Unternehmerin

"Kinderkrippe statt Tiefgarage": Judith Williams plädiert für Vereinbarkeit von Familie und Beruf

15.05.2026 von SWYRL

"Das ist doch verrückt": Laut Judith Williams birgt das Verhältnis von Beruf und Familie in Deutschland großes Verbesserungspotenzial. In einem Podcast erklärte die Unternehmerin nun, auf was es dabei in ihren Augen ankommt.

Judith Williams ist der Sprung zur erfolgreichen Unternehmerin ohne Zweifel gelungen. Dabei nur auf Zahlen Wert zu legen, habe sich jedoch nicht als zielführend erwiesen, beschreibt sie im Podcast "Wolter Talks". "Ich habe in meinem Unternehmen eine Kinderkrippe gebaut statt einer Tiefgarage", erklärte Williams ihren Ansatz der Unternehmensführung.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei für viele Arbeitnehmer sehr wichtig. "Wir parken die Hälfte der Intelligenz zu Hause, wenn Familie und Beruf nicht zusammen gedacht werden", forderte die 54-Jährige ein Umdenken. "Das ist doch verrückt!" Ihrer Ansicht nach brauche es "Lebensmodelle, wo wir Kinder besser integrieren in unseren Alltag und vor allem in die Karriere".

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"Ich würde mir wünschen, dass wir in Deutschland weniger Angst vor Fehler hätten"

Davon profitiere letztlich auch sie selbst als Führungsperson, denn: "Ich bin nur so stark, wie stark der Einzelne in meinem Team ist." Gerade im Umgang "mit den neuen Generationen" sei Selbstreflexion das A und O. Zu einer guten Führung von Mitarbeitern gehöre laut Judith Williams ganz zentral Empathie: "Ich werde viel lieber geführt von jemandem, der mich inspiriert, weil er mich sieht, weil er mich wahrnimmt."

Im Podcast äußerte sich Judith Williams auch über die Rolle von Frauen in Unternehmen. "Wenn du Unternehmerin wirst, gibt es immer die Frage zwischen Familie und Job - und darauf hat keiner in Deutschland eine Antwort", beklagte die "Höhle der Löwen"-Investorin. An Unterstützung mangele es in der Gesellschaft wie auch in der Politik. Zwar gebe es "gute Ansätze", aber noch sei der Weg nicht am Ende, betonte Williams. Man müsse als "Frau in einer anderen Haltung sei, um gemocht zu werden", stellte sie fest.

Außerdem betonte Judith Williams einen Unterschied, der ihr zwischen den USA, wo ihre Eltern geboren wurden, und Deutschland auffalle: "Ich würde mir so sehr wünschen, dass wir in Deutschland weniger Angst vor Fehler hätten und viel weniger ständig die Schuldigen suchen." Mit Letzterem verschwende man lediglich "Energie in Dinge, die man eh nicht ändern kann". Stattdessen solle laut dem TV-Star folgende Frage im Vordergrund stehen: "Was können wir gemeinsam auf die Beine stellen?" In den USA sei das Mindset ein anderes: "Du hast in Amerika keine Angst, etwas falsch zu machen."

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