Im Podcast "Machtwechsel"

Journalist äußert "steile These" zu "seltsamer Merkel-Abneigung" von Trump und Merz

22.04.2026 von SWYRL/Franziska Wenzlick

Robin Alexander ist überzeugt: Friedrich Merz sei es gelungen, einen "autoritären Sweetspot" bei Donald Trump zu finden. Im Podcast "Machtwechsel" erklärt der Journalist, was das mit Angela Merkel zu tun hat.

"Was Trump von den Leuten verlangt, die mit ihm zusammenarbeiten wollen außenpolitisch - das ist ja nicht weniger als Unterwerfung", stellt Robin Alexander fest. In der aktuellen Ausgabe des Podcasts "Machtwechsel" spricht der Journalist mit seiner Kollegin Dagmar Rosenfeld über den US-amerikanischen Präsidenten. Dieser wolle "keine außenpolitischen Bündnissysteme, wo man gemeinsame Interessen bearbeitet", sondern vielmehr "Vasallen, die einfach alles mitmachen, was er gerade tut".

So sei es Regierungschefs anderer Länder möglich, sich über "autoritäre Triggerpunkte" bei Trump anzubiedern. Was jedoch, fragt sich Robin Alexander, sei "der autoritäre Anknüpfungspunkt für Friedrich Merz"? Die Bundesrepublik habe weder ein Königshaus wie die Engländer noch "eindrucksvolle Militärparaden" wie die Franzosen. Zudem könne Friedrich Merz nicht "damit punkten, dass er Rechtspopulist wäre" - so wie Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Und doch, so die "steile These" des Podcasters, gebe es eine Verbindung zwischen Trump und Merz: "die Abneigung gegen Angela Merkel". Diese habe während der ersten Amtszeit des US-Präsidenten ihre Zusammenarbeit mit der US-Regierung "so angelegt, dass sie als Gegenpol erkennbar wurde", erinnert Robin Alexander. "Merkel war irgendwann die Heldin der amerikanischen Ostküste." Er erklärt: "Alle, die Trump nicht mochten, konnten sich mit Merkel identifizieren. Und der Preis dafür war, dass Trump in den letzten Monaten von Angela Merkels Kanzlerschaft noch nicht mal den Telefonhörer abnahm, wenn sie anrief."

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"Da sitzt Trump neben Merz und spricht plötzlich über Merkel"

Trumps Antipathie der ehemaligen Kanzlerin gegenüber sei bis heute spürbar. "Erinnern Sie sich", bittet Robin Alexander seine Hörerschaft: "Der Antrittsbesuch am 5. Juni 2025, da sitzt Trump neben Merz und spricht plötzlich über Merkel. Er sagt: 'Angela hat viele böse Menschen nach Deutschland gelassen und Russland Milliarden geschenkt.'" Auch bei Merz' zweitem Besuch im Weißen Haus vor wenigen Wochen sei Trump wieder auf Merkel zu sprechen gekommen.

"Diese seltsame Merkel-Abneigung, von der Trump nicht lassen kann", sei "ehrlich gesagt auch in anderer Form durchaus Friedrich Merz nicht fremd", gibt der Polit-Experte zu bedenken. Seines Erachtens sei es Friedrich Merz "über diese gemeinsame Gegnerschaft zu Angela Merkel" gelungen, einen "autoritären Sweetspot bei Donald Trump zu finden".

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