06.06.2026 von SWYRL
Mit "Every Year After" veröffentlicht Prime Video die nächste erfolgsversprechende Young-Adult-Romanadaption, während Disney+ mit "Alice and Steve" auf skurrile britische Comedy setzt. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.
Sommerromanzen für ein junges erwachsenes Publikum liegen bei den Streamern schon eine ganze Weile groß im Trend, beliebt sind vor allem jene Stoffe, die auf einer erfolgreichen Buchvorlage fußen. Eines der besten Beispiele ist die Prime-Video-Serie "Der Sommer, als ich schön wurde", basierend auf der gleichnamigen Trilogie von Jenny Han, die zwischen 2022 und 2025 bei Publikum und Kritikern gut ankam. In eine ähnliche Kerbe schlägt nun auch die Serienadaption des Bestsellers "Every Summer After" von Carley Fortune (deutscher Titel: "Fünf Sommer mit dir"), die nun bei Prime Video startet. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.
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"Every Year After" - Prime Video
Man kommt nicht umhin, beim Titel der neuen Miniserie "Every Year After" (acht Folgen ab Mittwoch, 10. Juni, auf Prime Video) zumindest kurz an die beiden erfolgreichen Romanverfilmungen (unter anderem mit Anne Hathaway) von "Zwei an einem Tag" (Originaltitel: "One Day") zu denken. Tatsächlich erzählen sowohl Carley Fortune ("Every Summer After") als auch David Nicholls in ihren zugrunde liegenden Romanen von zwei Menschen, aus deren Freundschaft sich im Laufe der Zeit mehr entwickelt. Beide decken dabei entscheidende Momente in mehreren Jahre ab.
Die Geschichte von "Every Year After" beginnt damit, dass die erwachsene Percy (Sadie Soverall) nach Jahren zurück nach Barry's Bay kommt. In dem idyllischen Ort in Kanada hat sie fünf unvergessliche Sommer ihrer Jugend mit dem Nachbarsjungen Sam (Matt Cornett) und seinem älteren Bruder Charlie (Michael Bradway) verbracht. Der Anlass für Percys Besuch ist kein fröhlicher: Sue (Elisha Cuthbert), die Mutter von Sam und Charlie, die auch Percy sehr nahestand, ist kürzlich gestorben. Mir ihrer Rückkehr werden teils nostalgische, teils schmerzhafte Erinnerungen an Höhen und Tiefen, an wegweisende Entscheidungen, verpasste Chancen und natürlich jede Menge romantischer Momente. Das greift erwartungsgemäß stark ans Herz.
"Alice and Steve" - Disney+
Alice (Nicola Walker) und Steve (Jemaine Clement) sind seit 30 Jahren beste Freunde. Doch am Ende einer chaotischen und alkoholgetränkten Nacht ist plötzlich alles anders ... "Alice and Steve" ist eine britische Comedyserie von Sophie Goodhart (Drehbuch) und Tom Kingsley (Regie) aus dem Hause Hulu. In Deutschland sind die sechs rund 30-minütigen Episoden ab Montag, 8. Juni, bei Disney+ abrufbar. Alles beginnt mit der Beerdigung eines gemeinsamen Freundes: "Auf Mike!", schallt es an diesem Abend vielleicht das ein oder andere Mal zu oft durch den Pub. Als Steves geliebter Hund dann auch noch versehentlich Kokain vom Clubboden frisst, bietet Alice ihrem betrunkenen Freund und seinem vierbeinigen Begleiter selbstverständlich ihre Couch zum Übernachten an. Sie ahnt nicht, welches Übel sie damit lostritt: Nachts begegnet Steve nämlich Alice' erwachsener Tochter Izzy (Yali Topol Margalith). Die 26-Jährige ist frisch getrennt. Zwischen ihr und dem rund doppelt so alten besten Freund ihrer Muttter entwickelt sich schnell eine leidenschaftliche Romanze.
Alice gefällt das gar nicht: Sie fürchtet, nicht nur ihren besten Freund, sondern auch noch ihre Tochter zu verlieren. Um das Paar auseinanderzubringen, initiiert sie ein Kennenlerntreffen mit Izzys Freunden und der gesamten Familie. Doch ihr Plan geht nach hinten los, und ehe man sich versieht, werden aus zwei ehemals besten Freunden plötzlich die besten Feinde.
