"Bares für Rares"
Ein wunderschönes Diamantarmband aus den 1970er-Jahren weckte in der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" mit Horst Lichter große Hoffnungen - bis Expertin Wendela Horz stutzig wurde. Ihr "komisches Bauchgefühl täuschte sie nicht. Irgendwas stimmte mit dem Schmuck nicht.
© ZDF"Bares für Rares"
Anke aus Menden hatte das Diamant-Armband vor einigen Jahren von ihrer Patentante geerbt. Wirklich getragen hatte sie es jedoch nie: "Ich wüsste gar nicht, zu welchem Anlass", gestand sie. Deshalb wollte sie sich nun von dem Schmuckstück trennen. Expertin Wendela Horz ordnete das Armband aus 750er-Weißgold zeitlich in die 1970er-Jahre ein.
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Besonders die Blütengirlande aus Brillanten begeisterte die Expertin zunächst: "Ganz toll!" Doch der erste Eindruck hatte nicht lange Bestand. Horz nahm misstrauisch geworden das Armband genauer unter die Lupe. Dabei stellte sich heraus: Das Schmuckstück war verändert worden.
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Anscheinend wurden mehrere Diamanten in dem Armband irgendwann einmal ersetzt. In zwei Fassungen rund um den Mittelstein saßen ursprünglich mal Viertelkaräter - heute steckten dort nur noch Imitationen. Für die Verkäuferin war das ein sichtlicher Schock. Davon hörte sie in der Sendung zum ersten Mal.
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"Ach", rief Verkäuferin Anke entsetzt, als Wendela Horz erklärte, dass bei genauerem Hinsehen Farbunterschiede erkennbar seien. Offenbar handelte es sich bei den ersetzten Steinen um Imitationen, etwa YAG. Mit einem Augenzwinkern versuchte die Expertin die Situation aufzulockern: "Wenn ich den erwische, der die Steine ausgetauscht hat ..."
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Horst Lichter malte sich aus, dass ein unlauterer Goldschmied die Diamanten ersetzt haben könnte. Denkbar sei aber ebenso, dass die Steine aus finanziellen Gründen verkauft oder in andere Schmuckstücke eingearbeitet wurden. Die Verkäuferin tröstete das nicht. Sie wirkte immer noch geschockt.
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Immerhin brachten die verbliebenen echten Diamanten zusammen noch 1,9 Karat auf die Waage. Anke hoffte auf 3.000 Euro, doch Expertin Horz taxierte den Wert lediglich auf 2.300 Euro. Für diesen Preis wäre die Verkäuferin ebenfalls bereit, das Armband abzugeben. Das konnte Lichter verstehen und meinte: "Ich hätte es auch verkauft."
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Im Händlerraum zeigte sich vor allem Elke Velten angetan von dem Armband und erkundigte sich scheinbar beiläufig: "Wie viel Karat haben wir hier?" Anke nannte nicht nur die Karatzahl, sondern legte auch offen, was sie zuvor im Expertenraum erfahren hatte: Zwei der Mittelsteine wurden durch Imitate ersetzt: "Das wusste ich bis eben selbst nicht."
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Händlerin Velten hatte dafür eine mögliche Erklärung: An den Krappenfassungen könne man leicht hängen bleiben, sodass Steine verloren gehen. "Die haben ja auch eine stattliche Größe und sind entsprechend teuer", ergänzte sie - vielleicht seien deshalb später nur noch Imitate eingesetzt worden, überlegte die Händlerin.
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Julian Schmitz-Avila startete mit 1.500 Euro aufgrund des aktuell hohen Goldwertes. Danach folgten noch Gebote von Liza Kielon, und so erhöhte der Händler noch auf 1.700 Euro. Sehr viel war er aber nicht bereit zu zahlen. Als die Verkäuferin daraufhin die Expertise von Wendela Horz nannte, riss Schmitz-Avila erstaunt die Augen auf: "2.300 Euro?"
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Schmitz-Avila erhöhte sein Angebot noch auf 1.800 Euro. Die übrigen Händler zeigten weiterhin kein Interesse. So nahm Anke das Angebot schließlich an. Der Käufer wirkte nachdenklich und meinte, er wisse nicht genau, was er damit anfangen werde - möglicherweise komplett umarbeiten.
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Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Teddybär der Firma Schuco als seltenes Objekt von Detlev Kümmel erkannt. Denn der Bär "Tricky" aus den 1950er-Jahren hatte eine integrierte Spieluhr. Der Wunschpreis lag bei 200 Euro, taxiert wurden sogar 400 bis 600 Euro und Christian Vechtel zahlte 450 Euro.
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Eine Schenkkanne von WMF Kay datierte Colmar Schulte-Goltz ab 1906. Für die Kanne aus geblasenem Glas und versilberter Montur aus Britannia-Zinn wünschte sich der Verkäufer 800 Euro. Der Experte schätzte 700 Euro. Elke Velten bezahlte 570 Euro.
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Ein kleiner Taschenkalender von 1911 stammte laut Colmar Schulte-Goltz vom Verlag Hasegawa in Tokio. Der Wunschpreis für das kleine Werk aus bedrucktem Krepppapier lag bei 80 Euro. Der Experte schätzte 200 bis 250 Euro und Händler Christian Vechtel zahlte 200 Euro.
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Ein Steinmosaik mit Apostel Petrus datierte Colmar Schulte-Goltz zwischen 1850 und 1880. Gewünscht wurden nur 150 Euro. Doch Schulte-Goltz taxierte 1.200 bis 1.500 Euro, denn "der Arbeitsaufwand ist enorm und es ist ein historisches Artefakt". Markus Wildhagen zahlte 1.000 Euro.
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