17.05.2026 von SWYRL/Wilhelm Flemmer
"The Da Vinci Code - Sakrileg" und die Fortsetzungen "Illuminati" und "Inferno" spielten viel Geld ein, künstlerisch überzeugten die Filme allerdings nicht. Nicht einmal Hauptdarsteller Tom Hanks kann ihnen etwas abgewinnen, er hält sie für reinen "Quatsch".
Vor 20 Jahren setzten die Macher um Regisseur Ron Howard mit der ersten Verfilmung von Dan Browns Robert-Langdon-Romanen den Grundstein für eine auch im Kino erfolgreichen Reihe. "The Da Vinci Code - Sakrileg" (2006), "Illuminati" (2009) und "Inferno" (2016) waren allesamt Kassenerfolge. Künstlerisch konnten die Kriminalfilme um einen Symbolforscher, der allerlei Mysterien und Verschwörungen aufdeckt, allerdings nicht überzeugen. Nicht die Kritiker, nicht einen großen Teil der Zuschauer und nicht einmal ihren Hauptdarsteller Tom Hanks, der die Filme für ausgemachten "Quatsch" hält.
Geradezu sarkastisch ging Hanks 2022 in einem "New York Times"-Interview mit den Robert-Langdon-Filmen ins Gericht - und sparte dabei auch nicht mit Seitenhieben gegen Browns literarische Vorlagen. Mit spitzer Zunge spießte der Oscar-Preisträger die Schwächen der Filme und Bücher auf, als da wären vor allem die mangelnde Logik und Plausibilität. Man habe es mit "unterhaltsamen Schnitzeljagden" zu tun, erklärte Hanks, "aber historisch gesehen sind sie ungefähr so authentisch wie die James-Bond-Filme in Bezug auf Spionage".
Die Filme seien eine rein "kommerzielle Unternehmung" gewesen. "Ich habe nichts gegen guten Kommerz, aber es muss eben guter Kommerz sein", spottete Hanks weiter. "Und als wir den dritten Film drehten, bewiesen wir, dass es kein guter Kommerz war." Insgesamt seien "The Da Vinci Code" samt Fortsetzungen reiner "Quatsch" gewesen.
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Worum geht es in den Robert-Langdon-Filmen?
Wenigstens kann Hanks der Arbeit an den Filmen manch Positives abgewinnen. Während der Dreharbeiten zu "The Da Vinci Code - Sakrileg" hätte er Geburtstag gehabt, erklärte er im "New York Times"-Gespräch. "Wir haben nachts im Louvre gedreht. Ich habe meine Hose vor der "Mona Lisa" gewechselt. Sie brachten mir eine Geburtstagstorte in den großen Saal (Anm.: der Salon Carré im Museum Louvre). Wer hat schon die Gelegenheit, so etwas zu erleben?"
Hanks spielt in "Da Vinci Code - Sakrileg", "Illuminati" und "Inferno" den Kryptologen Robert Langdon, der mal im Werk Leonardo Da Vincis Hinweise auf eine sagenumwobene Bruderschaft entdeckt ("Da Vinci Code"), mal einer Verschwörung gegen den Vatikan auf die Spur kommt ("Illuminati") und zuletzt versteckten Hinweisen in Dantes "Göttlicher Komödie" nachspürt. Die Filme spielten weltweit rund 1,5 Milliarden US-Dollar ein, allerdings hatte der Erfolg stark nachgelassen. Erreichte Teils eins noch einen spektakulären Umsatz von mehr als 800 Millionen Dollar, kam Teil drei nur mehr auf rund 220 Millionen.



