Die Story im Ersten: Immobilienpoker - Mo. 27.06. - ARD: 23.05 Uhr

Wenn der Wohnungsbau nur Fassade bleibt

23.06.2022 von SWYRL/Rupert Sommer

"Die Zeit"-Autor Christoph Twickel und Grimme-Preisträger Michael Richter haben über Jahre investigativ einen Doku-Bericht rund um dubiose Immobiliendeals und ein undurchsichtiges Firmengeflecht recherchiert. Im Raum stecht ein brisanter Verdacht.

Daran, dass vor allem günstiger Wohnraum in Deutschland dringend benötigt wird, besteht kein Zweifel. Trotzdem bleiben viele Grundstücke unbebaut, angekündigte Bauprojekte verschieben sich immer wieder. Die hochbrisante ARD-Dokumentation "Die Story im Ersten: Immobilienpoker" geht der Frage nach, wie viel teilweise betrügerisches Kalkül hinter Bauspekulationen und dubiosen Scheingeschäften steckt. Im Zentrum einer akribischen Investigativ-Recherche, die sich auch auf sogenannte "Whistleblower"-Einblicke aus erster Hand stützt, steht immer wieder ein Konzern: die Adler Group.

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Ein System von Bilanz-Kosmetik?

"Die Zeit"-Autor Christoph Twickel und der Grimme-Preisträger Michael Richter hatten sich für eine aufwendige Ermittlungsarbeit zusammengetan, um die Immobiliengeschäftezu hinterfragen. Es geht vor allem um Bauprojekte, die offenbar mit Absicht nie beendet werden und bei denen die Besitzverhältnisse ständig wechseln. Der Verdacht der Filmemacher: Durch Scheinbewegungen, aber auch durch konkrete Übernahmen, Fusionen und Verkäufe entsteht der Eindruck von Wertsteigerungen in den Bilanzen. So kann sich eine Unternehmensgruppe Milliardensummen von Banken, Aktionären und Anleihekäufern leihen, ohne dass konkret das einzig Notwendige passiert: das Bauen.

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