90er-Comedy-Star

Carlton aus "Der Prinz von Bel-Air": Das macht Alfonso Ribeiro heute

13.01.2022 von SWYRL

Als Cousin der Hauptfigur ist er bis heute unvergessen: Alfonso Ribeiro spielte in der 90er-Sitcom "Der Prinz von Bel-Air" den elitären Carlton Banks als Gegenpart des coolen Will Smith. Doch was macht der Schauspieler heute?

Er zog ihn ständig wegen seiner Körpergröße auf und machte sich bei jeder Gelegenheit über ihn lustig: Ohne seinen Cousin Carlton hätte Will Smith als "Der Prinz von Bel-Air" wahrscheinlich nur halb so cool gewirkt. Den konservativen Streber, der unbedingt in die Fußstapfen seines erfolgreichen Vaters treten möchte, spielte Alfonso Ribeiro in der US-Sitcom sieben Jahre lang absolut überzeugend.

Wahrscheinlich sogar zu überzeugend: "Stellen Sie sich vor, Sie spielen eine Rolle so gut, dass Ihnen erzählt wird, dass Sie niemals mehr etwas anderes tun dürfen, weil niemand glaubt, dass man eben nicht dieser Kerl ist", sagte der heute 50-Jährige 2020 in einem Interview mit "The Ringer". Nach dem Ende der populären Serie hatte Ribeiro zunächst mit einem Karriereknick zu kämpfen, machte sich aber als vielseitig begabter Entertainer einen Namen.

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Groll gegen die Figur

Dass der gebürtige New Yorker in der Unterhaltungsbranche landete, war kein Zufall. Sein Großvater war ein berühmter Calypso-Sänger, seine Tante eine professionelle Tänzerin, die auch in Fernsehshows auftrat. Als seine Eltern sein Talent erkannten, förderten sie ihn nach Kräften. Mit Erfolg: Bereits mit zwölf Jahren spielte er eine Hauptrolle in einem Broadway-Musical, drei Jahre später war er - neben "Der kleine Lord"-Darsteller Ricky Schroder - in der Sitcom "Silver Spoons" zu sehen.

Mit 18 landete er dann seinen größten Erfolg: Sieben Jahre lang spielte er in "Der Prinz von Bel-Air" eine der Hauptrollen, der "Carlton Dance", den seine Figur zu Tom Jones' Hit "It's Not Unusual" immer wieder aufführte, wurde legendär. Dass er nach dem Ende der Serie in einer Schublade gelandet war, machte ihm lange Zeit zu schaffen: "Dieser Beruf ist mein Leben", sagte Ribeiro in einem Interview. "Damit ernähre ich meine Familie. Und dann kommt jemand und sagt: 'Du kannst das nicht machen, weil wir bei dir an diesen Typen denken.' Ich hegte einen riesigen Groll gegen die Figur."

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Entertainer der alten Schule

Da bis auf wenige Ausnahmen weitere große Rollenangebote ausblieben, suchte sich Ribeiro neue Betätigungsfelder: Nachdem er bereits bei einer Folge "Der Prinz von Bel-Air" hinter der Kamera gestanden hatte, führte er bei weiteren Serien Regie. Auch als Kandidat in TV-Shows blieb er gefragt: 2013 nahm er am britischen Dschungelcamp teil, im Jahr darauf gewann er die US-Promi-Tanzshow "Dancing with the Stars". In den USA kennt man ihn inzwischen allerdings vor allem als Moderator: Bereits im Jahr 2000 führte er erstmals durch eine Gameshow, seit 2015 ist er der Gastgeber von "America's Funniest Home Videos".

Der vierfache Vater selbst sieht sich gerne als Multitalent: "Sammy Davis Jr. war ein unglaublicher Schauspieler, aber auch ein Sänger und Tänzer", erklärte Ribeiro im Interview mit "The Ringer". Die TV-Stars von einst hätten alles gekonnt, er sehe sich als "Rückkehr" zu diesen (guten) alten Zeiten. Mit sich selbst und seiner Karriere ist der selbsternannte Entertainer der alten Schule, der seit 2012 zum zweiten Mal verheiratet ist, ohnehin im Reinen: "Ich hoffe, dass ich in meinen 40 Jahren die Leute glücklich gemacht habe. Mich selbst habe ich auf jeden Fall glücklich gemacht."

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