganz eigene Vorgeschichte. Gary Goddards "Masters of the Universe"-Film von 1987 war mit Dolph Lundgren in der Hauptrolle (und Dave Langella als Skeletor) recht prominent besetzt, wird heute aber höchstens noch als Kult-B-Movie gefeiert und war für "echte" He-Man-Fans eigentlich schon damals eine Qual: He-Man sah nicht aus wie He-Man, Skeletor nicht wie Skeletor, und auch sonst hatte der Sci-Fi-Trash kaum etwas mit den bekannten Inhalten der TV-Serie zu tun.
Ganz anders verhält es sich nun mit der neuen "Masters of the Universe"-Adaption von Travis Knight (Regie) und Chris Butler (Drehbuch), die nichts neu interpretieren oder neu erfinden wollen und den Fans stattdessen das geben, was sie wollen: He-Man, einfach nur He-Man, so stark und super und simpel, wie man ihn aus den 80ern kennt. Sein magisches Schwert sieht exakt so aus wie damals, der Filmscore spielt mit der ikonischen Titelmelodie der alten TV-Serie. Für den Soundtrack des neuen Films lässt Queen-Gitarrist Brian May die Saiten kreischen - großartig!
Travis Knight und Chris Butler orientieren sich stark an der Serie und dem Spielzeug, wenden allerdings auch einen erzählerischen Kniff an, den man aus der Kinoverfilmung mit Dolph Lundgren kennt. He-Man landet nämlich erst einmal als Adam in der echten Welt. Als kleiner Junge wurde er dorthin verfrachtet, die Erinnerungen an seinen Heimatplaneten Eternia sind längst erloschen. Bis er ein Zauberschwert findet, das eine seltsame magische Energie in ihm weckt. Eine Kraft, die ihn zum mächtigsten Mann im Universum macht.
So wird aus Adam bald wieder He-Man, und He-Man hat eine Mission: nach Hause zurückkehren, um Eternia vor seinem Erzfeind Skeletor zu retten. Der Schurken aller Schurken wird verkörpert von Jared Leto. Auch in der zweiten Reihe ist "Masters of the Universe" mit Stars wie Alison Brie (Evil-Lyn) und Idris Elba (Man-At-Arms) erstklassig besetzt. Die Produktion des Fantasy-Blockbusters, der ursprünglich schon vor fünf Jahren in die Kinos kommen sollte, soll bis zu 200 Millionen US-Dollar verschlungen haben. Vor der Fertigstellung des neuen Films waren mehrere Realisierungsversuche (unter anderem auch durch Netflix) gescheitert oder vorzeitig eingestellt worden.
Sommer auf Asphalt
"Was machst du eigentlich hier?", so begrüßt Les (Mala Emde) ihren Vater Bert (Christoph Maria Herbst), als der eines Abends plötzlich unangekündigt vor ihrer Tür sitzt. Das Verhältnis der beiden, man merkt es sofort, ist schlecht. Gegenseitige Besuche gibt es normalerweise nicht. Hier allerdings kommt es der jungen Les ganz recht. Sie wird ihren Papa bald brauchen, in mehrerlei Hinsicht. So beginnt in "Sommer auf Asphalt" eine gleichermaßen warmherzige wie lakonisch-brutale Tragikomödie.
Les, eine junge Frau, die großen Wert auf Unabhängigkeit und Selbstständigkeit legt, wird ungewollt schwanger. Für sie ist das erst einmal alles andere als ein Glücksfall. "Was soll ich denn mit einem Kind? Soll ich rumsitzen und Milch machen oder was? Ich muss fahren!" - Fahren, weil sie Kurierfahrerin ist und ihren Beruf sehr ernst nimmt. Also fährt sie erst einmal weiter, stürzt dann schwer, und ihr Vater Bert übernimmt ihren Job auf zwei Rädern.
Dass Bert, Typ Oberspießer, für Les auf dem Fahrrad einspringt, erweist sich als gute Sache. Er und seine Tochter kommen sich wieder näher. Dann aber nimmt die Geschichte, die Regisseur Simon Ostermann nach einem Drehbuch von Brix Vinzent Koethe inszenierte, eine dramatische Wendung. Wie Bert schon im Trailer verrät, hat er seine Tochter zu Beginn der Geschichte eben doch nicht nur aus einer Laune heraus aufgesucht. "Kennste den: Trägt ein Typ sein Leben lang Helm und kriegt einen Tumor im Kopf."
Scary Movie
Ein bisschen sehr albern, ein bisschen sehr plump, ein bisschen dumm: "Scary Movie" war all das, und niemand hat je irgendetwas anderes behauptet. Aber ein bisschen lustig war's eben auch. Viele Menschen fanden's sogar extrem lustig - die perfekte Antwort auf viele Kino-Erfolge der späten 90er-Jahre, die ihrerseits ja auch oft albern, plump und dumm waren. So wurde "Scary Movie" schließlich selbst ein Hit und Ausgangspunkt für ein ganzes Parodie-Franchise, das nun nach längerer Pause mit einem neuen Film fortgesetzt wird.
Die "Scary Movie"-Reihe spielte insgesamt knapp 900 Millionen Dollar ein, im Lauf der Zeit ließ die allgemeine Begeisterung aber doch spürbar nach. Zuletzt wurde 13 Jahre lang kein neuer Film mehr gedreht. Vielleicht nennt man den sechsten Teil auch deshalb wieder so wie damals den ersten, schlicht "Scary Movie". Und es weht da zwischen bösen Geistern, die niemand fürchten muss, durchaus auch der Geist von Neuanfang durch die Gemäuer: Erstmals seit "Scary Movie 2" (2001) wirken die Wayans-Brüder Keenan, Shawn und Marlon wieder mit - sie hatten das Franchise einst mit erfunden und sowohl vor als auch hinter der Kamera entscheidend geprägt, waren dann jedoch mit Fertigstellung des zweiten Films ausgestiegen. Darüber hinaus gehören auch Anna Faris (Cindy), Regina Hall (Brenda), Chris Elliott (Shorthand) und Dave Sheridan (Doofy Gilmore) wieder zum "Scary Movie"-Ensemble.
Der erste Film aus dem Jahr 2000 hatte seinerzeit 90er-Hits wie "American Pie", "Baywatch", "Blair Witch Project" und vor allem "Scream" auf die Schippe genommen. Der neue, sechste "Scary Movie"-Film will nun gleichermaßen an den Popkultur-Zeitgeist anknüpfen, auch wenn die Vorlagen vielleicht nicht mehr ganz so ikonisch sind. Als Inspiration dienten unter anderem "M3GAN", die zuletzt sehr populäre "Terrifier"-Reihe sowie "Blood & Sinners" und "The Substance".



