"Palm Royale" bei Apple TV+

Beachclub-Zickenkrieg mit jeder Menge Stars: So gut sieht Kristen Wiigs neue High Society-Serie aus

20.03.2024 von SWYRL/Andreas Fischer

Comedy-Star Kristen Wiig will in die High Society von 1969 aufsteigen - und verstöckelt sich dabei. "Palm Royale" startet bei Apple TV+

Kann eine Frau alles bekommen, was sie verdient? Und das auch noch im Jahr 1969? Maxine Simmons (Kristen Wiig) jedenfalls setzt in der aufgekratzten Apple-Serie "Palm Royale" ab 20. März alles daran, die Weltherrschaft zu gewinnen - zumindest in einem ultra-exklusiven Club in Palm Beach, Florida. Das hat weniger etwas mit Emanzipation und Selbstverwirklichung zu tun (dafür ist in einer umwerfenden Nebenrolle Oscar-Preisträgerin Laura Dern zuständig), als mit ihrem Traum, zur High Society zu gehören.

Mit dem zufrieden, was sie hat, ist Maxine jedenfalls nicht. Sie will bekommen, was die anderen haben. Die allerdings sind steinreich. Also schmiedet Maxine Pläne, spinnt Intrigen und plündert die Schatullen ihrer komatösen Schwiegertante. Dazugehören ist ihr wichtig - in einer verspielten und fantastisch besetzen Serie (Allison Janney, Leslie Bibb, Carol Burnett), die basierend auf dem Roman "Mr. and Mrs. American Pie" von Juliet McDaniel knallbunt und aufgedreht den Zeitgeist der beginnenden Nixon-Ära mit ihrer gelernten Misogynie und all ihren falschen Versprechungen vom sozialen Aufstieg einzufangen versucht.

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Viel Glanz, wenig Gloria

Allerdings hofft man vergeblich, dass sich hinter der extrem stylischen Oberfläche noch irgendetwas verbirgt, dass an Substanz erinnert und die Serie nicht nur für die Augen, sondern auch fürs Hirn interessant macht. Der Einzige, der das in den zehn einstündigen Episoden ansatzweise schafft, ist "La Vida Loca"-Sänger Ricky Martin, der als Kellner und Rausschmeißer eine wirkliche Entwicklung vollziehen und sich selbst als Mann entdecken darf.

Maxine hingegen stöckelt als eine Art Barbie-Puppe einfach durch einen undurchsichtigen Plot voll hinterhältiger Verwicklungen, heißer Affären und einem versuchten Mord und nimmt dabei jeden Missstand schulterzuckend hin. Von einer Abrechnung mit dem amerikanischen Traum, der für die meisten dann doch unerreichbar bleibt, will dann doch niemand wirklich etwas wissen. "Palm Royale" ist als Komödie zu lahm, als Drama zu seicht und selbst als Zickenclub-Soap zu langweilig.

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