09.03.2026 von SWYRL/Jan-Niklas Jäger
Mit seinen Protestliedern prägte er das legendäre Woodstock-Festival, seine Musik machte ihn zur Ikone der Gegenkultur. Nun ist Country Joe McDonald an den Folgen einer Parkinson-Erkrankung gestorben. Der Musiker und Aktivist wurde 84 Jahre alt.
Seine Songs gehörten zu den bissigsten Protestliedern der 60er-Jahre, durch seinen Auftritt beim legendären Woodstock Festival 1969 wurde er zu einer Ikone der Gegenkultur: Country-Sänger und Psychedelic-Rocker Country Joe McDonald galt als kompromissloser Künstler, der selbst den Konflikt mit dem Gesetz nicht scheute, um für seine Ideale einzustehen. Nun ist er an den Folgen einer Parkinson-Erkrankung gestorben, wie seine Ehefrau Kathy McDonald gegenüber US-Medien bestätigte. Er wurde 84 Jahre alt.
Seine Performance seines Protestliedes "I-Feel-Like-I'm-Fixin'-to-Die Rag", einem sogenannten Talking Blues, beim Woodstock-Festival zählt zu den Highlights der ikonischen Veranstaltung, die als Höhepunkt der Hippie-Bewegung gilt. Ein Talking Blues ist ein Stück, bei dem der Sänger statt zu singen eine Geschichte erzählt, McDonald band das Publikum in seinen Song mit ein und ließ es Parolen gegen den Vietnamkrieg skandieren.
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Soziales Engagement für Veteranen
Ärger bekam er für das Ausbuchstabieren des Schimpfwortes "F-U-C-K". Ursprünglich lautete die Stelle "F-I-S-H", nach seiner Psychedelic-Rock-Band Country Joe and the Fish, die sich zum Zeitpunkt von Woodstock jedoch kurz vor ihrer Auflösung befand. Einflussreiche Teile der Entertainmentindustrie wie Ed Sullivan mieden den Skandalmusiker deswegen. In Massachusetts wurde er wegen der Ausbuchstabierung des obszönen Wortes sogar verhaftet. Am Ende musste er eine Geldstrafe zahlen.
Joe McDonald war selbst Teil des US-Militärs gewesen, bevor er zum Protestsänger wurde: Er diente in der Marine. Als Aktivist setzte er sich später im Leben für Veteranen ein.



