25.05.2026 von SWYRL/Jasmin Herzog
Glaube oder Vernunft? - Robert Zemeckis' "Contact" (1997) ist ein in ein Science-Fiction-Gewand gekleideter, filmischer Diskurs über Grenzfragen menschlicher Existenz.
Während viele Sci-Fi-Blockbuster vor allem mit spektakulären Special Effects aufwarten, ist Robert Zemeckis' "Contact" ein etwas stillerer, jedoch nicht weniger spektakulärer Vertreter des Genres: Der Streifen aus dem Jahre 1997 kommt noch ohne dominante 3D- oder CGI-Effekte, Explosionen und mitreißende Schlachtengemälde, aber auch (weitgehend) ohne Aliens aus. Dass Jodie Foster eine facettenreiche Schauspielerin ist, der es gelingt, unterschiedlichste Figuren glaubhaft zu verkörpern, hat die Oscar-Preisträgerin in Werken wie "Das Schweigen der Lämmer" (1991) oder "Inside Man" (2006) nachdrücklich unter Beweis gestellt. Bei Kabel Eins (Montag, 25. Mai, 20.15 Uhr) versucht sie nun zum wiederholten Mal, Kontakt aufzunehmen.
Geschildert wird die Suche nach einer Antwort auf die Frage, die die Menschen wohl seit der Entwicklung des Intellekts beschäftigt: Sind wir allein? Oder ist da draußen noch irgendwer? Ellie Arroway (Jodie Foster) geht diesem Rätsel mithilfe riesiger Radarantennen nach und bekommt dafür sogar staatliche Fördergelder. Als die Regierung aber merkt, dass mit schnellen Resultaten nicht zu rechnen ist, werden diese gestrichen. Doch Ellie macht weiter, da der kranke Multimillionär S. R. Hadden (John Hurt) sich bereit erklärt, das Projekt über längere Zeit zu unterstützen.
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Mehr philosophischer Diskurs als Science-Fiction-Abenteuer
Vier Jahre gehen ins Land, bis die junge Wissenschaftlerin Erfolg hat. Sie empfängt Signale vom Vega, dem hellsten Stern im Sternbild der Lyra. Nach der Entschlüsselung der Signale ist Amerika erstaunt: Es handelt sich um die Eröffnungsrede Hitlers zu den Olympischen Spielen 1936. Doch die Entschlüsselung weiterer, tiefer liegender Tonfelder birgt den Bauplan für ein Raumschiff, und nach einigen vergeblichen Versuchen ist es wiederum Ellie, die die Chance auf die Reise bekommt, die sie ihr Leben lang antreten wollte.
In erster Linie baut der Film auf eine philosophische Auseinandersetzung mit den Grenzfragen menschlicher Existenz. Sie gelang Regisseur und Produzent Robert Zemeckis ("Zurück in die Zukunft", "Forrest Gump", "Here") gut - gerade dadurch, dass er mit Spezialeffekten sparsam haushält.



