08.04.2026 von SWYRL
Nach einem versagendem Crashtest eines Kindersitzes im Herbst letzten Jahres hat die Stiftung Warentest weitere identische Kindersitze unter anderem Namen getestet. Alle wiesen erhebliche Sicherheitsmängel auf.
Sicherheit sollte eigentlich bei Herstellern von Kindersitzen für Autos großgeschrieben werden. Die Stiftung Warentest zeigt aber, dass das nicht immer der Fall ist. Bereits im letzten Herbst haben die Verbraucherschützerinnen und Verbraucherschützer Kindersitze genauer unter die Lupe genommen. Dabei fiel unter anderem das Model Reecle 360 (ZA 10 i-Size) besonders negativ auf. Bei einem Unfall kann sich die Sitzschale von der Isofiy-Unterkonstruktion lösen und durchs Auto fliegen, wenn der Sitz in umgekehrter Fahrtrichtung montiert wird. Nun haben die Expertinnen und Experten weitere baugleiche Kindersitze unter verschiedenen Marken-Namen im Internet gefunden und auch diese einem Test unterzogen. Sie alle schneiden katastrophal ab.
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Finger weg von diesen Kindersitzen
Die Stiftung Warentest hat sieben weitere, baugleiche Sitze gefunden. Das bedeutet aber nicht, dass davon nicht noch weitere Versionen im europäischen Online-Handel verfügbar sein können. Gefertigt werden Sie laut der Verbraucherschutz-Organisation wohl in China. Die Sitze lassen sich an der einheitlichen Zulassungsnummer E8 0313715. erkennen. Die Stiftung Warentest warnt ausdrücklich vor dem Kauf oder dem Gebrauch der Sitze.
Auch bei einer der sieben Varianten Riss der Sitz im Test von der Unterkonstruktion. Bei den anderen sechs war dies zwar nicht der Fall, jedoch verbogen oder lösten sich die Haken der Unterkonstruktion, mit denen sie am Autositz befestigt werden. Auch dann fliegen die Sitze samt den Insassen im Falle eines Unfalls durch den Fahrzeuginnenraum. Bei allen Sitzen besteht damit Lebensgefahr.
Diese Kindersitze sind betroffen:
- Buf Boof Tweety Plus deluxe 360
- Ding Aiden 360°
- Kidiz Autokindersitz Isofix deluxe 360
- KidsZone Kindersitz i-Size 40-150 cm 360°
- ettas i-Size 360°
- Miophy i-Size 360 rotatable car seat
- Xomax 946i
Babyschale von Kinderkraft versagt im aktuellem Test
Auch im laufenden Kindersitz-Test von Stiftung Warentest fiel ein Modell mit erblichen Sicherheitsmängeln auf. Bei der Babyschale Mink Pro 2 mit der Basis Mink FX2 von Kinderkraft besteht ebenfalls Lebensgefahr. Im Test riss die Schale samt Crash-Dummys, der ein 18-Monate altes Baby repräsentierte, beim Frontalcrash ab. War der Sitz nur mit einem Anschnallgurt gesichert und ohne Basis montiert, hielt er dem Frontalaufprall stand. Die Zulassungsnummer der gefährlichen Sitzbasis von Kinderkraft lautet E4 R129-040321. Anbieter Kinderkraft bietet Käuferinnen und Käufern, die dieses Model gekauft haben, eine Rückgabe samt Erstattung des Kaufpreises an.


