04.03.2026 von SWYRL
In der ARD-Vorabendserie "Watzmann ermittelt" spielt Michaela May die Gastrolle einer finanzschwachen Altenheimbewohnerin. Das Thema Armut im Alter treibt die 73-Jährige auch privat um, wie sie nun in einem Interview betont.
Armut im Alter ist ein weit verbreitetes Problem, das auch Schauspielerin Michaela May besorgt: "Ich muss ja nur in unsere Schauspielkreise schauen", sagt die Münchnerin in einem Interview zu ihrem Gastauftritt in der ARD-Vorabendserie "Watzmann ermittelt": "Gerade im Alter reicht das Geld dann vorne und hinten nicht, weil keine Altersversicherung da ist in irgendeiner Weise." Nicht zuletzt in ihrer Branche sei es wichtig, rechtzeitig eine Vorsorge zu treffen: "Wenn man da nicht früh genug dran denkt - wir verdienen ja auch mal ganz schön in den Hauptzeiten - dann sieht es hinterher böse aus."
Sie persönlich habe Glück gehabt, betont May, die am 18. März ihr 74. Lebensjahr vollendet, weiter. Sie ist zufrieden, mit dem was sie hat: "Man braucht einen gewissen Grundstock, um ruhig leben und schlafen zu können. Aber mehr auch nicht", sagt sie: "Man kann keine goldenen Löffel mitnehmen." Wichtig seien vor allem drei Dinge: "Eine eigene Wohnung, für die man keine Miete bezahlen muss, gute Freunde und Gesundheit." Dennoch wolle sie Geld auch nicht kleinreden: "Es ist im Alter wichtig, um sich einen sicheren Lebensabend gönnen zu können."
Abonniere doch jetzt unseren Newsletter.
"Wenn Familie und Kinder nicht zusammenstehen, wird es schwierig"
In "Watzmann ermittelt - Die graue Lola" (Mittwoch, 4. März, 18.50 Uhr, das Erste) spielt Michaela May die Rentnerin Rita Fischer. Um sich das Seniorenheim, in dem sie lebt, weiter leisten zu können, muss sie hin und wieder stehlen. Für die Schauspielerin trifft die Serie damit "einen wunden Punkt": "So geht das vielen Senioren - wenn das Leben immer teurer wird, die Rente aber nicht weiterwächst. Wenn dann Familie und Kinder nicht zusammenstehen, wird es schwierig."
"Watzmann ermittelt - Die graue Lola" ist die 68. Folge der Serie seit 2019. Es handelt sich dabei um das Finale der sechsten Staffel. Bereits eine Woche später, am Mittwoch, 11. März, startet die siebte Staffel mit zunächst vier neuen Folgen, wöchentlich um 18.50 Uhr. Zum Auftakt geht es in "Nur der Berg zählt" dann um den Tod eines Bergführers. Alle Episoden sind nach ihrer TV-Ausstrahlung auch in der ARD Mediathek zu sehen.



