Geheimsache Rote Kapelle - Mi. 25.01. - ARTE: 23.00 Uhr

Liebesgrüße nach Moskau

21.01.2023 von SWYRL/Christopher Schmitt

Nützliche Informationen für die Alliierten: "Geheimsache Rote Kapelle" erzählt die dramatische Geschichte einer Berliner Widerstandsgruppe gegen die Nazis neu. Neben Reenactment-Szenen und Interviews gibt es auch Ausschnitte zweier älterer Filme aus BRD und DDR.

Standhaft gegen den Staatsterror: Deutscher Widerstand gegen die Nazis war ebenso selten wie heldenhaft und dient dementsprechend gerne als Motiv in Film- und Fernsehen. Auch die sogenannte Rote Kapelle, ein loser Widerstandskreis, der in Berlin Juden zur Flucht verhalf, wurde bereits filmisch gewürdigt: Einmal als deutsch-französische Koproduktion in der BRD ("Die rote Kapelle") und einmal als DEFA Spielfilm in der DDR ("KLK an PTX - Die Rote Kapelle"), jeweils historisch verzerrt. Eine neue Dokufiktion, die ARTE als Erstausstrahlung zeigt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Aktivitäten der Widerständler auf den Grund zu gehen und sie erneut aufzurollen.

Dazu bedient sich "Geheimsache Rote Kapelle" neben Reenactment-Szenen sowie Interviews mit Nachfahren und Historikern auch Ausschnitten aus den beiden genannten Filmen, die in unterschiedlichen Systemen entstanden. Die Regisseure Carl-Ludwig Rettinger, der auch das Drehbuch beisteuerte, und Lorenz Findeisen erzählen die dramatische Geschichte der Roten Kapelle auf Basis aktueller Recherchen.

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Quelle in Gefahr

Obwohl die Gestapo-Repression zunimmt, verteilt der Berliner Widerstandskreis Flugblätter und sammelt militärische Informationen nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Zu den Organisatoren gehört auch Harro Schulze-Boysen, der als Offizier im Berliner Luftfahrtsministerium praktisch selbst für die Nazis arbeitet - und über besondere Möglichkeiten verfügt: Er verschafft sich Zugang zu Hitlers Aufmarschplänen für den Angriff auf die Sowjetunion. Schulze-Boysen plant, diese Informationen an die Alliierten weiterzuleiten, das Naziregime von innen heraus zu stürzen, scheint zu diesem Zeitpunkt unmöglich.

Ihm gelingt es, Kontakt zu einem sowjetischen Spionagering in Brüssel und Paris aufzubauen, der sich vorwiegend aus jüdischen Kommunisten rekrutiert. Heimlich werden die Hinweise nach Moskau gefunkt, doch mit jeder einzelnen Nacht können Peilsender der deutschen Abwehr den Standort des Funkgeräts in Brüssel einengen. Besonders die Quelle in Berlin ist nun in Gefahr: Harro Schulze-Boysen.

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