"Alice and Steve" ist eine skurrile und bisweilen schwarzhumorige Anti-Romcom, die klar die Handschrift ihrer Entwicklerin trägt: Sophie Goodhart war als Drehbuchautorin bereits an mehreren Episoden der erfolgreichen Netflix-Serie "Sex Education" beteiligt.
"Dracula - Die Auferstehung" - WOW
Laut Guinness-Buch der Rekorde ist Dracula die am häufigsten in einem Film dargestellte literarische Figur. 2025 wurde die Geschichte um den bluttrinkenden Vampir aus Transilvanien ein weiteres Mal auf der großen Leinwand erzählt: "Dracula - Die Auferstehung" basiert auf Bram Stokers Roman "Dracula" und ist ab Freitag, 12. Juni, auf Sky und WOW abrufbar.
Der Film unter Regie von Luc Besson, der auch das Drehbuch schrieb, erzählt von Prinz Vlad (Caleb Landry Jones), der sich im 15. Jahrhundert nach dem Tod seiner geliebten Frau Elisabeta (Zoë Bleu Sidel) von Gott und der Kirche abwendet und zum bluttrinkenden, unsterblichen Vampir wird. Rund 400 Jahre später meint er, in Mina (ebenfalls Zoë Bleu Sidel) seine alte Liebe wiederzuerkennen. Er stellt der jungen Frau nach und wird seinerseits aber von einem Priester (Christoph Waltz) verfolgt.
Die Dreharbeiten zu dem rund zweisündigen Film fanden übrigens nicht in Rumänien, sondern in den finnischen Städten Kajaani und Kuhmo und dem zur Gemeinde Sotkamo gehörenden Ort Vuokatti in der Region Kainuu statt. Letztere soll einst eine Opferstätte der Samen gewesen sein.
"IN VERTIGO - OG Keemo und Funkvater Frank" - ZDF-Mediathek
Auf der Bühne, da ist er OG Keemo, der Rap-Star, der Gangster. In seinen Texten geht es um Frauen, Geld und Verbrechen, aber auch um die Dunkelheit in ihm selbst. Doch wenn OG Keemo das Mikrofon zur Seite legt und die kugelsichere Weste auszieht, dann ist er Karim Joel Martin, der beschaulich und zurückgezogen lebt und gerne seine Ruhe hat, der sich um seinen kleinen Sohn sorgt und der mit sich selbst und seiner Vergangenheit zu kämpfen hat. In vier Folgen blickt die Dokuserie "IN VERTIGO - OG Keemo und Funkvater Frank" (ab Sonntag, 14. Juni, in der ZDF-Mediathek) hinter die Fassade des Rappers, dem auf der Musikstreaming-Plattform Spotify über eine Million Menschen monatlich zuhören.
Funkvater Frank ist Dominic "Franky" D'Amato. Der Mannheimer Produzent ist nicht nur untrennbar mit OG Keemo verbunden - sie begannen ihre Karrieren gemeinsam in einem Kellerzimmer -, sondern auch mit Karim Joel Martin. Die beiden sind seit ihrer oft turbulenten Jugend befreundet. Die Filmemacher Tuan Lam und Julia Krampe begleiteten sie über eineinhalb Jahre lang bei der Produktion des nächsten OG-Keemo-Albums: "Franky", der voller Tatendrang Beats produziert, und Karim, der weiß, "ich muss abliefern", aber die richtigen Worte nicht findet. "Mental sind meine Kapazitäten ausgeschöpft", erklärt er. Aber für die Kunst muss man eben dahin schauen, "wo es wehtut", erklärt sein Kumpel.
Über eben jene Erfahrungen, die ihn verletzt haben, spricht Karim Joel Martin in der Dokuserie erstaunlich offen: Da sind der frühe Krebstod seiner Mutter und seine Depression und Suizidgedanken, die komplizierte Beziehung zu seinem Vater und seine kriminelle Jugend. Doch bei aller Ehrlichkeit und Offenheit - die letzten schützenden Mauern lässt OG Keemo auch in dieser Dokumentation stehen.



