09.03.2026 von SWYRL/Rupert Sommer
Eine aktuelle, internationale und kontroverse Bestandsaufnahme - zur besten Sendezeit: Wie stark mischen sich beim umstrittenen US-Präsidenten Donald Trump und seinem Familienclan private und öffentliche Interessen?
Donald Trump ist seit etwas mehr als einem Jahr zurück im Weißen Haus und steht seither permanent im Zentrum hitziger Debatten, die sich zum Beispiel um diese Frage drehen: Nutzt der Präsident sein Amt als politische Bühne und zugleich als Plattform für eigene wirtschaftliche Interessen? Die neue ZDF-Dokumentation "Die Trump-Connection: Das Geschäft mit der Macht" geht dieser Frage zur besten Sendezeit nach. Sie begibt sich auf eine internationale Spurensuche zwischen Macht, Geld und Einfluss. Der Beitrag von Tristan Söhngen und Jörg Levsen folgt in Trumps zweiter Amtszeit den Verbindungen zwischen Politik und Privatwirtschaft. Gedreht wurde unter anderem in New York, Washington, Singapur, Südostasien - und sogar in einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen. Überall stoßen die Autoren auf Netzwerke, Geschäftsinteressen und politische Entscheidungen, die eng miteinander verwoben scheinen.
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"Unter Biden ist das alles in den Hinterzimmern passiert."
Im Fokus steht die Frage, wo bei seinen vielzitierten "Deals" die Grenze zwischen öffentlichem Amt und privatem Imperium verläuft. Gleichzeitig thematisiert die Dokumentation die Schwächung klassischer Kontrollmechanismen. Die Demontage der Korruptionsbekämpfung und der Umbau des Justizministeriums werfen Fragen zu Transparenz und Gewaltenteilung auf.
Doch in weiten Teilen des republikanischen Lagers wird die Entwicklung anders bewertet. Mike Johnson, republikanischer Sprecher des Repräsentantenhauses, verteidigt den Präsidenten. "Unter Biden ist das alles in den Hinterzimmern passiert", so Johnson. "Die ganze Biden-Familie war damit beschäftigt, alle auf die Lohnliste zu kriegen. Was Präsident Trump auch immer tut, läuft offen und transparent ab. Sie versuchen nichts zu verbergen."
Die Dokumentation lässt neben Trump-Unterstützern allerdings auch diverse kritische Stimmen zu Wort kommen. Renommierte Journalistinnen, Historiker und Analysten aus den USA und Deutschland ordnen die Entwicklungen historisch und politisch ein. Zu den Gesprächspartnern zählen unter anderem Anne Applebaum, Marci Shore, Jacob Silverman und Cathryn Clüver Ashbrook. Auch der frühere Regierungsbeamte Miles Taylor, gegen den die Trump-Administration ermittelte, sowie der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg analysieren die Machtkonstellationen.



